Kategorie: Science-Fiction

Geostorm

Geostorm

2017 • Science-Fiction • Action • Thriller • Warner Bros. Studios • Regie: Dean Devlin • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Als ich den Namen Geostorm erstmals gelesen und den Trailer gesehen hatte, dachte ich, die Produzenten dieses Films mussten wohl grosse Fans von „The Day After Tomorrow“ sein. Nun, die Geschichte ist zwar nicht wirklich originell, auf Grund der heutigen Möglichkeiten mit CGI hatte ich mir aber doch ein bisschen etwas von diesem Film erhofft. Die Story hängt daran dass die Unwetter und somit die Gefahr auf der Erde immer mehr zunehmen. Die Menschheit will dem irgendwie entgegentreten und so schliessen sich 17 Nationen zusammen, um ein System zu entwickeln, welches Unwetter vorhersehen und neutralisieren kann. Die Lebensqualität auf der Erde wird so deutlich erhöht und die Menschen haben endlich einmal zusammengespannt und etwas grossartiges erschaffen. Nun scheint dieses System aber Fehlfunktionen zu haben, welche mehreren tausend Menschen das Leben kostet, worauf hin Jake (Gerard Butler) zur ISS fliegt, um dem Ganzen nachzugehen. Leider scheint man aber bei diesem Film nicht genau zu wissen, auf was man den Fokus legen soll. Vom Geostorm und seinen Vorläufern sieht man leider nur sehr wenig, das lässt mich etwas am Titel zweifeln. Und so wechselt man immer wieder zwischen vielen Ortschaften hin und her. Mal Cape Canaveral, mal die ISS, mal Florida, dann Hong  Kong und viele mehr. Es hätte dem Zuschauer gut getan, wenn man sich einfach mal auf zwei Standorte fixiert hätte. Denn so ist es unmöglich eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, welche hier vorkommen. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mal wirklich an die Namen erinnern. Gerard Butler war als einziger Schauspieler verlässlich, aber auch er kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung weg. Jim Sturgess spielt Jakes Bruder Max, Abbie Cornish Max‘ Partnerin Sarah Wilson, Ed Harris verkörpert Leonard Dekkom, Alexandra Maria Lara die deutsche Wissenschaftlerin Ute Fassbinder. Allesamt schaffen es nicht, mir die Person glaubhaft zu spielen und so wirkt alles zu aufgesetzt. Zu Alexandra Maria Lara muss ich hier noch was loswerden. Ich weiss nicht, ob die Synchronsprecherin hier absichtlich eine extreme Hochdeutsche Stimme verleihen wollte da die Rolle eine Deutsche in einem Amerikanischen Film ist, aber es war alles andere als natürlich, schon eher ablenkend und verwirrend. Die eher miese schauspielerische Leistung von Lara macht das leider auch nicht mehr weg. Sie wirkt abwesend, kalt und unnahbar. Zu all diesen Negativpunkten kommt dann noch die CGI, welche im groben Durchschnitt der gut 110 Minuten einfach nur mittelmässig war. Es gab zwar einige optisch sehr beeindruckende Effekte, aber gleich danach kam dann wieder etwas was aussah wie von einem 3-jährigen gezeichnet. Für einen „Blockbuster“ alles andere als befriedigend. Abschliessend gilt es zu sagen, dass Geostorm ein Sci-Fi Film ist, der leider gegenüber den Trash-Katastrophen-Filmen auf RTL 2 nur ein wenig Vorsprung hat. Er vermag zu unterhalten, aber nicht mitzureissen.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

2017 • Horror • Science-Fiction • Action • Western • Fantasy • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Nikolaj Arcel • Bewertung: 3 von 5 Punkten

Aus Bestseller-Author und Horror-König Stephen Kings achtteiliger Fantasy-Saga „Der Dunkle Turm“ wurde nun ein Film produziert und dies mit positiven und negativen Folgen. Kings Reihe dreht sich um einen dunklen Turm, welcher verschiedene Welten und Zeiten zusammenhält und vor der Dunkelheit, welche immer mehr das Universum in sich aufnimmt, beschützt. Es scheint auf einen ewigen Kampf von Gut gegen Böse hinauszulaufen, wobei mit Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club | Interstellar) als Mann in Schwarz und Idris Elba (Star Trek Beyond | Pacific Rim) als Revolvermann Roland meiner Meinung nach gute Darsteller gefunden wurden. Auch Newcomer Tom Taylor zeigt sich als Teenager Jake Chambers als eine solide Wahl. Das Problem des Films ist mehr, dass er keinen roten Faden besitzt. Man wechselt so schnell zwischen Handlungsorten und Charakteren, welche man alle noch nicht kennt, hin und her, so dass man keine Zeit hat, sich zurecht zu finden und zu orientieren. Dies macht die Story sehr schwierig und das schwächt den Film leider sehr ab. Regisseur und Drehbuchautor Nikolaj Arcel versuchte hier zu sehr, viel Geschichte auf unter 100 Minuten zu drücken. Sprich, eine Buchreihe, die mittlerweile acht Teile beinhaltet, kann man nicht in einen Film reinquetschen. Also man kann, aber dann passiert, was mir und vielen anderen Zuschauern geschehen ist, nämlich dass man sich in einer bestehenden Welt vorfindet, die zwar interessant wirkt, aber zu fremd ist. Es fehlen viele Hintergrundinformationen zu Geschehnissen, Charakteren und vielem mehr. So geht die Geschichte leider nicht gross auf die Protagonisten ein, was sie kalt und unnahbar wirken lässt. Wie man es von einem Horror-Science-Fiction Spektakel im heutigen Kino gewohnt ist, ist der Film aber optisch eine Augenweide und die Effekte wirken realistisch und sind gut animiert. ‚Der Dunkle Turm‘ ist einer der wenigen Filmen der letzten Jahre, bei dem ich mir eine Aufteilung und Fortsetzung der Geschichte gewünscht hätte, das wäre der Story deutlich zu gute gekommen und hätte den Zuschauern mehr Zeit gegeben, sich in den verschiedenen Welten zurecht zu finden.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

