The Jungle Book

The Jungle Book

AbenteuerDramaFantasyFamilie von 2016 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

The Jungle Book

Regie: Jon Favreau

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Story & Analyse

Disney legt seinen Klassiker „Das Dschungelbuch“ neu auf und verpasst ihm einen realistischen Look. Die Geschichte handelt vom kleinen Findelkind Mogli, der von Panther Baghira im Dschungel gefunden und in ein Wolfsrudel gebracht wird. Der Anführer des Rudels, Akela, nimmt ihn ins Rudel auf und die Wölfin Raksha zieht den jungen Mogli wie ihr eigenes Junges gross. Bald aber schon erfährt der Tiger Shir Khan von dem Menschenjungen und ist versessen darauf, Mogli zu töten. Um ihn zu beschützen, will Baghira ihn ins Menschendorf bringen. Aber Mogli denkt nicht daran, den Dschungel zu verlassen und findet mit Bär Balu einen Freund, mit dem er im Dschungel bleiben will. Aber bald darauf wird Mogli von den Affen des Königs King Louie entführt, der von Mogli das Geheimnis des Feuers erfahren will. Baghira und Balu setzen alles daran, Mogli zu retten und Shir Khan die Stirn zu bieten.

Der junge Neel Sethi musste in der Neuauflage des Klassikers von Wolfgang Reithermanns Zeichentrickfilm von 1967 viel Fantasie beweisen. Die Dreharbeiten fanden für ihn nämlich fast ausschliesslich in sogenannten „Greenrooms“ statt, sprich, der junge Schauspieler musste sich alles vorstellen, denn sowohl die Umgebung, als auch seine tierischen Freunde wurden später mit Hilfe von Computertechnik (CGI = Computer Generated Image) hinein animiert. Dafür steht Sethi überzeugend da und macht eine gute, schauspielerische Leistung. Die Tiere erhalten ihre Stimmen in der von Joachim Krol (Panther Baghira), Armin Rhode (Bär Balu), Ben Becker (Tiger Shir Khan), Jessica Schwarz (Schlange Kaa), Christian Berkel (Affe King Louie), Heike Makatsch (Wölfin Raksha) und Justus von Dohnányi (Wolf Akela). In der englischen Version verleihen u.A. Scarlett Johansson (Schlange Kaa), Idris Elba (Tiger Shir Khan) Bill Murray (Bär Balu) Lupita Nyong’o (Wölfin Raksha) Christopher Walken (Affe King Louie) und Ben Kingsley (Panther Baghira) den Charaktern ihre Stimme.

Die optische Umsetzung des Dschungels und der Landschaftsaufnahmen ist mehr als gelungen. Atemberaubend wird der Zuschauer in den indischen Dschungel gerissen und folgt den realistischen Tieren durch das Dickicht der Schlingpflanzen. Technisch kann man also Regisseur Jon Favreau, der bereits für Iron Man, Iron Man 2 und Cowboys & Aliens auf dem Regiestuhl platz nahm, nichts vorwerfen. Die geschichtliche Adaption von Rudyard Kiplings Erzählungen von 1894 lässt aber dennoch einiges zu wünschen übrig. So werden viele Fans des Disney Meisterwerks das Fehlen der vier Geier Buzzy, Dizzy, Ziggy und Flaps und vor allem die fehlende Interaktion mit den Elefanten als nicht original getreu interpretieren. So wurden auch viele Songs abgeändert, neu aufgelegt oder gar ganz gestrichen, was doch die Nostalgie des Films irgendwie schmälert. Allgemein ist „The Jungle Book“ erwachsener, reifer und dunkler geworden. Es scheint fast, als ob der Film mit seinen damaligen Zuschauern mitgewachsen wäre. Nach eigener Aussage der Macher wollten sie eine „ganz andere“ Version der berühmten Vorlage Kiplings verwirklichen und dies ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Im Gegensatz zu den unzähligen anderen Verfilmungen, Neuauflagen und Fortsetzungen hat Jon Favreaus Film das Zeug dazu, nicht zu einem Flop zu werden.

Fazit: Die Neuauflage des Disney Klassikers wurde erwachsener, realistischer und deutlich düsterer, verpasst es aber etwas an das Original heranzukommen.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

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