Findet Dorie

Findet Dorie

Findet Dorie2016 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Disney Pixar Regie: Andrew Stanton und Angus MacLane • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben Bewertung: 4 von 5 Punkten

Paletten-Doktorfisch Dorie (Anke Engelke (eng. Orig.: Ellen DeGeneres)) lebt nun seit einem Jahr zusammen mit Clownfisch Nemo (Vicco Clarén (engl. Orig.: Hayden Rolence)) und dessen Vater Marlin (Christian Tramitz (eng. Orig.: Albert Brooks)). Sie schlaf-schwimmt aber immer häufiger, bis sie sich eines Tages an etwas erinnert, was in ihr eine grosse Wunde wieder aufreisst. Denn sie kann sich plötzlich wieder an ihre Eltern erinnern, nur wieso sie nicht mehr bei ihnen ist und wo sie genau sind, daran hat sie keine Erinnerung mehr. Aber sie hat fortan nur noch ein Ziel: Herauszufinden, wo ihre Eltern sind und diese wieder zu finden. Da ihre Vergesslichkeit aber dabei keine grosse Hilfe ist, verschwindet Dorie plötzlich und so machen sich Marlin und Nemo ein weiteres Mal auf in die grosse Welt des Oceans um einige bekannte Gesichter wiederzutreffen, aber auch um neue Freunde zu gewinnen, die ihnen dabei helfen, Dorie zu finden.

Nach dem riesigen Erfolg von Findet Nemo aus dem Jahr 2003 hüllte sich Pixar lange in Schweigen, ob sie eine Fortsetzung des Meeres-Abenteuers machen wollen oder nicht. Ellen DeGeneres, Sprecherin von Dorie in der Englischen Originalversion, durfte 2013, zehn Jahre nach dem ersten Teil, die Fortsetzung in ihrer „The Ellen DeGeneres Show“ ankündigen, allerdings mussten sich die Fans des Films noch bis 2016 gedulden, bis der Film endlich in die Kinos kam. Und nun ist er da, lange erwartet, viel erhofft und fast vier Monate später als in den USA. Da lief Findet Dorie nämlich schon Anfangs Juni an, in unseren Kinos aber erst Ende September, was ich bis heute immer noch nicht verstehe. Aber genug davon, wenigstens muss ich mich nicht über den Titel beschweren, da blieben die deutschen Verleiher zum Glück direkt an „Finding Dory“ dran.

Zum Film. Findet Dorie startet in den Kinos mit einem kleinen Kurzfilm, wie wir das von Pixar auch gewohnt sind. Hier haben uns die Macher mit „Piper“ einen Animations-Wunderhit präsentiert. Die Animationsart, Farben, Umsetzung, sowie auch die Geschichte war grandios, einfach nur wunderschön zum anschauen. Danach startet der Film selbst. Der Film spielt zwar ein Jahr nach den Geschehnissen aus Findet Nemo, bringt aber gleich zu Beginn eine gute Frage auf: Wieso war damals Dorie, als Marlin seinen Sohn Nemo suchte, alleine unterwegs? Diese Frage und auch die Vergangenheit rund um Dorie werden nach und nach aufgedeckt. Diese Verwicklung der Fortsetzung und des Originalfilms fand ich eine super Idee und benötigt ein grosses Lob an die Macher. Man vesetzt sich gleich wieder in dieses Ozean-Feeling mit allen alten Charakteren, die gleich zu Beginn wieder ihren Auftritt haben und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Die Geschichte verfolgt gleichzeitig Dorie auf ihrem Weg zu ihren Eltern, als auch den von Marlin und Nemo, die sie suchen. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits von Findet Nemo, mich hat es nicht gestört dass Pixar dies beibehalten hat, im Gegenteil, es fühlte sich sogar richtig an. Die neuen Charaktere, vorallem der Oktopus Hank (Roland Hemmo (eng. Orig.: Ed O’Neill)) sprechen die Zuschauer an indem sie nicht nur optisch schön gemacht sind, sondern auch charakterlich hervorragend zu den bereits bestehenden Figuren passen. Einiges an der Story ist zwar vorausschaubar, dennoch schafft es Pixar wieder einmal, einige Drehungen einzuschreiben, die das ganze noch einmal spannender machen und vieles von einer neuen Sichtweise darstellen.

Ich bin Pixar dankbar, dass sie an dem Animationsstil des ersten Teils festgehalten haben und nicht „realistischer“ wurden, das hätte das gesamte Bild des Filmes verfälscht denn so bleibt alles vertraut. Nachdem schon Findet Nemo mit offenen Fragen zum Umgang der Menschen mit der Tierwelt und dem Ökosystem aufwartete, spitzen sich diese Anschuldigungen in Findet Dorie noch mehr zu. Man hört und sieht Verunreinigungen des Meeres und da sich ein grosser Teil des Films an Land abspielt, nicht mehr in den Weiten des Ozeans wie der erste Teil, liegt auch ein gewisser Fokus auf den Menschen an sich. Der Film wurde auch als etwas diskriminierend angesehen. Diese Bezeichnung kann ich zwar irgendwie verstehen, aber nicht befürworten. Denn im Zusammenhang mit dem Film finde ich diese Szenen absolut passend.

Findet Dorie lässt sich nicht als eigenständiger Film ansehen. Man muss praktisch den ersten Film sehen vorher, oder ihn wenigstens noch gut in Erinnerung haben, denn die Regisseure Andrew Stanton , der bereits bei Findet Nemo auf dem Regiestuhl sass und Angus MacLane haben die beiden Filme sehr intelligent und einzigartig verbunden. Ich empfehle euch, falls ihr euch einen Trailer ansehen wollt, nicht mehr als den Teaser, den ich unten eingefügt habe, anzuschauen. Dann habt ihr am Film definitiv noch mehr Spass, vertraut mir!

Findet Dorie ist in allen Punkten eine gelungene Fortsetzung des Kassenschlagers von 2003 mit viel Witz, einer Menge Charme, ernsten Szenen und ganz kleinem Kurzzeitgedächtnis.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar

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