Money Monster

Money Monster

2016 • Krimi • Drama • Thriller • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Jodie Foster • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4,25 von 5 Punkten

Lee Gates (George Clooney) ist ein waschechter Finanzguru, jedenfalls wenn es um seine Sendung „Money Monster“ im Fernsehen geht. Die Börsentipps, welche er während der Sendung immer wieder abgibt, basieren nicht immer nur auf der Qualität der Anlage, sondern sollen vor allem auch eine gute Show abgeben. Das hat ihm nicht nur Fans gebracht, wie er plötzlich selbst zuspüren bekommt. Denn Kyle (Jack O’Connell) hat auf einen Tipp von Lee hin seine gesamten Ersparnisse an der Börse verzockt und steht jetzt mit nichts mehr da. Er ist so verzweifelt, dass er sich bewaffnet auf das Set der Show Money Monster schleicht und Lee Gates als Geisel nimmt. Er droth damit den Moderator umzubringen, wenn die Sendung nicht weiter ausgestrahlt wird und er bis Börsenschluss seinen Verlust wieder zurück hat. Nun liegt es in den Händen der Anleger das Leben des Fernsehstars, seiner Crew und der Regisseurin Nancy Fenn (Julia Roberts), welche versucht die Situation zu beruhigen, zu retten, während die Geiselnahme immer mehr zum Medienspektakel wird, denn mittlerweile sieht beinahe die gesamte Welt zu.

Jodie Foster hat sich nicht nur als Schauspielerin (Das Schweigen der Lämmer | Panic Room | Der Gott des Gemetzels) einen Namen gemacht, sondern zeigt auch immer mehr als Produzentin (Die Fremde in dir) und jetzt auch als Regisseurin, was für ein Multitalent sie ist. Mit Money Monster gelingt ihr ein spannender Krimi-Thriller, welcher sich in der schwierigen und unübersichtlichen Welt der Finanzen und der Börse abspielt. Ich war mir nicht sicher, ob mir dieser Film gefallen würde, da ich mich mit der Börse und mit Aktien eigentlich so gar nicht auskenne, dennoch war die Mischung aus Julia Roberts, George Clooney und Jodie Foster zu verlockend, als dass ich es nicht versuchen würde.

Die Geschichte ist schnell erzählt, ein Typ, Kyle, verzockt an der Börse wegen  einem Tipp eines TV-Moderator sein gesamtes Geld und möchte jetzt eine Erklärung, Entschuldigung oder irgendwie eine Wiedergutmachung erreichen. Die Verkörperung dieses Typs, welche von Jack O’Connell (300: Rise of an Empire | Unbroken) vorgenommen wird, ist meiner Meinung nach wunderbar besetzt. Trotz der Tatsache, dass Kyle eigentlich ja der mit der Waffe ist, wird der Charakter im Verlauf des Films sehr sympatisch und man kann seine Argumente schnell aufnehmen und verstehen. Aber ebenso authentisch wirkt schnell auch Lee Gates, welcher von George Clooney (Ocean’s Eleven | A World Beyond | Gravity) dargestellt wird. So gesehen wirkt er aber nicht sympatisch, sondern egoistisch und eingebildet, also genau so wie man sich einen TV-Star auch vorstellt. Julia Roberts (Pretty Woman | Hook | Spieglein, Spieglein) ist nicht nur als Regisseurin der Sendung Nancy Fenn der Ruhepol der Geiselnahme, sondern auch des ganzem Filmes. So setzt sie immer wieder kleine Akzente, in denen sie es schafft den Film und die Schauspieler so zu beruhigen, sodass sich die Zuschauer noch etwas Zeit nehmen können, alles auf sich wirken zu lassen.

Meine Sorge, dass sich meine Unkenntnis und das kleine Desinteresse für die Börsen- und Aktienwelt schlecht auf den Film auswirken könnte, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Denn während des Films führen die Zuschauer viele interessante Dialoge durch das Geschehen und erklären gleichzeitig etwas über die Börse, wofür Unwissende wie ich sehr dankbar sind. Jodie Foster spielt hier mit den Vorurteilen und Vorstellungen der Zuschauer, in welcher Sie die Rolle von Gut und Böse immer wieder hin und her springen lässt.

Gut aufgefallen ist mir auch das Fehlen von viel Hintergrundmusik, denn der Fokus liegt hier ganz klar auf den Schauspielern, so war die Spannung immer sehr deutlich zu spüren und zog sich durch fast die gesamten knapp 100 Minuten durch, ohne durch eine grosse Songauswahl gestört zu werden.

Die vielen mittelmässigen oder gar schlechten Kritiken kann ich nicht wirklich nachvollziehen, mich hat der Film in seinem Gesamtbild sehr überzeugt und überraschend gut unterhalten.

Überzeugender Krimi-Thriller, der von Beginn weg bis zum Schluss mit Spannung aufwarten kann.

Trailer:

© Bild und Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

 

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