X-Men: Apocalypse

X-Men: Apocalypse

ActionScience-FictionAbenteuerFantasy von 2016 aus dem Hause der 20th Century Fox.

X-Men Apocalypse

Regie: Bryan Singer

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Story & Analyse:

Vor vielen Tausend Jahren herrschte ein übermächtiger Gott über die Erde, von dem man sagte, er sei der aller erste Mutant. Als „Apocalypse“ aus seinem Schlaf aufwacht, in den ihn Verräter seiner Anhänger gebracht hatten, ist er enttäuscht zu sehen, zu was sich die Erde und vor allem die Menschen un Mutanten verändert haben. Er schickt sich an, dies wieder in Ordnung zu bringen und will erneut zum Herrscher der Welt aufsteigen. Dabei ziert er sich nicht sowohl Menschen, als auch zu schwache Mutanten zu opfern. An seiner Seite hat er Magneto (Michael Fassbender), Psylocke (Olivia Munn), Storm (Alexandra Shipp) und Angel (Ben Hardy) als seine vier „Reiter der Apocalypse“, welche er sich aus den stärksten Mutanten zusammengesucht hat. Um die Welt vor ihrem drohenden Untergang zu bewahren, verbünden sich Raven (Jennifer Lawrence) und Prof. X (James McAvoy) zusammen mit ein paar jungen Mutanten zu einer Gruppe, die Apocalypse die Stirn bieten will.

Nachdem Matthew Vaughn mit „X-Men: Erste Entscheidung“ die Einleitung einer Prequel-Trilogie (Prequel=Fortsetzung, die vor der Hauptgeschichte spielt) startete, feierte Bryan Singer, der nach den Originalen „X-Men – Der Film“ und „X-Men 2“ als Regisseur zurückkehrte, mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ den bis dahin erfolgreichste X-Men Film. Jetzt, mit X-Men Apocalypse, will Singer diesen Erfolg natürlich wiederholen und holt sich bekannte Stars dafür an Bord. Mit einer riesigen Werbekampagne, die bereits vor dem eigentlichen Drehbeginn im Frühjahr 2015 begonnen wurde, wurden alle X-Men Fans auf diesen Moment hin vorbereitet. Ich selbst habe, nach einigen Trailern, (leider) grosse Hoffnungen und Erwartungen an diesen Film gehabt.

Zuerst mal, ich bin froh konnten Marvel udn 20th Century Fox diesen Filmtitel nicht auch noch verhunzen. Nach „First Class“, welcher zu „Erste Entscheidung“ wurde, konnte ich noch damit leben. Aber „Days of Future Past“ in „Zukunft ist Vergangenheit“ zu übersetzen klingt schon etwas komisch. Da wars mit „Apocalypse“ doch recht einfach. Die Schauspieler blieben ebenfalls nahezu alle Identisch, wurde aber durch einige wichtige Figuren ergänzt. Dann mal zum Film selbst.

Die Storyline ist grundsätzlich gesehen sehr gut. Man erfährt viele Hintergrund-Informationen und erlebt einige „AHA!“ Momente, in denen Rätsel oder Geheimnisse der bisherigen Filme aufgeklärt werden. Dennoch bliebt mir ein etwas komischer Beigeschmack hängen, und daran schuld sind, wie so oft, die Trailer. Fox hat im Vorfeld einiges an Filmmaterial auf YouTube veröffentlicht, welches den Film danach aussehen lässt, als ob alle zwei Sekunden irgendwas explodiert und wir tatsächlich die Apokalypse erleben. So aufgedreht war ich nicht darauf vorbereitet so viel Geschichte und Handlung zu sehen, dass ich mich dabei ertappte, wie ich teilweise echt etwas gelangweilt war. Im Nachhinein, wenn ich den Film mit weniger Erwartungen und Vorurteilen betrachte, ergibt er deutlich mehr Sinn und alles wirkt stimmiger und passender. Also sehr euch ja nicht zu viele Trailer an!

Die Schauspielertruppe um James McAvoy (Die Chroniken von Narnia, Wanted, X-Men: Erste Entscheidung), der Charles Xavier verkörpert, Michael Fassbender (300, Inglorious Basterds, Prometheus: Dunkle Zeichen), welcher uns wieder Erik Lensherr alias Magneto gibt und Jennifer Lawrence (X-Men: Erste Entscheidung, Die Tribute von Panem, Silver Linings), die ebenfalls erneut in die Rolle der Raven alias Mystique schlüpft, macht Oscar Isaac (Sucker Punch, Ex Machina, Star Wars: Episode VII) als En Sabah Nur (Übersetzt etwa “der Erste [seiner Art]”) aka Apocalypse sein X-Men Debut. Starke Auftritte haben ebenfalls Sophie Turner als Jean Grey, Nicholas Hoult, wie bereits bei den ersten beiden Prequels, als Hank McCoy alias Beast, Rose Byrne, die nach „X-Men: Erste Entscheidung“ als Moira MacTaggert zurückkehrt, Evan Peters, der wie in Zukunft ist Vergangenheit wieder als Peter aka Quicksilver über die Leinwand flitzt und Lucas Till, der als Alex Summers bzw. Havok zu den X-Men zurückkehrt.

Neu im X-Men Universum treten Tye Sheridan als Alex‘ Bruder Scott Summers aka Cyclops auf, Alexandra Shipp gibt sich als Ororo Munroe alias Storm die Ehre, Kodi Smit-McPhee verkörpert Kurt Wagner aka Nightcrawler, Ben Hardy fliegt als Warren Worthington III bzw. Angel durch die Lüfte und Olivia Munn schneidet sich als Betsy Braddock aka Psylocke durch den Film. Der Cast ist sehr ausgeglichen, er wirkt zwar etwas erneuert, gibt aber trotzdem ein gewisses Gefühl an Vertrautheit und so macht der Film gleich wieder mehr Spass. Hugh Jackman kehrt für seine Paraderolle als Wolverine ebenfalls zurück, aber darüber will ich nicht zu viel verraten.

Die Optischen Effekte schwankten von Oscarreif zu einem absoluten Desaster und wieder zurück, was eigentlich nicht wirklich dem Niveau eines so gross beworbenen Filmes entspricht. Der 3D Effekt pendelte sich, nach anfänglichen Geisterbildern, doch noch zu einem angenehmen Erlebnis ein, hatte aber ausser ein paar extra eingefügten 3D Szenen keinen wirklichen Vorteil. Als Komponist verantwortlich zeigte sich John Ottman, welcher u.A. bereits für die Musik von „X-Men 2“, „Gothika“ oder „Fantastic Four (2005)“ zuständig war und auch bei „X-Men: Apocalypse einen guten Job macht. Marvel typisch bewegt sich der Humor von „X-Men: Apocalypse“ auf einem sehr hohen Level, welches trotz einer ernsten Kampfszene den ein oder anderen Lacher hervorbringen kann.

Fazit: Als Abschluss der Prequel-Trilogie kommt Bryan Singer nicht mehr an „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ heran, unterhält mit seinem düsteren Bösewicht Apocalypse und vielen Handlungs-Aufklärungen der vergangenen X-Men-Filme aber doch ziemlich gut.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

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