Kategorie: Western

Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

2017 • Horror • Science-Fiction • Action • Western • Fantasy • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Nikolaj Arcel • Bewertung: 3 von 5 Punkten

Aus Bestseller-Author und Horror-König Stephen Kings achtteiliger Fantasy-Saga „Der Dunkle Turm“ wurde nun ein Film produziert und dies mit positiven und negativen Folgen. Kings Reihe dreht sich um einen dunklen Turm, welcher verschiedene Welten und Zeiten zusammenhält und vor der Dunkelheit, welche immer mehr das Universum in sich aufnimmt, beschützt. Es scheint auf einen ewigen Kampf von Gut gegen Böse hinauszulaufen, wobei mit Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club | Interstellar) als Mann in Schwarz und Idris Elba (Star Trek Beyond | Pacific Rim) als Revolvermann Roland meiner Meinung nach gute Darsteller gefunden wurden. Auch Newcomer Tom Taylor zeigt sich als Teenager Jake Chambers als eine solide Wahl. Das Problem des Films ist mehr, dass er keinen roten Faden besitzt. Man wechselt so schnell zwischen Handlungsorten und Charakteren, welche man alle noch nicht kennt, hin und her, so dass man keine Zeit hat, sich zurecht zu finden und zu orientieren. Dies macht die Story sehr schwierig und das schwächt den Film leider sehr ab. Regisseur und Drehbuchautor Nikolaj Arcel versuchte hier zu sehr, viel Geschichte auf unter 100 Minuten zu drücken. Sprich, eine Buchreihe, die mittlerweile acht Teile beinhaltet, kann man nicht in einen Film reinquetschen. Also man kann, aber dann passiert, was mir und vielen anderen Zuschauern geschehen ist, nämlich dass man sich in einer bestehenden Welt vorfindet, die zwar interessant wirkt, aber zu fremd ist. Es fehlen viele Hintergrundinformationen zu Geschehnissen, Charakteren und vielem mehr. So geht die Geschichte leider nicht gross auf die Protagonisten ein, was sie kalt und unnahbar wirken lässt. Wie man es von einem Horror-Science-Fiction Spektakel im heutigen Kino gewohnt ist, ist der Film aber optisch eine Augenweide und die Effekte wirken realistisch und sind gut animiert. ‚Der Dunkle Turm‘ ist einer der wenigen Filmen der letzten Jahre, bei dem ich mir eine Aufteilung und Fortsetzung der Geschichte gewünscht hätte, das wäre der Story deutlich zu gute gekommen und hätte den Zuschauern mehr Zeit gegeben, sich in den verschiedenen Welten zurecht zu finden.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

The Revenant – Der Rückkehrer

The Revenant – Der Rückkehrer

AbenteuerThrillerWesternDrama von 2015 aus dem Hause 20th Century Fox.

Revenant - Der Rückkehrer

Story: In den 1820ern zieht der legendäre Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) durch die Weiten der USA, wo er mit einer von Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson) angeführten Expedition dabei ist, den Missouri River zu erforschen. Am Fluss hat er einen unachtsamen Moment – den ein Grizzly ausnutzt, ihn übel zuzurichten. Glass schwebt in Lebensgefahr. Seine Begleiter, unter ihnen der raubeinige John Fitzgerald (Tom Hardy) und der junge Jim Bridger (Will Poulter), glauben nicht, dass er den Vorfall überleben wird und als sie dann Ureinwohner in der Nähe ihres Lagers erspähen, fackeln sie nicht lange. Sie nehmen dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und seine weitere Ausrüstung ab und überlassen ihn sich selbst. Aber überraschend überlebt Glass doch – und schwört allen Begleitern Rache, die ihn zurückgelassen haben. Auf der Suche nach ihnen schleppt sich der verletzte Abenteurer durch die eisige Bergwelt…

