Kategorie: Romanze

A Star Is Born

A Star Is Born

2018 • MusikDramaRomanze • Warner Bros. Pictures • Regie: Bradley Cooper • FSK ab 12 Jahren • 136min

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Ally arbeitet als Kellnerin und singt ab und zu in der Bar um die Ecke. Als der Country-Sänger Jackson Maine aber auf der Durchfahrt in genau dieser Bar halt macht und Ally singen hört, kann er einfach nicht von ihr ablassen und so verbringen die beiden den Abend miteinander. Ally schreibt zwar selbst Songs, singt sie aber nicht, da ihr alle sagen sie habe nicht das Aussehen um ein Star zu werden. Das sieht Jackson aber ganz anders, und beschliesst, Ally zu einem seiner Konzerte einzuladen. Als Ally dem zustimmt und die beiden zusammen einen Song auf der Bühne singen, markiert dies den Anfang von Allys Karriere in der Musikbranche. Die beiden gehen gemeinsam auf Tour, zwischen ihnen entwickelt sich eine Romanze und Ally wird von einem Plattenlabel unter Vertrag genommen, welches Sie zu einem Star machen soll. Als Ally gerade dabei ist, in die höchsten Ränge der Musikerinnen und Musikern aufzusteigen, stellt Jacksons Alkohol- und Drogensucht nicht nur ihre Liebe und ihre Beziehung auf die Probe, sondern auch Allys gesamte Karriere.

Bradley Coopers „A Star Is Born“ ist nun nach dem Original von 1932 und den Remakes von 1937, 1954 und 1976 die fünfte Verfilmung der Liebesgeschichte zwischen einem langsam absinkenden und einem aufstrebenden Musik-Talent. Coopers Regiedebüt ist hier ganz klar hervorzuheben, er hat es geschafft eine bereits etliche Male erzählte Geschichte nicht altbacken, sondern modern, frisch und dennoch authentisch zu erzählen. Cooper präsentiert sich hier als ein wahrhaftes Multitalent, weil er nicht nur Regie führt, am Drehbuch mitarbeitete und die Hauptrolle übernimmt, sondern auch noch selbst singt und an vielen Songs eigens mit geschrieben hat. Dass er sich als seine Partnerin ausgerechnet Lady Gaga ausgewählt hat, hat viele bei der Bekanntgabe des Drehbeginns des Films überrascht, ist doch Gaga nicht wirklich als zurückhaltende Musikerin bekannt, welche sie hier jetzt aber darstellen soll. Ich muss sagen, ohne dass ich als Gaga-Fan zu voreingenommen bin, war ich absolut positiv überrascht von Lady Gagas Schauspielkünsten, kannte man sich doch bis jetzt nur aus der Horror-Serie „American Horror Story“, in der sie einen Vampir spielte. Es ist erfrischend sie auch mal ohne Makeup zu sehen und sie einfach als ganz normale Frau anzuerkennen. Die Sängerin, welche selbst Jazz studierte, ist als musikalische Komponente natürlich eine Wucht. Dass Lady Gaga tatsächlich singen kann, wird nach diesem Film wohl niemand mehr bezweifeln und dass sie nicht ganz auf der Höhe mit Cooper, Sam Elliott und den anderen Schauspielern mithalten kann, was z.B. die Mimik betrifft, ist absolut verständlich und meiner Meinung nach nicht nachteilig für den Film, da Gagas Rolle „Ally“ eigentlich auf genau sowas ausgelegt ist. Die Kameraeinstellungen von Matthew Libatique („Mother!“, „Black Swan„) erschaffen eine wunderbare Atmosphäre für den Film, der auch einfach mal nur eine Landschaft, eine Grossaufnahme oder Alkohol- und Drogenmissbrauch auf die Zuschauer wirken lässt. Zugegeben, ein paar Sequenzen ziehen sich dabei in die Länge, was leider etwas schade ist. Alles in allem ist „A Star Is Born“ aber ein wunderbarer Film über Liebe und Ruhm im Showbusiness. Die Zusammenarbeit der beiden Hauptdarsteller ist grossartig und die vorkommenden Songs, welche sowohl Cooper und Gaga zusammen als auch alleine singen, passen absolut stimmig zur Story dazu.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Margos Spuren

Margos Spuren

DramaKomödieRomanze von 2015 aus dem Hause der 20th Century Fox Pictures.

