Interstellar

Interstellar

AbenteuerScience-FictionDrama von 2014 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

Interstellar

Story: Was Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten seit Jahrzehnten prophezeien, ist eingetreten: Die Menschheit steht kurz davor, an einer globalen Nahrungsknappheit zugrunde zu gehen. Die einzige Hoffnung der Weltbevölkerung besteht in einem geheimen Projekt der US-Regierung, das von dem findigen Wissenschaftler Professor Brand (Michael Caine) geleitet wird. Der Plan sieht vor, eine Expedition in ein anderes Sternensystem zu starten, wo bewohnbare Planeten, Rohstoffe und vor allem Leben vermutet werden. Der Ingenieur und ehemalige NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) und Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway) führen die Besatzung an, die sich auf eine Reise ins Ungewisse begibt: Wurmlöcher sind so gut wie unerforscht und niemand kann mit Sicherheit sagen, was die Crew auf der anderen Seite erwartet. Ebenso ist unsicher, ob und wann Cooper und Brand wieder auf die Erde zurückkehren. Coopers Kinder, Tochter Murph (Mackenzie Foy) und Sohn Tom (Timothée Chalamet), müssen mit Schwiegervater Donald (John Lithgow) zurückbleiben und auf seine Wiederkehr hoffen…

Regie: Christopher Nolan

Analyse: Wo soll ich bei diesem Film nur anfangen… Ich habe von Interstellar alles erwartet und wurde, mal mehr mal weniger, enttäuscht. Christopher Nolan kreierte einen absolut bildgewaltigen Film, ohne Frage. Aber die Geschichte hätte locker für einen zwei- oder dreiteiligen Film gereicht. Oder sogar für eine Serie, in der die einzelnen Charaktere mehr fokussiert werden könnten. Gut, das sind alles „was wäre, wenn“-Vorstellungen und somit müssen wir uns damit abfinden, dass Nolan eine interessante und riesige Geschichte in üppige 169 Minuten gedrückt hat. Das schliesst auch einige Lücken und (für mich) zu derbe Schnitte ein. z.B. sitzt der Astronaut Cooper plötzlich im Raumschiff, obwohl er vor einer Sekunde noch bei seiner Tochter war. Solche Szenenwechsel machen die sonst schon verwirrende Geschichte noch schwerer zu verstehen. Denn die Story wäre eigentlich gut, gegen Ende drifftet sie, für mich, dann aber etwas zu heftig ins tiefe Science-Fiction ab. Die von Hans Zimmer beigefügte Musik passt gut in das gesamte Filmpaket rein und ist sehr stimmungsvoll. Die Bilder sind wunderschön geworden, die Landschaften und die unendliche Weite des Universums wurden faszinierend eingefangen. Man fühlt sich wie in einer anderen Dimension. Hier vermisse ich (zum ersten Mal) die 3D Technik. Diese hätte die Aufnahmen sicherlich intensiviert. Zudem ist die Kameraführung an einigen Stellen viel zu ruckartig und verschwommen. Matthew McConaughey, der mich bereits bei Dallas Buyers Club beeindruckte, spielt sehr überzeugend. Aber Anne Hathaway hat mich etwas enttäuscht. Die Rolle von ihr wirkt leer und unnahbar. Hier hätte mehr Zeit für die Betrachtung ihres Charakters gut getan. Die übrigen Schauspieler wirken stark und sicher in ihrer Rolle. Interessant waren auch die intelligenten, sprechenden und bewegenden Roboter, welche die Astronauten auf ihrer Mission begleiten. Sie geben der ganzen Story etwas mehr Zukunftswürze. Es gibt einige unerwartete Wendungen, die dem Film mehr Spannung verpassen und den langen Minuten etwas Leben einhauchen. Ansonsten fühlt sich der Film an wie ein Käse der Fäden ins unendliche zieht. Zum Glück hat meine Blase bis zum Ende durchgehalten.

Fazit: Guter, aber zu lange geratener und verwirrender Science-Fiction Film.

Bewertung:  7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Warner Bros. Pictures

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