2017 • Science-Fiction • Action • Abenteuer • Universum Film • Regie: Luc Besson • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Valerian ist die Verfilmung eines gut 50-Jahre alten Comic-Helden für die grosse Kinoleinwand. Die Agenten Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) sind auf einer Mission unterwegs, um die Weltraumstadt Alpha zu retten, in welcher tausende Spezies auf die verschiedensten Arten zusammen leben. Nachdem DeHaan mir in Chronicles ausserordentlich gut gefallen hat, war er mir hier leider nicht authentisch genug, vielleicht brauche ich noch etwas um mich ihn als Action-Helden vorzustellen. Hingegen war ich von Cara Delevingne sehr positiv überrascht, nachdem sie mir in Margos Spuren und Suicide Squad nicht wirklich gefallen hat. Die beiden Hauptdarsteller haben eine spezielle Spannung zwischen ihren Charakteren, welche viele Filmkritiker als negavit bezeichnet haben, aber ich fand es eigentlich recht stimmig. Luc Besson, welcher sich bereits als Regisseur von Léon – Der Profi, Das fünfte Element und Lucy einen grossen Namen gemacht hat, schafft es bei Valerian bildgewaltiges Spektakel auf die Leinwand zu bringen. Die optischen Eindrücke sind atemberaubend und das erschaffene Universum, in welchem sich die Geschichte abspielt, ist liebevoll und besonders detailliert dargestellt. Ich habe das Gefühl, ich müsste sicherlich noch drei Mal ins Kino, um mich auf die Hintergrundaktivitäten zu konzentrieren, um alles einzufangen, was Besson hier zeigen will. Wenn wir aber schon die Geschichte angesprochen haben, die hat mich leider so gar nicht überzeugt. Oder anders gesagt, es geschieht so viel auf einmal, man kommt mit dem verstehen gar nicht nach. Es ist einer der ganz wenigen Filme in den letzten Kinojahren, von denen ich mir sehnlichst einen Mehrteiler gewünscht hätte. Ja, ein Startfilm mit der gesamten Geschichte der Planetenstadt Alpha und dem Grundstein der Agenten Valerian und Laureline, und danach die eigentliche Story dieses Films. Also für einen Zweiteiler hätte es bei weitem gereicht. Die anderen Schauspieler gehen neben DeHaan und Delevingne schon fast unter, so auch die gross angekündigte Rihanna, welche aber sowieso nur eine kleine Nebenrolle innehat.

Trailer:

© Bild & Trailer: Universum Film

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man Homecoming2017 • Science-FictionFantasyActionAbenteuerMarvel StudiosRegie: Jon Watts • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Das schon fast volle Marvel Cinematic Universe (MCU) erhält mit ‚Spider-Man: Homecoming‘ einen Neuzugang. Nachdem in Captain America 3: Civil War der erste Auftritt des Teenagers war, bekommt er nun seine eigene Titelrolle, und wir erfahren mehr zu seinen Hintergründen. Lange hielt sich das „Gerücht“ um eine kleine Rolle von Robert Downey Jr. als Iron Man hartnäckig, jetzt in der Geschichte ergibt sein Auftritt aber einen Sinn, da er für Peter Parker (Tom Holland) eine Art Mentor darstellt. Um der Story des Films überhaupt folgen zu können, ist es definitiv von Vorteil, wenn man im MCU auf dem neusten Stand ist und mindestens Captain America 3, Avengers und Avengers: Age of Ultron gesehen hat. Nun, eigentlich sollte man alle Marvel Filme gesehen haben um alle Anspielungen zu verstehen, aber dies mal nur so am Rande. ‚Spider-Man: Homecoming‘ unterscheidet sich hier von den anderen Verfilmungen mit Tobey Maguire (Spider-Man 2002-2007) und Andrew Garfield (Amazing Spider-Man 2012-2014) vorallem durch die Unterschützung und Anlehnung an die Avengers, aber auch die Zusammenarbeit von Sony mit Marvel. Der gewohnte Marvel-Humor zieht sich auch durch diesen Film hindurch, wobei ich sagen muss, obwohl ich den Humor und die Gags seht mag, es war mir schon fast zu viel. Ja, man kann es mit Sprüchen und Witzen übertreiben. Und zwar bis zu diesem Level, an dem man der Story nicht mehr aktiv folgt und somit vielleicht potenziell wichtige Hinweise übersieht. So geschehen, als ich im Kinosaal sass und eine Wendung in der Geschichte mit komplett getroffen hat, da ich es komplett übersehen hatte. Ansonsten steht ‚Spider-Man: Homecoming‘ den weiteren Marvel Titeln in nichts nach, erst recht nicht wenn es um die optische Umsetzung und die Special Effects geht, die sind auf einem atemberaubend hohen Niveau. Marvel-typisch lohnt es sich, bis nach den Mid Credits (Animierte Credits am Ende des Films) sitzen zu bleiben, da es noch einmal eine kleine Szene zu sehen gibt, die einen weiteren Teil anteasert. Bis zum Schluss der Credits kann man sitzen bleiben wenn man will, man verpasst aber gar nichts, wenn man nach den Mid Credits geht. Richtig gelesen: ‚Spider-Man: Homecoming‘ hat zwar eine After Credit Szene, aber keine die für das MCU wichtig wäre. Eher in die Richtung der End Credit Szene von Deadpool.

Trailer:

© Bild & Trailer: Marvel Studios | Sony Pictures Entertainment Group

The Purge 3: Election Year

The Purge 3: Election Year

The Purge 3 - Election Year2016 • Thriller • Horror • Action • Science-Fiction • Universal Pictures • Regie:  James DeMonaco • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Im Sinne der „neuen Gründerväter“ veranstalten die USA einmal jährlich die Purge – die Säuberung – und legalisieren in diesen zwölf Stunden alle Straftaten, inklusive Mord, um die Verbrechen an den restlichen Tagen im Jahr zu verkleinern. Aber die Bevölkerung ist gespalten. Die einen sehen in der Purge die einzige Möglichkeit, die USA zu erhalten, die anderen appellieren an den gesunden Menschenverstand und die Tatsache, dass mehrheitlich die sozial schwachen Menschen getötet werden. Zu den Gegnern der Purge zählt auch die Senatorin und Präsidentschaftskandidatin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell). Nach einer Regeländerung für die Purge-Nacht ist auch ihr Leben in Gefahr und so muss ihr Sicherheitschef Leo Barnes (Frank Grillo) alles daran setzen, Charlie sicher duch diese Purge zu bringen.

Nachdem 2013 der Originalfilm The Purge – Die Säuberung in die Kinos kam, setzen uns die Macher hier bereits den dritten Teil vor die Nase. Die Grundidee ist die gleiche wie schon zu Beginn, orientiert sich aber mehr m zweiten Teil The Purge 2 – Anarchy, denn man verbringt viel Zeit auf den grossen und weiten Strassen. Wie im Titel schon angedeutet, geht es hier um das Wahljahr, sprich die Amerikaner werden dieses Jahr einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin wählen. Inwiefern die Hersteller hier gewollt oder eben nicht auf das Wahljahr 2016 mit den echten Konkurrenten Donald Trump und Hillary Clinton anspielen, weiss ich leider nicht. Aber das mal aussen vor.

Die Geschichte ist nichts wirklich überzeugendes, vieles ist viel zu vorhersehbar und einige Handlungen sind schon fast langweilig geworden, da sie nun schon zum dritten Mal gezeigt werden. Dennoch schafft es der Film aber auch, einige Szenen wirklich gut zu verpacken und etwas überraschend rüber zu bringen. Dagegen stehen aber dann wieder die schon fast lächerlichen Logikfehler. Ein total in Licherketten getauchtes Auto z.B. sieht wirklich super genial aus, da frage ich mich dann aber, wie wollen die in dem Auto denn überhaupt etwas gesehen haben? Sowie sich die Präsidentschaftskandidatin Roan dazu entschliesst, in ihrem Haus zu bleiben während der Purge, um „Nähe“ zum Volk zu demonstrieren, dann aber ihr Haus in einen Superbunker verwandelt wird.

Wieder mit von der Partie ist Frank Grillo (Zero Dark Thirty | Gangster Squad | Captain America 3: Civil War) als Leo Barns, der seinen Job wieer ziemlich gut und überzeugend macht. Elizabeth Mitchell (Santa Clause 2 | Lost (Serie) | Running Scared) als Charlie Roan hingegen wirkt auf mich sehr unpersönlich, richtig abwesend und überhaupt nicht in ihrer Rolle. Schade, das hat dem Film leider etwas Potenzial gekostet. Die restlichen Schauspieler wie Betty Gabriel  (Beyond Skyline) als Laney Rucker, Mykelti Williamson (Species II | Lucky#Slevin | Final Destination 4) als Joe Dixon oder Joseph Julian Soria (Crank 2 | High School | Max) als Marcos machen ihre Arbeit da schon etwas besser und bringen auch mal ein paar Gefühle auf die Leinwand.

Als Regisseur ist, wie bereits bei den beiden Vorgängern, wieder James DeMonaco im Spiel, was man irgendwie durch den Film durch spürt, wenn man die anderen Teile kennt. Denn es scheint fast so, als würde DeMonaco, welcher auch alle drei Drehbücher geschrieben bzw. mitgeschrieben hat, nichts mehr einfallen. Es wirkt alles schon mal gesehen und das macht einen Film nichts gerade sehr attraktiv. Dennoch muss ich anerkennend sagen, dass, trotz der vielen Negativpunkte, ich mich durchaus unterhalten gefühlt habe (auch wenn ich dafür ein Auge zudrücken musste) und der Film teilweise echt spannend wurde. Dass man einen erfolgreichen Horrorfilm nicht ewig weiterziehen kann, wissen wir aber spätestens seit SAW III bis VII alle. Dass es trotzdem versucht wird, steht leider nur für die Geldgier der grossen Filmunternehmen.

Horror-Thriller mit durchsichtiger Story und zu abwesender Hauptdarstellerin, der der schlechteste Teil der Reihe ist, aber irgendwie trotzdem unterhaltend.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Suicide Squad

Suicide Squad

Suicide Squad2016 • Action • Fantasy • Abenteuer • Science-Fiction • Komödie • Warner Bros. Pictures • Regie: David Ayer • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Amanda Waller (Viola Davis) will, als Geheimprojekt der US Regierung, eine Truppe ganz besonderer Menschen zusammenstellen, um sich gegen geheimnisvolle und unbesiegbare Bedrohungen zu wappnen. Sicher ist dieses Vorhaben nicht, denn bei diesen „besonderen“ Menschen handelt es sich um die schlimmsten und gefährlichsten Verbrecher der Welt, denn diese schmoren in ihren Gefängnissen vor sich hin und haben somit nichts mehr zu verlieren. Zu den Auserwählten gehören, neben Rick Flag (Joel Kinnaman), dem Army-Spezialisten und Leiter der Gruppe, die exzentrische Harley Quinn (Margot Robbie), Deadshot (Will Smith), Captain Boomerang (Jai Courtney), Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje), El Diablo (Jay Hernandez) und June Moone/Enchantress (Cara Delevingne). Als dann genau so eine Situation eintrifft, schickt die Geheimagentin ihre, nicht ganz freiwilligen, Soldaten los, um die Welt zu retten. Doch diese stellen sich schnell mal die Frage, ob sie den Auftrag überhaupt ausführen sollen oder lieber ihren eigenen Hintern retten.

Nachdem DC Comics mit Man of Steel das DC Extended Universe 2013 eingeläutet hat, erlitt das Unternehmen mit Batman V Superman – Dawn of Justice bereits den ersten Rückschlag, nachdem die Kritiken zum Showdown der Superhelden vernichtend ausfielen. Meine Meinung nach ist es DC mit Suicide Squad gelungen, einen lockeren, leichten Weg mit ihren Filmen einzuschlagen. Der oft genannte Vergleich mit Marvels Guardians of the Galaxy ist natürlich nicht weit hergeholt, gibt dem Film aber Rückenwind und Gegenwind zugleich. Einerseits ist es schwierig an die „Art“, wie Marvel ihren Gute Laune-Superhelden-Film zeigt, heranzukommen, andererseits schafft es Suicide Squad, an einem solchen Film zu lernen, was das Publikum heute scheinbar sehen will.

Mit David Ayer wurde ein erfahrener Action-Regisseur ins Boot geholt, der u.A. Filme wie Herz aus Stahl, End of Watch oder Street Kings gedreht hat. Ayer zeichnet sich auch mitverantwortlich für das Drehbuch. Zusammen mit Autor John Ostrander erschuf er hier einen Film, der anders sein will als seine mit verschiedenen Handlungen verknüpften Vorgänger. Um der Geschichte folgen zu können muss man nicht zwingend Man of Steel oder Batman V Superman gesehen haben, denn auf die Story in diesen Filmen wird nicht wirklich gross eingegangen. Es ist erfrischend, wie die Charaktere vorgestellt werden, denn wenn man so viele neue Gesichter auf einmal sieht, wird es für einen Zuschauer schwierig sich alles gleich von Anfang an zu merken. Das ist Ayer sehr gut gelungen. Sobald die Truppe vorgestellt ist, wird der zuschauer aber dann aber auch schnell mitten in riesige Schlägeeien und Schiesserein rein geworfen, die sich praktisch durch den gesamten Film ziehen. Die vereinzelten ruhigen Minuten werden durch kleine Gesten oder Sprüche aufgelockert und somit für den zuschauer sehr attraktiv dargeboten.

Die Geschichte des Films an sich ist aber kein Wunderwerk. Denn wenn man es nüchtern betrachtet, ohne viele Spezieleffekte und interessante neue Charaktere, enttäuscht sie sogar sehr. Die aufgebaute Welt drum herum lässt das aber fast etwas in den Hintergrund rücken. Denn die optischen Effekte sind sehr schön gelungen und passen perfekt in jede Szene. Die Musik von Steven Price (Herz aus Stahl | Gravity) ist stimmungsvoll und fast schon etwas retro. DC dachte sich wohl „was die Guardians können, können wir schon lange“ und hat sich die Lockerheit und Leichtigkeit des Soundtracks etwas abgeschaut.

Die Schauspieler stehen aber über allem. Allen voran zeigt Margot Robbie (The Wolf of Wall Street | Focus | Legend of Tarzan) als verrückte Harley Quinn eine absolute Spitzenleistung. Man sieht ihr an wie sie Spass an ihrem eigenen Charakter hat und füllt eben diesen komplett aus, herrlich zum anschauen. Ebenso überzeugt hat mich Will Smith (I, Robot | Hancock | I Am Legend) als Deadshot, der mich bis zuletzt eigentlich sehr enttäuscht hat und erst mit „Focus“ wieder besser zu sehen war. Mit Viola Davis (Ender’s Game | The Help | How to get away with murder (Serie)), Joel Kinnaman (RoboCop | Darkest Hour), Jai Courtney (Unbroken | Die Bestimmung – Insurgent | Terminator 5: Genisys),  Jay Hernandez (Hostel | Hostel Part II | World Trade Center) und Cara Delevingne (Anna Karenina | Pan | Margos Spuren) wurde Suicide Squat auch in den Nebenrollen super besetzt. Jared Leto (Alexander | Mr. Nobody | Dallas Buyers Club) hatte es als neuer Joker besonders schwer, da er nach dem Tod von Publikumsliebling Heath Ledger eine grosse Rolle übernehmen musste. Dies hat er aber überzeugend gemeistert, meiner Meinung nach.

Alles in allem gab es zwar einige Negativpunkte, dennoch fühlte ich mich durch die knapp 130 Minuten sehr gut unterhalten, denn sie fühlten sich gar nicht so an. DC ist hier ein lustiger Actionfilm gelungen, der die Kritiker spaltet. Aber publicity ist ja wie man weiss gut, ob sie nun schlecht, oder eben gut ist. Schade wurde ein R-Rating durch den Regisseur ausgeschlossen, gerade Deadpool hat erst kürzlich gezeigt, wie einfach gute Unterhaltung dank einem R-Rating sein kann. PS: Ein R-Rating bedeutet in den USA, dass der Film wegen „intensiver Darstellungen von Sexualität, Gewalt oder Drogenkonsum“ nicht für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren freigegeben ist, also in etwa vergleichbar mit unserem FSK 18.

Unterhaltsame Action-Komödie, welche dank ihrer genialen Charaktere und Schauspieler die sehr flache Story wieder etwas gut machen kann.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures | DC

X-Men: Apocalypse

X-Men: Apocalypse

ActionScience-FictionAbenteuerFantasy von 2016 aus dem Hause der 20th Century Fox.

X-Men Apocalypse

Regie: Bryan Singer

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Story & Analyse:

Vor vielen Tausend Jahren herrschte ein übermächtiger Gott über die Erde, von dem man sagte, er sei der aller erste Mutant. Als „Apocalypse“ aus seinem Schlaf aufwacht, in den ihn Verräter seiner Anhänger gebracht hatten, ist er enttäuscht zu sehen, zu was sich die Erde und vor allem die Menschen un Mutanten verändert haben. Er schickt sich an, dies wieder in Ordnung zu bringen und will erneut zum Herrscher der Welt aufsteigen. Dabei ziert er sich nicht sowohl Menschen, als auch zu schwache Mutanten zu opfern. An seiner Seite hat er Magneto (Michael Fassbender), Psylocke (Olivia Munn), Storm (Alexandra Shipp) und Angel (Ben Hardy) als seine vier „Reiter der Apocalypse“, welche er sich aus den stärksten Mutanten zusammengesucht hat. Um die Welt vor ihrem drohenden Untergang zu bewahren, verbünden sich Raven (Jennifer Lawrence) und Prof. X (James McAvoy) zusammen mit ein paar jungen Mutanten zu einer Gruppe, die Apocalypse die Stirn bieten will.

Nachdem Matthew Vaughn mit „X-Men: Erste Entscheidung“ die Einleitung einer Prequel-Trilogie (Prequel=Fortsetzung, die vor der Hauptgeschichte spielt) startete, feierte Bryan Singer, der nach den Originalen „X-Men – Der Film“ und „X-Men 2“ als Regisseur zurückkehrte, mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ den bis dahin erfolgreichste X-Men Film. Jetzt, mit X-Men Apocalypse, will Singer diesen Erfolg natürlich wiederholen und holt sich bekannte Stars dafür an Bord. Mit einer riesigen Werbekampagne, die bereits vor dem eigentlichen Drehbeginn im Frühjahr 2015 begonnen wurde, wurden alle X-Men Fans auf diesen Moment hin vorbereitet. Ich selbst habe, nach einigen Trailern, (leider) grosse Hoffnungen und Erwartungen an diesen Film gehabt.

Zuerst mal, ich bin froh konnten Marvel udn 20th Century Fox diesen Filmtitel nicht auch noch verhunzen. Nach „First Class“, welcher zu „Erste Entscheidung“ wurde, konnte ich noch damit leben. Aber „Days of Future Past“ in „Zukunft ist Vergangenheit“ zu übersetzen klingt schon etwas komisch. Da wars mit „Apocalypse“ doch recht einfach. Die Schauspieler blieben ebenfalls nahezu alle Identisch, wurde aber durch einige wichtige Figuren ergänzt. Dann mal zum Film selbst.

Die Storyline ist grundsätzlich gesehen sehr gut. Man erfährt viele Hintergrund-Informationen und erlebt einige „AHA!“ Momente, in denen Rätsel oder Geheimnisse der bisherigen Filme aufgeklärt werden. Dennoch bliebt mir ein etwas komischer Beigeschmack hängen, und daran schuld sind, wie so oft, die Trailer. Fox hat im Vorfeld einiges an Filmmaterial auf YouTube veröffentlicht, welches den Film danach aussehen lässt, als ob alle zwei Sekunden irgendwas explodiert und wir tatsächlich die Apokalypse erleben. So aufgedreht war ich nicht darauf vorbereitet so viel Geschichte und Handlung zu sehen, dass ich mich dabei ertappte, wie ich teilweise echt etwas gelangweilt war. Im Nachhinein, wenn ich den Film mit weniger Erwartungen und Vorurteilen betrachte, ergibt er deutlich mehr Sinn und alles wirkt stimmiger und passender. Also sehr euch ja nicht zu viele Trailer an!

Die Schauspielertruppe um James McAvoy (Die Chroniken von Narnia, Wanted, X-Men: Erste Entscheidung), der Charles Xavier verkörpert, Michael Fassbender (300, Inglorious Basterds, Prometheus: Dunkle Zeichen), welcher uns wieder Erik Lensherr alias Magneto gibt und Jennifer Lawrence (X-Men: Erste Entscheidung, Die Tribute von Panem, Silver Linings), die ebenfalls erneut in die Rolle der Raven alias Mystique schlüpft, macht Oscar Isaac (Sucker Punch, Ex Machina, Star Wars: Episode VII) als En Sabah Nur (Übersetzt etwa “der Erste [seiner Art]”) aka Apocalypse sein X-Men Debut. Starke Auftritte haben ebenfalls Sophie Turner als Jean Grey, Nicholas Hoult, wie bereits bei den ersten beiden Prequels, als Hank McCoy alias Beast, Rose Byrne, die nach „X-Men: Erste Entscheidung“ als Moira MacTaggert zurückkehrt, Evan Peters, der wie in Zukunft ist Vergangenheit wieder als Peter aka Quicksilver über die Leinwand flitzt und Lucas Till, der als Alex Summers bzw. Havok zu den X-Men zurückkehrt.

Neu im X-Men Universum treten Tye Sheridan als Alex‘ Bruder Scott Summers aka Cyclops auf, Alexandra Shipp gibt sich als Ororo Munroe alias Storm die Ehre, Kodi Smit-McPhee verkörpert Kurt Wagner aka Nightcrawler, Ben Hardy fliegt als Warren Worthington III bzw. Angel durch die Lüfte und Olivia Munn schneidet sich als Betsy Braddock aka Psylocke durch den Film. Der Cast ist sehr ausgeglichen, er wirkt zwar etwas erneuert, gibt aber trotzdem ein gewisses Gefühl an Vertrautheit und so macht der Film gleich wieder mehr Spass. Hugh Jackman kehrt für seine Paraderolle als Wolverine ebenfalls zurück, aber darüber will ich nicht zu viel verraten.

Die Optischen Effekte schwankten von Oscarreif zu einem absoluten Desaster und wieder zurück, was eigentlich nicht wirklich dem Niveau eines so gross beworbenen Filmes entspricht. Der 3D Effekt pendelte sich, nach anfänglichen Geisterbildern, doch noch zu einem angenehmen Erlebnis ein, hatte aber ausser ein paar extra eingefügten 3D Szenen keinen wirklichen Vorteil. Als Komponist verantwortlich zeigte sich John Ottman, welcher u.A. bereits für die Musik von „X-Men 2“, „Gothika“ oder „Fantastic Four (2005)“ zuständig war und auch bei „X-Men: Apocalypse einen guten Job macht. Marvel typisch bewegt sich der Humor von „X-Men: Apocalypse“ auf einem sehr hohen Level, welches trotz einer ernsten Kampfszene den ein oder anderen Lacher hervorbringen kann.

Fazit: Als Abschluss der Prequel-Trilogie kommt Bryan Singer nicht mehr an „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ heran, unterhält mit seinem düsteren Bösewicht Apocalypse und vielen Handlungs-Aufklärungen der vergangenen X-Men-Filme aber doch ziemlich gut.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

Captain America 3: Civil War

Captain America 3: Civil War

ActionAbenteuerScience-FictionThriller von 2016 aus dem Hause der Marvel Studios.

Captain America 3 - Civil War

Regie: Anthony Russo und Joe Russo

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Story & Analyse:

Nachdem sich einige Superhelden wie Thor, Hulk oder Tony Stark alias „Iron Man“ (Robert Downey Jr.) nach den grossen Schäden, die sie angerichtet haben, von den Avengers getrennt haben, ist es nun Steve Rogers alias „Captain America“’s (Chris Evans) Aufgabe, die Welt vor dem Bösen zu schützen. Er führt die neuen Avengers an, welche noch aus Natasha Romanoff alias „Black Widow“ (Scarlett Johansson), Wanda Maximoff alias „Scarlet Witch“ (Elizabeth Olsen), Sam Wilson alias „Falcon“ (Anthony Mackie) und The Vision (Paul Bettany) bestehen. Aber einer ihrer Einsätze geht schief und das bringt das Fass zum überlaufen. Die vereinten Nationen beschliessen, dass alle Einsätze der Avengers erst durch ein Gremium bewilligt werden sollten, bevor Superhelden gleich Selbstjustiz durchführen. Tony Stark unterstützt dieses Abkommen, nachdem seine eigene Kreatur Ultron die Verwüstung in Sokovia angerichtet hat, aber Captain America weiss nur zu gut, wie eine solch mächtige Organisation missbraucht werden kann und ist deshalb entschieden gegen diese Machtverteilung der Avenegers. Die Avengers zerbrechen an diesem Abkommen und es bilden sich zwei Seiten, welche in einem wahren Bürgerkrieg aneinander geraten.

Ich lasse mich gerade zu Beginn wieder kurz über den Titel des Films aus. Aus (mir sehr unerklärlichen Gründen) entscheidet sich der deutsche Sprachraum wiedermal den originalen Titel durch einen neuen, englischen Titel zu ersetzen. Den Sinn dahinter kann man lange suchen, dennoch heisst dieser Film für mich immer noch „Captain America 3: Civil War“ und nicht „The First Avenger: Civil War“, den ersteres geht ja auch deutlich einfacher von den Lippen. Soviel dazu. Dann zurück zum Film. Ich war sehr gespannt darauf, erst recht nachdem bekannt wurde, dass die Brüder Anthony und Joe Russo auch nach Captain America 2: The Return of the First Avenger hier wieder Regie führen würden. Die beiden haben ihren Vertrag übrigens bereits um „The Avengers: Infinity War Part 1 & 2“ verlängert, aber das nur am Rande.

Captain America 3 ist so gesehen eigentlich keine Fortsetzung zu Captain America 2, sondern zu The Avengers 2: Age of Ultron, in dem die Avengers den von Tony Stark geschaffenen Ultron vernichten müssen, damit dieser nicht den gesamten Planeten zerstört. Die Verwicklung der Marvel Filme ist hierbei sehr bemerkenswert, da ein Aussenstehender, der bis jetzt keinen Marvel Film im Kino gesehen hat, der Story wohl nur schwer folgen kann. So ist es empfehlenswert, wenigstens die Story von Avengers 2 noch etwas zu kennen, damit man mithalten kann. Denn in diesem Film werden den Zuschauern die alten und neuen Charaktere praktisch um den Kopf geworfen. Auf der Leinwand geschieht so viel, dass man völlig im Film versinken kann.

Die Geschichte ist interessant ausgelegt und nicht wirklich aus der Luft gegriffen, was ihr Glaubhaftigkeit spendiert und so den Zuschauer nur noch Neugieriger macht, was als nächstes geschehen wird. Nachdem der Versuch von DC, Marvels grösstem Comic-Konkurrenten, zwei grosse Superhelden in Batman v Superman auf der Leinwand gegeneinander antreten zu lassen bei den Kritikern und auch vielen Fans total durchgefallen ist, scheint nun Marvel alles richtig zu machen. Ihre Version eines Civil War, in dem sich zwei Teams aus den Charakteren des Marvel Universums bilden und beide gegeneinander antreten, überzeugt voll und ganz. Trotzdem geht es im Grossen und Ganzen immer noch um Captain America, welcher viele Gewissensfragen beantworten muss, trotz der Hülle und Fülle der anderen Superhelden. Nicht zu kurz kommt auch Marvels bekannter Humor, welcher über den gesamten Film verteilt, egal ob eine normale Konversations-Sszene oder ein actiongeladener Kampf, den Zuschauer immer wieder zum lachen bringt, so die gesamte Stimmung auflockert und den Film authentischer wirken lässt.

Marvel gab sich grosse Mühe beim Cast und so schickten sie (fast) alle ihrer grossen Pferde ins Rennen. Chris Evans (Fantastic Four, Captain America: The First Avenger, Marvel’s The Avengers) schlägt sich als Steve Rogers aka Captain America durch die Menge. Robert Downey Jr. (Chaplin, Sherlock Holmes, Iron Man) verkörpert wieder Tony Stark, bzw. den Superhelden Iron Man. Sebastian Stan (Black Swan, Captain America 2, Once Upon A Time (Serie)) gab sein Comeback als Bucky Barnes alias „Winter Soldier“. Scarlett Johansson (Die Insel, Her, Lucy) gibt sich als Natasha Romanoff alias Black Widow alle Ehre. Elizabeth Olsen (Martha Marcy May Marlene, Godzilla, The Avengers 2) stellt Wanda Maximoff, bekannt als „Scarlet Witch“ dar. Anthony Mackie ( Tödliches Kommando – The Hurt Locker, Ganster Squad) fliegt als Sam Wilson aka Falcon durch die Lüfte. Don Cheadle (Ocean’s Eleven, L.A. Crash, Iron Man 2) kämpft sich als Jim Rhodes‘ „War Machine“ durch. Jeremy Renner (28 Weeks Later, Hänsel & Gretel – Hexenjäger, Mission: Impossible – Phantom Protokoll, Das Bourne Vermächtnis) verschiesst wieder als Clint Barton alias Hawkeye Pfeile. Paul Bettany (The Da Vinci Code – Sakrileg, Tintenherz, Transcendence, Mortdecai) verkörpert Vision, welcher ein Android mit der künstlichen Intelligenz von Iron Mans J.A.R.V.I.S. ausgestattet ist. Ebenfalls zu sehen ist Paul Rudd (Friends (Serie), Vorbilder?!, Ant-Man), welcher als Scott Langs Ant-Man in den Showdown zieht. Alle diese Schauspieler machen ihre Arbeit ausgezeichnet und überzeugen in allen Belangen.