Margos Spuren

Story: Seit seiner Kindheit verbindet Quentin (Nat Wolff) mit dem geheimnisvollen Nachbarsmädchen Margo (Cara Delevingne) ein Geheimnis: Damals fanden sie zusammen die Leiche eines Selbstmörders und noch am gleichen Abend war Margo an Quentins Fenster geschlichen, um ihm die Schlüsse aus ihren Nachforschungen zu präsentieren. Neun Jahre später haben sich die beiden längst auseinander gelebt, doch dann steht Margo erneut, als Ninja verkleidet, vor seinem Fenster. Sie will losziehen, um sich an denjenigen zu rächen, die sie enttäuscht haben. Quentin folgt ihr in das nächtliche Abenteuer, doch am nächsten Tag ist Margo plötzlich verschwunden. Das Mädchen, das schon öfter von Zuhause ausgerissen ist, bleibt dieses Mal unauffindbar und kann auch von der Polizei nicht ausgemacht werden. Aber sie hat Spuren hinterlassen, die nur für Quentin bestimmt zu sein scheinen. Also entschließt er sich, das Rätsel um Margo zu lösen und sie wiederzufinden.

Regie: Jake Schreier

Analyse: Nach dem Erfolg von Das Schicksal ist ein mieser Verräter war es eigentlich klar, das bald weitere Verfilmungen von John Greens Romanen folgen würden. Ich habe das Buch noch nicht gelesen und erwartete eine ähnlich rührende Story wie bei der ersten Verfilmung eines John Green Romans. Ich wurde zwar ein wenig enttäuscht was diese Erwartung anging, aber dennoch ist Margos Spuren in meinen Augen ein sehr gelungener Film. Nervend ist für mich wiedermal der deutsche Titel. Nicht nur vom Film, sondern auch vom Buch. Der Originaltitel ist „Paper Towns“ („Papier Städte“), der sich eigentlich viel besser mit dem Inhalt und der Aussage des Films, sowie auch des Buches, auseinandersetzen würde. Aber da haben sich die deutschen Behörden wiedermal was eigenes einfallen lassen. Sehr schade. Aber zurück zum Film. Die Schauspieler sind grösstenteils eher unbekannt und haben bisher hauptsächlich Nebenrollen übernommen. Nat Wolff sah man aber bereits in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ als Isaac, der beste Freund von Augustus Waters oder in einer Hauptrolle in „Behaving Badly“. Wolff schafft es durch seine ruhige und natürliche Art, den schüchternen Quentin gut und sehr überzeugend darzustellen. Cara Delevingne ist eigentlich Model, hat aber nach und nach auch in der Filmindustrie Fuss gefasst und verleiht dem Film mit ihrer Rolle Margo Roth Spiegelman seinen Namen. Sie wird ausserdem 2015 in Filmen wie „Pan“ oder 2016 „Suicide Squad“ zu sehen sein. Delevingne spielt die Rolle etwas zu unnahbar, was aber der Person von Margo irgendwie gut tut und so will man sie selbst so schnell wie möglich finden. Die restlichen Darsteller Halston Sage als Lacey (Bad Neighbors), Austin Abrams als Ben (Ganster Squad) und Justice Smith als Radar (The Get Down) spielen auf annehmbarem und überzeugendem Niveau. Die Story führt über viele Ecken, ansteckenden Humor und spannenden Wendungen zu einem überraschenden, aber dennoch zufriedenstellenden Ende. Margos Spuren spielt nicht wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter mit den Gefühlen der Zuschauer und will auch nicht auf die Tränendrüse drücken. Nein, der Film will eigenständig sein und den Zuschauer auf einen Abenteuertrip zwischen jugendlichem Leichtsinn, Verantwortungsbewusstsein und der Suche nach der Liebe des Lebens entführen. Jake Schreier schafft es, mit seinem zweiten Film, in dem er als Regisseur agiert, gekonnt die Fragen aufzugreiffen, welche sich viele Jugendliche stellen und hat sie in einen wunderbaren Film verpackt.

