The Purge 3: Election Year

The Purge 3: Election Year

The Purge 3 - Election Year2016 • Thriller • Horror • Action • Science-Fiction • Universal Pictures • Regie:  James DeMonaco • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Im Sinne der „neuen Gründerväter“ veranstalten die USA einmal jährlich die Purge – die Säuberung – und legalisieren in diesen zwölf Stunden alle Straftaten, inklusive Mord, um die Verbrechen an den restlichen Tagen im Jahr zu verkleinern. Aber die Bevölkerung ist gespalten. Die einen sehen in der Purge die einzige Möglichkeit, die USA zu erhalten, die anderen appellieren an den gesunden Menschenverstand und die Tatsache, dass mehrheitlich die sozial schwachen Menschen getötet werden. Zu den Gegnern der Purge zählt auch die Senatorin und Präsidentschaftskandidatin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell). Nach einer Regeländerung für die Purge-Nacht ist auch ihr Leben in Gefahr und so muss ihr Sicherheitschef Leo Barnes (Frank Grillo) alles daran setzen, Charlie sicher duch diese Purge zu bringen.

Nachdem 2013 der Originalfilm The Purge – Die Säuberung in die Kinos kam, setzen uns die Macher hier bereits den dritten Teil vor die Nase. Die Grundidee ist die gleiche wie schon zu Beginn, orientiert sich aber mehr m zweiten Teil The Purge 2 – Anarchy, denn man verbringt viel Zeit auf den grossen und weiten Strassen. Wie im Titel schon angedeutet, geht es hier um das Wahljahr, sprich die Amerikaner werden dieses Jahr einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin wählen. Inwiefern die Hersteller hier gewollt oder eben nicht auf das Wahljahr 2016 mit den echten Konkurrenten Donald Trump und Hillary Clinton anspielen, weiss ich leider nicht. Aber das mal aussen vor.

Die Geschichte ist nichts wirklich überzeugendes, vieles ist viel zu vorhersehbar und einige Handlungen sind schon fast langweilig geworden, da sie nun schon zum dritten Mal gezeigt werden. Dennoch schafft es der Film aber auch, einige Szenen wirklich gut zu verpacken und etwas überraschend rüber zu bringen. Dagegen stehen aber dann wieder die schon fast lächerlichen Logikfehler. Ein total in Licherketten getauchtes Auto z.B. sieht wirklich super genial aus, da frage ich mich dann aber, wie wollen die in dem Auto denn überhaupt etwas gesehen haben? Sowie sich die Präsidentschaftskandidatin Roan dazu entschliesst, in ihrem Haus zu bleiben während der Purge, um „Nähe“ zum Volk zu demonstrieren, dann aber ihr Haus in einen Superbunker verwandelt wird.

Wieder mit von der Partie ist Frank Grillo (Zero Dark Thirty | Gangster Squad | Captain America 3: Civil War) als Leo Barns, der seinen Job wieer ziemlich gut und überzeugend macht. Elizabeth Mitchell (Santa Clause 2 | Lost (Serie) | Running Scared) als Charlie Roan hingegen wirkt auf mich sehr unpersönlich, richtig abwesend und überhaupt nicht in ihrer Rolle. Schade, das hat dem Film leider etwas Potenzial gekostet. Die restlichen Schauspieler wie Betty Gabriel  (Beyond Skyline) als Laney Rucker, Mykelti Williamson (Species II | Lucky#Slevin | Final Destination 4) als Joe Dixon oder Joseph Julian Soria (Crank 2 | High School | Max) als Marcos machen ihre Arbeit da schon etwas besser und bringen auch mal ein paar Gefühle auf die Leinwand.

Als Regisseur ist, wie bereits bei den beiden Vorgängern, wieder James DeMonaco im Spiel, was man irgendwie durch den Film durch spürt, wenn man die anderen Teile kennt. Denn es scheint fast so, als würde DeMonaco, welcher auch alle drei Drehbücher geschrieben bzw. mitgeschrieben hat, nichts mehr einfallen. Es wirkt alles schon mal gesehen und das macht einen Film nichts gerade sehr attraktiv. Dennoch muss ich anerkennend sagen, dass, trotz der vielen Negativpunkte, ich mich durchaus unterhalten gefühlt habe (auch wenn ich dafür ein Auge zudrücken musste) und der Film teilweise echt spannend wurde. Dass man einen erfolgreichen Horrorfilm nicht ewig weiterziehen kann, wissen wir aber spätestens seit SAW III bis VII alle. Dass es trotzdem versucht wird, steht leider nur für die Geldgier der grossen Filmunternehmen.

Horror-Thriller mit durchsichtiger Story und zu abwesender Hauptdarstellerin, der der schlechteste Teil der Reihe ist, aber irgendwie trotzdem unterhaltend.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

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