Greatest Showman

Greatest Showman

2017 • Musik • Biografie • Drama • 20th Century Fox • Regie: Michael Gracey • FSK ab 6 Jahren freigegeben • Bewertung: 5 von 5 Punkten

Ein Film über einen Schausteller und Zirkusdirektor im 19. Jahrhundert? Ich muss ehrlich sein, ich habe tatsächlich sehr wenig von diesem Film erwartet, habe die Trailer nie richtig auf mich wirken lassen. Wir begleiten P.T. Barnum (Hugh Jackman) in diesem Film dabei, wie er zu einem Pionier der Zirkusketten und dem wahrhaft grössten Showman wird. Für alle die sich bis hierhin fragen: Ja, das ist ein Musicalfilm. Sprich: Die Charaktere werden anfangen zu singen. Es gibt Filme, die dies mühsam übertreiben, und dann gibt es Filme wie Greatest Showman, bei denen es einfach so sein muss. Würde nicht gesungen werden, der Film wäre nur halb so gut geworden. Ich kann an Greatest Showman wahrlich kein schlechtes Haar lassen. Der Cast ist wundervoll geworden – Hugh Jackman ist schlichtweg eine Wucht, seine Leidenschaft für diesen Film ist förmlich greifbar. Auch Zac Efron, den wir hier nach High School Musical (endlich?) wieder singen hören, schlüpft in seine Rolle als hätte er nie jemand anderes dargestellt als den Erben Phillip Carlyle. Michelle Williams geht als Charity Barnum zwar etwas unter, dies tut aber der Story zum Glück nicht weh. Zendaya als Anne Wheeler ist mysteriös, unnahbar und dies gibt ihrem Charakter das gewisse Etwas. Und dann gibt es da noch Keala Settle, die als bärtige Lady erst das Publikum etwas verdutzten lässt. Als sie aber beginnt zu singen, hatte ich das gefühlt sie öffnet ihr Herz den Zuschauern. Sie wirkt so zerbrechlich und gleichzeitig so stark, es ist faszinierend wie Settle diesen Balanceakt ausführen kann.

Und dann die Kostüme. Mensch, die Kostümdesignerinnen und Maskenbildner haben atemberaubendes geschaffen. Übertroffen werden diese jedoch ganz klar von der Gruppe von Menschen, welche an diesem Film mitgewirkt hat: Den Songwriterinnen und Komponisten. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film erlebt, der so von der Musik lebt, wie es „The Greatest Showman“ tut. Nahezu jeder Song sprudelt nur so vor Zuversicht und positiver Energie. Es ist beeindruckend, wie ein Soundtrack schon fast jeden einzelnen Zuschauer nach nur wenigen Takten zum mit wippen und mit Lippen-bewegen hinreisst. Der Song „This is me“, welcher Keala Settles bärtige Lady nochmals in den Fokus rückt, ist dabei ganz klar das Aushängeschild des Films, und dies absolut zurecht. Hollywood hat endlich wieder einmal eine originale Story, über die ich euch, wie mir gerade auffällt, gar nicht so viel gesagt habe. Aber nach meiner Kritik hier sollter ihr euch den Film nun ansehen, und dann erfahrt ihr die Geschichte ja sowieso. Also, geht ins Kino, lasst euch beeindrucken und macht euch schon mal bereit, nach dem Film nach dem Soundtrack zu suchen.

Trailer:

© Bild & Trailer: 20th Century Fox

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