Fazit: Abenteuerliche Suche nach der Liebe des Lebens, die bis zum Ende des Films spannend bleibt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox Pictures

Fifty Shades of Grey

Fifty Shades of Grey

ErotikDramaRomanze von 2014 aus dem Hause der Universal Pictures.

Fifty Shades of Grey

Story: Als Literatur-Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) den aufstrebenden Unternehmer Christian Grey (Jamie Dornan) für ihre Universitätszeitung interviewt, begegnet sie einem Mann, mit dessen arroganter und anzüglicher Art sie nicht recht umzugehen vermag. Doch den attraktiven Milliardär umhüllt eine anziehende Aura, der sich die junge Frau schon bald nicht mehr entziehen kann. Anastasia, ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Liebe und Begehren, gibt sich der Faszination hin. Grey kostet es keine Anstrengung, die Studentin in seine Arme zu treiben. Seine einschüchternde Art löst bei Anastasia Angst und körperliche Zuneigung zugleich aus. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Affäre, wobei der junge Mann stets die Oberhand behält. Im Laufe ihrer Liaison begegnet Anastasia den dunklen Geheimnissen des vermögenden Mannes und entdeckt an sich ungeahnte Seiten der Lust, Fesseln und Peitsche eingeschlossen.

Regie: Sam Taylor-Johnson

Analyse: Die Verfilmung des Weltbestseller-Romans von E.L. James war bereits lange im Voraus ein heftiges Streitgespräch fur Filmkritiker aller Welt. Denn auch das Buch wird nicht gerade nur positiv aufgenommen. Vorab muss ich sagen, dass ich keines der Bücher der Fifty Shades-Trilogie gelesen habe, was ich im Nachhinein an den Film etwas bereue. Hier wäre Buch vor Film wohl wieder mal angebracht gewesen. Vielleich lag es auch daran, dass der Roman ein „Frauenphänomen“ war (und ist), und ich mich nicht wirklich damit befassen wollte. Nun aber zum Film selbst. So hochgestachelt man durch Trailer und Bilder zum Film auf einen vor Sex triefenden Streifen vorbereitet wird, so enttäuschend ist doch die Ausführung. Für einen Erotik-Roman, der mit detaillierten Beschreibungen von Sex und Sadomasochismus (SM) Schlagzeilen schrieb, war von alldem im Film viel zu wenig zu sehen. Ich vermute dass die Filmemacher den Film gezielt auf ein FSK-Rating von 16 gedrückt haben, um mehr Zuschauer zu erreichen (und schlussendlich mehr Geld in der Tasche zu haben). Für mich ist das leider absolut enttäuschend. Ich hatte ein Erotik-Drama am Rande zu einem Porno erwartet und bekam ein Softcore Streifen mit Handlung. Wobei die Handlung selbst auch nicht gerade rosig ist. Jegliche Charaktere ausser dem von Christian Grey und Anastasia Steele sind komplett überflüssig und „lenken“ nur von den beiden Hauptrollen und ihren SM-Spielchen ab. So werden Freunde von Ana und die Familie von Christian zum Nebenaspekt, um möglichst viel Handlung zwischen die Sexszenen zu drücken. So kommt es einem jedenfalls vor. Jedoch gelingt es der Regisseurin Sam Taylor-Johnson die Spannung zwischen Ana und Christian bis zum Ende sehr hoch zu halten. Der Zuschauer wandert an den Lippen und den Augen der beiden über jede kleinen, zweideutigen Hinweis mit, und man kann sich ein verschmitztes Lachen oder Kichern irgendwie nicht unterdrücken. Die Schauspieler Dakota Johnson und Jamie Dornan überzeugen beide auf ihre Art, besonders Dakota spielt die unterwürfige Ana gut und lebendig, Jamie wird (zwar zurecht) auf seinen beachtlichen Körper reduziert, kommt aber als dominanter Christian ebenfalls gut in Fahrt. Ein Trumph der Filmemacher ist ohne Zweifel der Soundtrack von Danny Elfman, der absolut passend zu jeder Szene gesetzt wurde. Stars wie Ellie Goulding und Sia geben sich die Ehre und mit einer neuen, langsamen Version von Beyoncés „Crazy in Love“ erreicht die Musik ihren wortwörtlichen Höhepunkt.

