Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

DramaRomanze von 2014 aus dem Hause 20th Century Fox.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Story: Die 16-jährige Hazel Grace Lancaster (Shailene Woodley) leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs, der in ihre Lunge übergegangen ist und sie dazu zwingt, einen Sauerstofftank zum Atmen mit sich herumzutragen. In einer Therapiegruppe für jugendliche Krebspatienten lernt sie Augustus Waters (Ansel Elgort) kennen, dem in Folge eines Tumors ein Bein amputiert werden musste. Die beiden beginnen Zeit miteinander zu verbringen und verlieben sich schließlich ineinander. Als Hazel wegen einer Lungenentzündung mehrere Tage im Krankenhaus liegt, an denen Augustus nicht von ihrer Seite weicht, schmieden die beiden einen kühnen Plan: Sie wollen nach Amsterdam reisen, um Hazels Lieblingsautor Peter Van Houten (Willem Dafoe) zu treffen. Gemeinsam mit Hazels Mutter (Laura Dern) steigen sie ins Flugzeug und machen sich auf in Richtung Europa…

Regie: Josh Boone

Analyse: Vorab zuerst: Ich habe das Buch (leider) noch nicht gelesen und kann somit keine Vergleiche machen. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich dies natürlich nachholen und in einem Nachtrag ergänzen. Jetzt aber zum Film selbst. Das Schicksal ist ein mieser Verräter, welcher auf dem Roman von John Green basiert, beschäftigt sich mit einem sehr heiklen Thema: dem Tod. Und ganz im besonderen mit Jugendlichen, welche sich mit dem Tod konfrontiert fühlen. Ein krebskrankes Mädchen und ein krebskranker Junge verlieben sich in einander und sehen nicht nur sich gegenseitig, sondern auch dem Tod selbst, direkt in die Augen. Wie geht man als Junger Erwachsener mit dem Gewissen um, das nicht nur man selbst, sondern auch der Geliebte bzw. die Geliebte bald die Erde verlassen muss? Der Film erzählt die Geschichte offen. Ohne Tabu, ohne den Ernst von Krebs zu verstecken und ohne Scham. Josh Boone versteht es, den Zuschauer mitzureissen. Ich habe noch kaum einen Film erlebt, bei dem Freude, Trauer und Hoffnung eine so starke Mischung ergeben wie dieser hier. Während man in der einen Einstellung noch Tränen vor Rührung in den Augen hat, muss man in der nächsten Einstellung wieder loslachen und so ergibt sich ein ganz besonderer Mix aus etlichen Situationen, die den Zuschauer vollumfänglich in die Welt der beiden verliebten Hazel und Augustus zieht. Shailene Woodley und Ansel Elgort, welche die beiden erwähnten Hauptdarsteller verkörpern, schaffen es mit einer solch gekonnter Leichtigkeit ihre Rollen zu spielen, dass beide absolut überzeugend wirken. Auch die anderen Charaktere wie der Autor Peter Van Hauten, welcher von Willem Dafoe verkörpert wird, zeigen eine starke Ausdrucksweise. Schlussendlich zeigt Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf eine spezielle und ganz eigene Weise, dass Krebs nicht unterschätzt werden darf. Nicht als Erkrankter und ganz besonders nicht als Angehöriger.

Nachtrag: Ich habe das Buch jetzt gelesen (oder besser gesagt nahezu verschlungen) und muss sagen, dass Das Schicksal ist ein mieser Verräter eine der besten filmischen Interpretationen eines Buches ist, welche ich bis jetzt gesehen habe. Klar gibt es einige Unstimmigkeiten, wie z.B. der Ort, an dem Gus und Hazel zusammen Essen gehen oder wie Hazel Gus‘ Nachricht erhält, aber dennoch weicht der Film nur wenig von dem Buch und vorallem von der Geschichte ab und dies ist eine wahre Genugtuung für mich. Gratulation an alle, die an diesem Film und damit der Umsetzung des Buches, mitgewirkt haben. Ich bleibe definitiv bei meinen 10 Punkten. Bravo!

Fazit: Tränen vor Trauer und Lachen – Beides findet sich in diesem Film in einem perfekten Verhältnis wieder. Bravo!

Bewertung: 10 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

One Reply to “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”

  1. Für mich auch eindeutig eine 10/10
    Der Film nimmt sich so viel Zeit und so viel Liebe zum Detail die Beziehung der beiden zu zeigen. Man fühlt sich als wäre man selbst ein Freund der beiden! Weinen, Lachen, erstaunt sein und auch selbst um ihr Schicksal bangen, alles war dabei!
    Genialer Film und tolle Review Remo :)

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