Regie: Alejandro González Iñárritu

Analyse: Iñárritu, der bereits beim Oscar-prämierten Film „Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ auf dem Regiestuhl sass, kreierte mit „The Revenant – Der Rückkehrer“ ein ganz spezielles Stück Filmgeschichte. Nach den Golden Globes (An denen The Revenant bereits als Bester Film – Drama, Leonardo DiCaprio als bester Hauptdarsteller in einem Drama und Iñárritu als bester Regisseur ausgezeichnet wurden) ist vor den Oscars. Denn an den Academy Awards ist The Revenant für sage und schreibe zwölf der Goldstatuen nominiert, unter anderem in den Kategorien ‚Beste Regie‘, ‚Bester Hauptdarsteller – Leonardo DiCaprio‘, ‚Bester Nebendarsteller – Tom Hardy‘, ‚Beste Kamera‘, ‚Bester Ton‘, ‚Beste visuelle Effekte‘ und ‚Bester Film‘. Mit der jetzt fünften Nominierung als Darsteller hofft langsam aber sicher die gesamte Filmwelt auf eine Auszeichnung für Leonardo DiCaprio. Der Schauspieler hat sich mit seiner grandiosen Verkörperung von Hugh Glass als absoluter Topfavorit im Rennen um den Oscar platziert.

Die Geschichte von Der Rückkehrer, welche auf diversen wahren Begebenheiten basiert,  wurde in aufwändige 150 Minuten verpackt, was wegen der Länge doch etwas anstrengend sein kann. Wären die Landschaftsaufnahmen gekürzt worden, wären locker 140 Minuten drin gewesen. Dennoch haben auch diese Aufnahmen ihren Reiz, nicht nur weil sie von sich aus atemberaubend schön sind, sondern weil sie so gut in die Natürlichkeit des Films passen. Denn Iñárritu setzte bei den Dreharbeiten nur auf natürliches Licht, was es der Crew nicht gerade leicht machte, so blieben an den Drehorten in Kanada nur rund 1.5 Stunden pro Tag für die Aufnahmen. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Herausgekommen ist ein fast makelloses Filmereignis, dass den Zuschauer in seinen Bann zieht. Mit Leonardo DiCaprio (Titanic, Catch me if you can, Inception, The Wolf of Wall Street) und Tom Hardy (Black Hawk Down, Inception, The Dark Knight Rises, Mad Max: Fury Road) ist der Film in den Hauptrollen ausserordentlich gut besetzt, Leonardo DiCaprio zeigt eine mimische und schauspielerische Meisterleistung. Tom Hardy als sein Widersacher fühlt sich für den Zuchauer von Anfang an fremd und kalt an, das hat Hardy wunderbar umgesetzt. Auch die Nebenrollen sind mit Domhnall Gleeson (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 & „, Anna Karenina, Ex_Machina, Star Wars – Episode VII: Das Erwachen der Macht) und Will Poulter (Die Chroniken von Narnia 3: Die Reise auf der Morgenröte, Wir sind die Millers, Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth) sehr gut besetzt worden, gehen aber neben Hardy und DiCaprio leider fast etwas unter.

Der Soundtrack von Ryuichi Sakamoto, Alva Noto und Bryce Dessner ist düster, stimmungsvoll und egal ob zu Überlebenskampf, Naturaufnahme oder Streitgespräch, die Musik passt. Über die Glaubwürdigkeit des Films kann man sich natürlich streiten, ob jemand z.B. einen Angriff von einem Bären halb Tod überleben kann und dann erst noch so schnell wieder auf den Beinen steht, das ist aber während der Film läuft kein Thema, da die Atmosphäre alles irgendwie Glaubhaft aussehen lässt. Für Zuschauer mit empfindlichem Magen ist dieser Film übrigens definitiv nicht zu empfehlen, denn auch ich als Horrorfilm-Fan hkam z.T. mit der so schamlosen Darstellung von Blut und Eingeweiden hart an meine Grenzen.

Fazit: Ein zwölffach Oscar-nominiertes, düsteres und spannendes Western-Meisterwerk mit einem überragenden Leonardo DiCaprio.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

A Million Ways to Die in the West

A Million Ways to Die in the West

KomödieWestern von 2014 aus dem Hause der Universal Pictures.

A Million Ways to Die in the West

Story: Schafzüchter Albert (Seth MacFarlane) ist nicht gerade das, was man sich in seiner Wild-West Stadt Old Stump unter einem echten Cowboy vorstellt. Nicht nur, dass er ein großer Feigling ist, noch nie einen Colt abgefeuert hat und jeder Schlägerei aus dem Weg geht; er nervt die Dorfbewohnern auch gehörig mit seinem losen Mundwerk. Es kommt, wie es kommen muss: Freundin Louise (Amanda Seyfried) flüchtet schon bald in die Arme eines anderen, eines gestandenen Cowboys (Neil Patrick Harris). Albert ist zutiefst niedergeschlagen, bis eines Tages die bildhübsche Anna (Charlize Theron) in der Stadt auftaucht. Er verliebt sich in die toughe Blondine – und mit seinen Gefühlen keimt auch neuer Mut in ihm auf. Den hat er bitter nötig, denn Annas Gatte (Liam Neeson) ist ein skrupelloser, schießwütiger Bandit. Als der Brutalo-Ehemann erfährt, was seine Frau so treibt, schäumt er vor Wut. Eifersucht und Schießpulver ergeben ein explosives Gemisch…

Regie: Seth MacFarlane

Analyse: Nach dem Trailer wusste ich selbst noch nicht so genau, was ich von dem Film halten soll. Einerseits sieht er nach Ted aus, und diesen Film habe und werde ich nicht sehen, andererseits wirkt der Humor sehr ansteckend und schlussendlich habe ich mich dafür entschieden, dass ich ihn mir doch ansehe. Der Film selbst ist sicherlich nichts, was man ernst nehmen sollte. Denn das tut er selbst nicht, nicht einmal von seinem Zeitalter, in dem er stattfindet. Die Gags sind interessant gemacht, manchmal zwar etwas vorauszuahnen, aber dennoch ist vieles neu und (wie ich finde) innovativ. Das ungefähre Ende der Handlung ist eigentlich schon ziemlich früh klar, was dem Film aber nicht viel ausmacht, der sich weiter stetig selbst auf’s Korn nimmt. Schauspieler wie Seth MacFarlane, Charlize Theron, Amanda Seyfried, Neil Patrick Harris und Liam Neeson zeigen eine gute Leistung, auch die eher unbekannteren Nebencharaktere sind interessant. Die Story selbst ist wie gewohnt flach, aber die überwitzige Darstellung des „ach so tollen“ Wilden Westens, gibt dem Film einen gewissen zusätzlichen Charme. Die Kostüme, sowie auch die Szenenbilder wirken sehr authentisch, was dem Film wieder etwas mehr Glaubwürdigkeit gibt. Achja, mitten im Film gibt es noch eine Überraschung für alle Filmfans, mehr möchte ich hier nicht verraten, ich will euch die Freude und Überraschung nicht kaputt machen! ;-)

Fazit: Gags bis zum abwinken und eine etwas eintönige, aber dennoch witzige Story. Sehr lustig!

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Lone Ranger

Lone Ranger

ActionAbenteuerWestern von 2013 aus dem Hause Walt Disney Pictures.

Lone Ranger

Story: Die Eisenbahn hält nun auch im Wilden Westen Einzug und bringt Fortschritt aber auch skrupellose Gangster mit. Als sechs Texas Ranger den geflohenen Butch Cavendish (William Fichtner) jagen, lockt der sie in eine Falle. Alle Ranger sterben. Als der Komantsche Tonto (Johnny Depp) auftaucht und die Toten Ranger begräbt, sieht er in John Reid (Armie Hammer) durch die Hinweise eines mysteriösen weissen Pferdes den Lone Ranger und das Geisterpferd erweckt John wieder zum Leben. Auf der Suche nach Rache und Gerechtigkeit reiten Tonto und John gemeinsam auf der Suche nach dem Übeltäter durch den Wilden Westen. Doch was hat es mit der rothaarigen Frau auf sich? Und wieso trägt Tonto einen toten Vogel auf dem Kopf?

Analyse: Ich gestehe hiermit ein, dass ich ein grosser Johnny Depp Fan bin. Egal ob als Jack Sparrow – Entschuldigung Captain Jack Sparrow, in den ‘Pirates of the Caribbean’ Filmen oder als teuflischer Barbier in ‘Sweeney Todd’, Depp spielt meist einen sehr speziellen Charakter, und dass behält er auch in The Lone Ranger bei. Der Film ist in Amerika gefloppt, wieso kann ich aber nicht sagen. Grundsätzlich ist der Film nämlich gut gemacht! Schöne Special effects, ansteckender Humor und eine interessante, wenn auch sehr irritierend aufgebaute Story. Der Film geht gute 2.5 Stunden und wirkt dadurch manchmal etwas lang gezogen.

Fazit: Die Witze und Gags sind ansteckend und die Story ist gut. Aber Johnny Depp hatte definitiv schon bessere Filme!

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer: