Margos Spuren

Margos Spuren

DramaKomödieRomanze von 2015 aus dem Hause der 20th Century Fox Pictures.

Margos Spuren

Story: Seit seiner Kindheit verbindet Quentin (Nat Wolff) mit dem geheimnisvollen Nachbarsmädchen Margo (Cara Delevingne) ein Geheimnis: Damals fanden sie zusammen die Leiche eines Selbstmörders und noch am gleichen Abend war Margo an Quentins Fenster geschlichen, um ihm die Schlüsse aus ihren Nachforschungen zu präsentieren. Neun Jahre später haben sich die beiden längst auseinander gelebt, doch dann steht Margo erneut, als Ninja verkleidet, vor seinem Fenster. Sie will losziehen, um sich an denjenigen zu rächen, die sie enttäuscht haben. Quentin folgt ihr in das nächtliche Abenteuer, doch am nächsten Tag ist Margo plötzlich verschwunden. Das Mädchen, das schon öfter von Zuhause ausgerissen ist, bleibt dieses Mal unauffindbar und kann auch von der Polizei nicht ausgemacht werden. Aber sie hat Spuren hinterlassen, die nur für Quentin bestimmt zu sein scheinen. Also entschließt er sich, das Rätsel um Margo zu lösen und sie wiederzufinden.

Regie: Jake Schreier

Analyse: Nach dem Erfolg von Das Schicksal ist ein mieser Verräter war es eigentlich klar, das bald weitere Verfilmungen von John Greens Romanen folgen würden. Ich habe das Buch noch nicht gelesen und erwartete eine ähnlich rührende Story wie bei der ersten Verfilmung eines John Green Romans. Ich wurde zwar ein wenig enttäuscht was diese Erwartung anging, aber dennoch ist Margos Spuren in meinen Augen ein sehr gelungener Film. Nervend ist für mich wiedermal der deutsche Titel. Nicht nur vom Film, sondern auch vom Buch. Der Originaltitel ist „Paper Towns“ („Papier Städte“), der sich eigentlich viel besser mit dem Inhalt und der Aussage des Films, sowie auch des Buches, auseinandersetzen würde. Aber da haben sich die deutschen Behörden wiedermal was eigenes einfallen lassen. Sehr schade. Aber zurück zum Film. Die Schauspieler sind grösstenteils eher unbekannt und haben bisher hauptsächlich Nebenrollen übernommen. Nat Wolff sah man aber bereits in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ als Isaac, der beste Freund von Augustus Waters oder in einer Hauptrolle in „Behaving Badly“. Wolff schafft es durch seine ruhige und natürliche Art, den schüchternen Quentin gut und sehr überzeugend darzustellen. Cara Delevingne ist eigentlich Model, hat aber nach und nach auch in der Filmindustrie Fuss gefasst und verleiht dem Film mit ihrer Rolle Margo Roth Spiegelman seinen Namen. Sie wird ausserdem 2015 in Filmen wie „Pan“ oder 2016 „Suicide Squad“ zu sehen sein. Delevingne spielt die Rolle etwas zu unnahbar, was aber der Person von Margo irgendwie gut tut und so will man sie selbst so schnell wie möglich finden. Die restlichen Darsteller Halston Sage als Lacey (Bad Neighbors), Austin Abrams als Ben (Ganster Squad) und Justice Smith als Radar (The Get Down) spielen auf annehmbarem und überzeugendem Niveau. Die Story führt über viele Ecken, ansteckenden Humor und spannenden Wendungen zu einem überraschenden, aber dennoch zufriedenstellenden Ende. Margos Spuren spielt nicht wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter mit den Gefühlen der Zuschauer und will auch nicht auf die Tränendrüse drücken. Nein, der Film will eigenständig sein und den Zuschauer auf einen Abenteuertrip zwischen jugendlichem Leichtsinn, Verantwortungsbewusstsein und der Suche nach der Liebe des Lebens entführen. Jake Schreier schafft es, mit seinem zweiten Film, in dem er als Regisseur agiert, gekonnt die Fragen aufzugreiffen, welche sich viele Jugendliche stellen und hat sie in einen wunderbaren Film verpackt.

Fazit: Abenteuerliche Suche nach der Liebe des Lebens, die bis zum Ende des Films spannend bleibt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox Pictures

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