Fazit: Ein Porno, der keiner ist, aber eigentlich einer sein sollte entpuppt sich als mittelmässiges Erotik-Drama.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Love, Rosie – Für immer vielleicht

Love, Rosie – Für immer vielleicht

KomödieRomanze von 2014 aus dem Hause Constantin Film.

Love Rosie - Für immer vielleicht

Story: Rosie (Lily Collins) und Alex (Sam Claflin) kennen sich seit Kindheitstagen und sind beste Freunde. Obwohl sich jeder von ihnen zum anderen hingezogen fühlt, wollen sie in der Liebe einfach nicht zusammenfinden. Dennoch haben sie keine Geheimnisse voreinander und tauschen sich über ihre sexuellen Erfahrungen und privaten Schicksale aus. Als Rosie nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger ist, durchkreuzt das allerdings ihre Pläne mit Alex zum Studium von England in die USA zu ziehen. Sie bleibt als Single-Mutter in London zurück, während er in Harvard Medizin studiert. Über die Jahre kommen und gehen andere Männer und Frauen, doch das Band zwischen Alex und Rosie bleibt immer etwas Besonderes und sie lassen den Kontakt nicht abreißen. Als Alex plant, Bethany (Suki Waterhouse) zu heiraten, setzt sich Rosie mit Anhang in einen Flieger über den großen Teich…

Regie: Christian Ditter

Analyse: Love, Rosie – Für immer vielleicht beginnt fulminant mit einer verwirrenden Szene und schickt danach den Zuschauer auf eine spannende Reise durch das Leben von Rosie und Alex. Dass sich die Wege von guten Freunden immer öfters trennen und wieder vereinen können ist allseits bekannt, wie verstrickt aber das Leben sein kann und jede Entscheidung nicht nur die eigene Geschichte, sondern auch die der Menschen um sich herum beeinflusst, zeigt sich hier auf eine ganz spannende Art und Weise. Die Story ist untermahlt mit einer Reihe von wunderschönen und zum Teil bekannten Liedern, die perfekt zu jeder Szene passen und mich das ein und andere Mal zum leisen mitsummen bzw. mitsingen animiert hat. Die Schauspieler, allen voran die Protagonisten Rosie und Alex, gespielt von Lily Collins und Sam Claflin, überzeugen mich sehr und spielen mit einer Ungezwungenheit und Selbstverständlichkeit, dass man ihnen ihr Leben ohne weiteres abkauft. Die Nebenrollen sind ebenfalls prächtig, wenn auch eher unbekannt besetzt, dennoch weiss jeder Schauspieler geschickt seine Rolle auszufüllen und schenkt somit einer leblosen Hülle auf dem Papier einen lebendigen, glaubhaften und charmanten Charakter. Love, Rosie ist nicht wie alle bekannten Romanzen nein, denn dieser Film entführt ganz und gar in die Umwege, die die Liebe machen kann und zaubert mit den richtig platzierten Gags immer und  immer wieder gekonnt dem Zuschauert ein Lachen ins Gesicht.

Fazit: Mitreissende Geschichte mit interessanten Wendungen und überzeugenden Schauspielern.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Constantin Film

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

DramaRomanze von 2014 aus dem Hause 20th Century Fox.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Story: Die 16-jährige Hazel Grace Lancaster (Shailene Woodley) leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs, der in ihre Lunge übergegangen ist und sie dazu zwingt, einen Sauerstofftank zum Atmen mit sich herumzutragen. In einer Therapiegruppe für jugendliche Krebspatienten lernt sie Augustus Waters (Ansel Elgort) kennen, dem in Folge eines Tumors ein Bein amputiert werden musste. Die beiden beginnen Zeit miteinander zu verbringen und verlieben sich schließlich ineinander. Als Hazel wegen einer Lungenentzündung mehrere Tage im Krankenhaus liegt, an denen Augustus nicht von ihrer Seite weicht, schmieden die beiden einen kühnen Plan: Sie wollen nach Amsterdam reisen, um Hazels Lieblingsautor Peter Van Houten (Willem Dafoe) zu treffen. Gemeinsam mit Hazels Mutter (Laura Dern) steigen sie ins Flugzeug und machen sich auf in Richtung Europa…