Dieser Abschnitt wurde an sich schon deutlich zu lange, die Aufzählung der Schauspieler ist aber immer noch nicht zu Ende. Denn neu dazu stossen auch Chadwick Boseman (The Kill Hole, Get On Up, Gods of Egypt), der als Prinz T’Challa von Wakanda den „Black Panther“ spielt, oder auch Tom Holland (The Impossible, How I Live Now, Im Herzen der See) als Peter Parker, besser bekannt unter dem Namen „Spider Man“, welche ebenfalls gute Leistungen abliefern. Trotzdem war ich etwas erstaunt über das Alter des neuen Spider Man Darstellers, den mit Jahrgang 96 einen Superhelden zu verkörpern ist schon eine gute Leistung. Etwas enttäuscht war ich von Daniel Brühl (Good Bye Lenin!, Inglorious Basterds), dem ich den bösen Schurken irgendwie nicht richtig abkaufte. Vielleicht sieht er einfach etwas zu nett aus dafür.

Die Effekte sind wie gewohnt auf einem recht hohen Niveau, wie man das von Marvel ja bereits kennt. Die Kampfszenen sind gut gelungen, die Kameraführung war trotz ein paar Schlenkern während den Kämpfen dennoch überzeugend. Der 3D Effekt kommt vor allem bei den Explosionen zum Einsatzund glaubt mir, davon gibt es in diesem Film mehr als genug. Trotz der Tatsache, dass dieser Film zu einem Grossteil in Green Rooms entstanden ist, also die Umgebung nachträglich per Computer eingesetzt wurde, wirkt alles authentisch und echt. Mit seinen fast 150 Minuten ist Captain America 3: Civil War zwar ein recht langer Film geworden, der aber irgendwie wie im Flug zu vergehen scheint. Mit Ausblick auf die zukünftigen Filme des Marvel Cinematic Universe und den neuen Charakteren Black Panther und Spider Man wurde hier grosse Unterhaltung auf die Leinwand gebannt, welche fast an Guardians of the Galaxy herankommt. Ich bin begeistert.

PS: Wer sich einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Filme nicht entgehen lassen will, der sollte nicht nur bis nach dem animierten Abspann, sondern auch bis zum bitteren Ende der Credits sitzen bleiben, denn Marvel-typisch gibt es da noch etwas interessantes zu sehen.

Fazit: Marvel schafft es, den Kampf von Gut gegen Gut spektakulär mit vielen grandiosen Effekten, gutem Humor und einer riesigen Palette an Charakteren zu inszenieren. Ein wahrer Augenschmaus für Fans von Superhelden-Filmen.

Bewertung: 9.5 von 10 Punkten

Trailer:

© Bild und Trailer: Marvel Studios

Die Bestimmung – Allegiant

Die Bestimmung – Allegiant

Science-FictionActionDramaAbenteuer von 2015 aus dem Hause der Lions Gate Entertainment Group.

Die Bestimmung - Allegiant

Story: Das alte Regierungssystem Chicagos mit seiner strengen Aufteilung der Bevölkerung in Fraktionen ist zusammengebrochen, Evelyn (Naomi Watts), die Anführerin der Fraktionslosen, hat die Herrschaft an sich gerissen. Doch mit der Auflösung der Gesellschaftsordnung verschwinden keinesfalls die alten Konflikte. Besonders zwischen denen, die schon immer zu den Fraktionslosen zählten, und den Handlagern des alten Unterdrückungsapparats herrschen Feindseligkeit und Rachegelüste. Manche kämpfen sogar dafür, das alte System wiederherzustellen. Derweil weiß Tris (Shailene Woodley), dass die Zivilisation nicht hinter den Mauern ihrer Heimatstadt endet. Gemeinsam mit ihrem Freund Four (Theo James), ihrem Bruder Caleb (Ansel Elgort), ihren Komplizinnen Christina (Zoe Kravitz) und Tori (Maggie Q) sowie dem unzuverlässigen Peter (Miles Teller) will sie die Grenzanlagen überwinden und aus der Stadt fliehen …

Regie: Robert Schwentke

Analyse: Nach Insurgent führt auch bei Allegiant  wieder Robert Schwentke (R.E.D., Flightplan, R.I.P.D.) Regie und insziniert so den ersten Teil des abschliessenden Buches der „Bestimmung“-Trilogie. Ja, richtig gelesen, nach Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Twilight und Die Tribute von Panem – Mockingjay erleidet Die Bestimmung – Allegiant das selbe tragische Schicksal und wird für mehr Platz für die Story (und für mehr Umsatz an den Kinokassen) in zwei Teile aufgeteilt. Das grosse Finale von „Die Bestimmung“ wird also noch ein Jahr auf sich warten lassen, der Titel soll aber „Die Bestimmung – Ascendant“ heissen.

Die Stimmung in dem Film ist düster, fast durchwegs, auch wenn der eine oder andere Gag die Laune etwas aufhellt. Man merkt schnell, durch das halbieren der Story auf zwei vollständige Filme, dass dem Filmstudio einiges an Zeit blieb um diesen Film fertig zu stellen. Das zeigt sich danach für die Zuschauer in etwas langatmigen Szenen die zum Teil langweilig und eintönig wirken, wodurch die Atmosphäre des Films etwas einbricht. Weiterhin gibt es einige Logikfehler in der Geschichte und der Darstellung, die es mir verunmöglichen, den Film höher zu bewerten. Viele Aktionen sind vorhersehbar und wirken einfallslos, was dem Film an Glaubhaftigkeit verlieren lässt.

Optisch gesehen ist Allegiant grandios. Viele kleine Details, die Animationen und Spezialeffekte wirken authentisch und überzeugend. Die Landschaft ist interessant und wirft den Zuschauern viele Fragen auf über die Vergangenheit der Erde. Allgemein gibt es oft Situationen, in denen Fragen auftauchen, die dann bis zum Ende unbeantwortet bleiben. So kann der Zuschauer nur darauf hoffen, dass in Ascendant dann endlich alle Fragen beantwortet und die Geschichte komplementiert wird.

Erfreulich war die Abwendung der schon fast lächerlich häufigen Darstellung von Shailene Woodleys (The Descendants, Die Bestimmung – Divergent, Das Schicksal ist ein mieser Verräter) Charakter Tris in Insurgent und hin zum grösseren Fokus auf Theo James‘ (Underworld: Awakening, Die Bestimmung – Divergent) Charakter Four, der dem Film etwas mehr stärke verleiht. Zoë Kravitz (Mad Max: Fury Road, X-Men: Erste Entscheidung) als Christina und Ansel Elgort (Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Die Bestimmung – Divergent) als Tris‘ Bruder Caleb treten überzeugender auf als in den Filmen zuvor, Miles Teller’s (The Spectacular Now, Whiplash, Für immer Single?) Charakter Peter hingegen geht einem immer mehr auf die Nerven, das bringt er aber so gesehen gut rüber.

Fazit: Düstere Fortsetzung der „Bestimmung“-Serie mit überzeugenden Spezialeffekten, aber etwas langatmigen Story.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Lions Gate Entertainment Group

Batman v Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice

FantasyAbenteuerActionScience-Fiction von 2016 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

Batman v Superman Dawn of Justice

Story: Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von „Man Of Steel“ Zerstörung auf die Erde: Die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Batman und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren…

Regie: Zack Snyder

Analyse: Lang wurde DC Comics‘ Start der „Justice League“ entgegen gefiebert, nach vielen Trailern und Teasern ist Batman v Superman nun endlich in den Kinos angekommen. Erst ist noch zu erwähnen, dass dieser Film als Fortsetzung zum 2013 erschienenen „Man of Steel“ zu verstehen ist und somit inhaltlich oft darauf aufbaut, auch wenn einige sagen dass der Film auch ohne Man of Steel zu verstehen ist, ist dies doch für viele sehr schwierig gestaltet. Die Geschichte ist unübersichtlich aufgebaut und springt von Handlung zu Handlung hin und her. Selbst für mich, der Man of Steel gesehen hat, war es schwierig den Überblick zu behalten. Denn scheinbar verfügt der Film über keinen roten Faden, ausser dass alle auf die epische Schlacht von Batman gegen Superman warten und warten und warten. Ich hatte lange darauf gebangt,  dass ich total im Film versinke, aber irgendwie hat es mich nicht gepackt. Ich dachte mir immer wieder, wieso ich im Kino sitze, und das darf meiner Meinung nach bei einem solchen Film nicht vorkommen.

Über die Besetzung wurde lange diskutiert und nicht jeder ist glücklich über den neuen Batman, der von Ben Affleck (Gone Girl, Smokin‘ Aces, Armageddon, Pearl Harbor) gespielt wird. Ehrlich gesagt kann ich mich selbst auch nicht damit anfreunden, dass er der neue Batman sein soll, aber ich bin bekanntermassen ja allgemein kein Fan von Affleck. Mir missfällte leider auch die Darstellung von Batman, die noch deutlich düsterer ist in den letzten Filmen, aber  dafür kann ja der Schauspieler reichlich wenig. Ich musste mich auch von einigen Kritiken belehren lassen, dass die Verfilmten Comics eine düsterere Darstellung von Batman sind und das deshalb scheinbar so sein muss. Superman wird, wie bereits in Man of Steel, von Henry Cavill (Krieg der Götter, Der Sternwanderer, Codename U.N.C.L.E.) verkörpert. Aber Cavill scheint in diesem Film irgendwie abweisend zu sein, als ob er ein Problem damit hat, Superman zu spielen. Das schwächt seinen Charakter und schwächelt so auch den unbesiegbaren Superman. Mühsam erscheint mir dann aber, dass sich der Film zu einem grossen Teil darum dreht, dass Superman seine Lois Lane, gespielt von Amy Adams (Nachts im Museum 2, Her, Man of Steel) dauernd retten muss. Klar, darauf baut ein Superheldenfilm nun mal auf, aber so oft in einem Film ist dann doch übertrieben. Überzeugt hingegen hat mich Wonder Woman, die von Gal Gadot (Fast Furious) gespielt wird. Die israelische Schauspielerin zeigt sich als kräftige Superheldin stark, zurückhaltend und mysteriös, da wartet eine grosse Geschichte darauf, erzählt zu werden und so baut sich doch gleich wieder eine Vorfreude auf. Jessie Eisenberg (Now You See Me, The Social Network, Zombieland) spielt Lex Luthor, der von Beginn an ein schlimmer und scheinbar psychisch gestörter Mann ist, und mit jeder Minute, welche Eisenberg diesen Charakter auf der Leinwand spielen durfte, strapazierte er meine Nerven mehr und mehr. Bis ich mir das Ende des Films herbeisehnte.

Das Ende ist dabei auch so eine Sache. Der Film heisst bekanntlich „Batman v Superman“ – der eigentliche Kampf der beiden ist aber innert wenigen Minuten vorüber, nachdem man bereits gefühlte vier Stunden im Kino sitzt. Das Superhelden-Epos, welches „Batman v Superman“ sein will, ist ein deutlich zu hohes Ziel, welches mit 150 Minuten auch noch viel zu langgezogen ist. Optisch hingegen gesehen ist am Film nahezu nichts auszusetzen, die Effekte wirken schön, stimmungsvoll und authentisch. Die Filmmusik, komponiert von Hans Zimmer (Interstellar, The Dark Knight, Pirates of the Caribbean, Gladiator) und Junkie XL (Deadpool, Die Bestimmung – Divergent, Mad Max: Fury Road) ist genau passend für jede Szene. Da hat Hans Zimmer, der Meister der Filmmusik, mit Junkie XL einen jungen und dynamischen Mitkomponisten an der Seite gehabt.

Fazit: Batman v Superman will ein spektakuläres Superhelden-Epos sein, das den sehr hohen Erwartungen leider ganz und gar nicht gerecht wird.

Bewertung: 5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Warner Bros. Pictures

PS: Es ist übrigens sehr schwierig einen Trailer zu finden, der nicht so ziemlich jede Szene aus dem Film zeigt. Deshalb empfehle ich euch, höchstens solche Spots anzusehen, wie ich ihn hier oben eingefügt habe.