Regie: Josh Boone

Analyse: Vorab zuerst: Ich habe das Buch (leider) noch nicht gelesen und kann somit keine Vergleiche machen. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich dies natürlich nachholen und in einem Nachtrag ergänzen. Jetzt aber zum Film selbst. Das Schicksal ist ein mieser Verräter, welcher auf dem Roman von John Green basiert, beschäftigt sich mit einem sehr heiklen Thema: dem Tod. Und ganz im besonderen mit Jugendlichen, welche sich mit dem Tod konfrontiert fühlen. Ein krebskrankes Mädchen und ein krebskranker Junge verlieben sich in einander und sehen nicht nur sich gegenseitig, sondern auch dem Tod selbst, direkt in die Augen. Wie geht man als Junger Erwachsener mit dem Gewissen um, das nicht nur man selbst, sondern auch der Geliebte bzw. die Geliebte bald die Erde verlassen muss? Der Film erzählt die Geschichte offen. Ohne Tabu, ohne den Ernst von Krebs zu verstecken und ohne Scham. Josh Boone versteht es, den Zuschauer mitzureissen. Ich habe noch kaum einen Film erlebt, bei dem Freude, Trauer und Hoffnung eine so starke Mischung ergeben wie dieser hier. Während man in der einen Einstellung noch Tränen vor Rührung in den Augen hat, muss man in der nächsten Einstellung wieder loslachen und so ergibt sich ein ganz besonderer Mix aus etlichen Situationen, die den Zuschauer vollumfänglich in die Welt der beiden verliebten Hazel und Augustus zieht. Shailene Woodley und Ansel Elgort, welche die beiden erwähnten Hauptdarsteller verkörpern, schaffen es mit einer solch gekonnter Leichtigkeit ihre Rollen zu spielen, dass beide absolut überzeugend wirken. Auch die anderen Charaktere wie der Autor Peter Van Hauten, welcher von Willem Dafoe verkörpert wird, zeigen eine starke Ausdrucksweise. Schlussendlich zeigt Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf eine spezielle und ganz eigene Weise, dass Krebs nicht unterschätzt werden darf. Nicht als Erkrankter und ganz besonders nicht als Angehöriger.

Nachtrag: Ich habe das Buch jetzt gelesen (oder besser gesagt nahezu verschlungen) und muss sagen, dass Das Schicksal ist ein mieser Verräter eine der besten filmischen Interpretationen eines Buches ist, welche ich bis jetzt gesehen habe. Klar gibt es einige Unstimmigkeiten, wie z.B. der Ort, an dem Gus und Hazel zusammen Essen gehen oder wie Hazel Gus‘ Nachricht erhält, aber dennoch weicht der Film nur wenig von dem Buch und vorallem von der Geschichte ab und dies ist eine wahre Genugtuung für mich. Gratulation an alle, die an diesem Film und damit der Umsetzung des Buches, mitgewirkt haben. Ich bleibe definitiv bei meinen 10 Punkten. Bravo!

Fazit: Tränen vor Trauer und Lachen – Beides findet sich in diesem Film in einem perfekten Verhältnis wieder. Bravo!

Bewertung: 10 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

Die Schadenfreundinnen – The Other Woman

Die Schadenfreundinnen – The Other Woman

RomanzeKomödie von 2014 aus dem Hause 20th Century Fox.

Die Schadenfreundinnen

Story: Die Anwältin Carly (Cameron Diaz) ist außer sich, als sie herausfindet, dass ihr Liebhaber Mark (Nikolaj Coster-Waldau) verheiratet ist. Dessen Ehefrau Kate (Leslie Mann) wiederum ist alles andere als begeistert von seinen außerehelichen Aktivitäten. Die beiden hintergangenen Frauen tun sich zusammen, um es dem Schwerenöter heimzuzahlen. Der ahnt von den Racheplänen nichts und turtelt stattdessen mit Amber (Kate Upton). Auch sie führt er hinters Licht, aber dann klären Carly und Kate sie über Marks wahren Charakter auf und aus dem Racheduo wird ein Trio. Die Frauen wollen ihren Ex-Lover an dessen wundem Punkt treffen: seinen illegalen Finanzgeschäften. Dazu muss jeder Racheengel seine ganz individuellen Talente einsetzen: die gnadenlose Carly, die kreative Kate und die verführerische Amber…

Regie: Nick Cassavetes

Analyse: Drei Frauen erfahren, dass ihr Traummann sie betrügt und schmieden gemeinsam einen gut durchdachten Racheplan um es ihm so richtig heimzuzahlen. Klingt nicht gerade originell, dennoch hat der Film einen gewissen eigenständigen Charme, der den Zuschauer nicht mehr loslässt. Die drei „Freundinnen“ also tun sich zusammen. Dies machen sie ganz ordentlich, die Schauspieler machen ihre Sache gut. Allen voran Cameron Diaz und Leslie Mann zeigen Gesichtsausdrücke und Handlungen wie aus dem realen Leben. Die kurlige und aufgedrehte Art der Ehefrau Kate war hervorragend inszeniert und gut herübergebracht. Andere „Schauspieler“ wie Nicki Minaj als Diaz‘ Sekretärin gehören eher in die Kiste „geht so“, in welcher man mehr auf riesige Brüste und Pobacken setzt als auf schauspielerisches Talent. Abgesehen davon ist der Film gut gelungene Komödie, die mit etlichen Gags und viel Humor die Lachmuskeln der Zuschauer bis ans Ende strapaziert. Es gibt einige Szenen die mir etwas lange vorkamen, dennoch fühlte ich mich während den knapp 110 Minuten nahezu ununterbrochen gut unterhalten. Bis zum Ende hin ist es für den Zuschauer nicht ganz klar wie es ausgehen wird, dafür danke ich dem Regisseur und den Filmstudios. Abzüge gibt es unter anderem für den deutschen Filmtitel, der wiedermal nicht wirklich etwas mit dem Originaltitel zu tun hat. Sehr schade eigentlich.

Fazit: Gute Gags, reale Charaktere und eine nette Geschichte ergeben einen sehr sehenswerten Film.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

Blue Moon – Als Werwolf geboren

Blue Moon – Als Werwolf geboren

FantasyHorrorRomanze von 2012 aus dem Hause Sunfilm Entertainment.

Blue Moon - Als Werwolf geboren

Story: Will (Landon Liboirn) wächst nur bei seinem Vater auf, denn seine Mutter wurde bei einem Angriff vor der Geburt getötet. Will ist ein Aussenseiter aber als er am Abend des High School Abschluss seine Chance erkennt packt er allen Mut zusammen und küsst seinen Langjährigen Schwarm Eliana (Lindsey Marie Shaw). Doch als sich die Schule geleert hat, und nur noch die beiden im Haus sind, gehen die Lichter aus. Die Türen sind geschlossen. Aber sie sind nicht allein. Ein Haariges Monster ist mit ihnen in der Schule. Als sich auch Will in einen Werwolf verwandelt schnürt sich die Situation und der Kampf um das Überleben und seine Liebe zu.

Analyse: OK, ich gebe zu dass ich den Film nur gekauft habe weil mir der Hauptdarsteller gefallen hat. Und die Tatsache, das die Macher von Butterfly Effect involviert sind hat mich in meiner Meinung zum Kauf bestätigt. Nun zum Film selbst: Die Geschichte selbst ist absolut verwirrend, von Anfang bis Ende. Einen echten „roten Faden“ gibt’s nicht wirklich. Dazu noch die Tatsache, dass die Effekte so billig dargestellt werden (Vom Feuer, über die Explosionen bis hin zu den eher zu gross und zu haarig geratenen Gremlins, die sich hier Werwölfe nennen) sollte der Film eher in die Sparte Trash-Teenie-Romanze eingestuft werden.

Fazit: Zum einmalig anschauen geeignet, auf DVD noch OK, als Blu-ray lohnt sich der Film definitiv nicht.

Bewertung: 3 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer: