Kategorie: Musik

A Star Is Born

A Star Is Born

2018 • MusikDramaRomanze • Warner Bros. Pictures • Regie: Bradley Cooper • FSK ab 12 Jahren • 136min

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Ally arbeitet als Kellnerin und singt ab und zu in der Bar um die Ecke. Als der Country-Sänger Jackson Maine aber auf der Durchfahrt in genau dieser Bar halt macht und Ally singen hört, kann er einfach nicht von ihr ablassen und so verbringen die beiden den Abend miteinander. Ally schreibt zwar selbst Songs, singt sie aber nicht, da ihr alle sagen sie habe nicht das Aussehen um ein Star zu werden. Das sieht Jackson aber ganz anders, und beschliesst, Ally zu einem seiner Konzerte einzuladen. Als Ally dem zustimmt und die beiden zusammen einen Song auf der Bühne singen, markiert dies den Anfang von Allys Karriere in der Musikbranche. Die beiden gehen gemeinsam auf Tour, zwischen ihnen entwickelt sich eine Romanze und Ally wird von einem Plattenlabel unter Vertrag genommen, welches Sie zu einem Star machen soll. Als Ally gerade dabei ist, in die höchsten Ränge der Musikerinnen und Musikern aufzusteigen, stellt Jacksons Alkohol- und Drogensucht nicht nur ihre Liebe und ihre Beziehung auf die Probe, sondern auch Allys gesamte Karriere.

Bradley Coopers „A Star Is Born“ ist nun nach dem Original von 1932 und den Remakes von 1937, 1954 und 1976 die fünfte Verfilmung der Liebesgeschichte zwischen einem langsam absinkenden und einem aufstrebenden Musik-Talent. Coopers Regiedebüt ist hier ganz klar hervorzuheben, er hat es geschafft eine bereits etliche Male erzählte Geschichte nicht altbacken, sondern modern, frisch und dennoch authentisch zu erzählen. Cooper präsentiert sich hier als ein wahrhaftes Multitalent, weil er nicht nur Regie führt, am Drehbuch mitarbeitete und die Hauptrolle übernimmt, sondern auch noch selbst singt und an vielen Songs eigens mit geschrieben hat. Dass er sich als seine Partnerin ausgerechnet Lady Gaga ausgewählt hat, hat viele bei der Bekanntgabe des Drehbeginns des Films überrascht, ist doch Gaga nicht wirklich als zurückhaltende Musikerin bekannt, welche sie hier jetzt aber darstellen soll. Ich muss sagen, ohne dass ich als Gaga-Fan zu voreingenommen bin, war ich absolut positiv überrascht von Lady Gagas Schauspielkünsten, kannte man sich doch bis jetzt nur aus der Horror-Serie „American Horror Story“, in der sie einen Vampir spielte. Es ist erfrischend sie auch mal ohne Makeup zu sehen und sie einfach als ganz normale Frau anzuerkennen. Die Sängerin, welche selbst Jazz studierte, ist als musikalische Komponente natürlich eine Wucht. Dass Lady Gaga tatsächlich singen kann, wird nach diesem Film wohl niemand mehr bezweifeln und dass sie nicht ganz auf der Höhe mit Cooper, Sam Elliott und den anderen Schauspielern mithalten kann, was z.B. die Mimik betrifft, ist absolut verständlich und meiner Meinung nach nicht nachteilig für den Film, da Gagas Rolle „Ally“ eigentlich auf genau sowas ausgelegt ist. Die Kameraeinstellungen von Matthew Libatique („Mother!“, „Black Swan„) erschaffen eine wunderbare Atmosphäre für den Film, der auch einfach mal nur eine Landschaft, eine Grossaufnahme oder Alkohol- und Drogenmissbrauch auf die Zuschauer wirken lässt. Zugegeben, ein paar Sequenzen ziehen sich dabei in die Länge, was leider etwas schade ist. Alles in allem ist „A Star Is Born“ aber ein wunderbarer Film über Liebe und Ruhm im Showbusiness. Die Zusammenarbeit der beiden Hauptdarsteller ist grossartig und die vorkommenden Songs, welche sowohl Cooper und Gaga zusammen als auch alleine singen, passen absolut stimmig zur Story dazu.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Greatest Showman

Greatest Showman

2017 • Musik • Biografie • Drama • 20th Century Fox • Regie: Michael Gracey • FSK ab 6 Jahren freigegeben • Bewertung: 5 von 5 Punkten

Ein Film über einen Schausteller und Zirkusdirektor im 19. Jahrhundert? Ich muss ehrlich sein, ich habe tatsächlich sehr wenig von diesem Film erwartet, habe die Trailer nie richtig auf mich wirken lassen. Wir begleiten P.T. Barnum (Hugh Jackman) in diesem Film dabei, wie er zu einem Pionier der Zirkusketten und dem wahrhaft grössten Showman wird. Für alle die sich bis hierhin fragen: Ja, das ist ein Musicalfilm. Sprich: Die Charaktere werden anfangen zu singen. Es gibt Filme, die dies mühsam übertreiben, und dann gibt es Filme wie Greatest Showman, bei denen es einfach so sein muss. Würde nicht gesungen werden, der Film wäre nur halb so gut geworden. Ich kann an Greatest Showman wahrlich kein schlechtes Haar lassen. Der Cast ist wundervoll geworden – Hugh Jackman ist schlichtweg eine Wucht, seine Leidenschaft für diesen Film ist förmlich greifbar. Auch Zac Efron, den wir hier nach High School Musical (endlich?) wieder singen hören, schlüpft in seine Rolle als hätte er nie jemand anderes dargestellt als den Erben Phillip Carlyle. Michelle Williams geht als Charity Barnum zwar etwas unter, dies tut aber der Story zum Glück nicht weh. Zendaya als Anne Wheeler ist mysteriös, unnahbar und dies gibt ihrem Charakter das gewisse Etwas. Und dann gibt es da noch Keala Settle, die als bärtige Lady erst das Publikum etwas verdutzten lässt. Als sie aber beginnt zu singen, hatte ich das gefühlt sie öffnet ihr Herz den Zuschauern. Sie wirkt so zerbrechlich und gleichzeitig so stark, es ist faszinierend wie Settle diesen Balanceakt ausführen kann.

Und dann die Kostüme. Mensch, die Kostümdesignerinnen und Maskenbildner haben atemberaubendes geschaffen. Übertroffen werden diese jedoch ganz klar von der Gruppe von Menschen, welche an diesem Film mitgewirkt hat: Den Songwriterinnen und Komponisten. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film erlebt, der so von der Musik lebt, wie es „The Greatest Showman“ tut. Nahezu jeder Song sprudelt nur so vor Zuversicht und positiver Energie. Es ist beeindruckend, wie ein Soundtrack schon fast jeden einzelnen Zuschauer nach nur wenigen Takten zum mit wippen und mit Lippen-bewegen hinreisst. Der Song „This is me“, welcher Keala Settles bärtige Lady nochmals in den Fokus rückt, ist dabei ganz klar das Aushängeschild des Films, und dies absolut zurecht. Hollywood hat endlich wieder einmal eine originale Story, über die ich euch, wie mir gerade auffällt, gar nicht so viel gesagt habe. Aber nach meiner Kritik hier sollter ihr euch den Film nun ansehen, und dann erfahrt ihr die Geschichte ja sowieso. Also, geht ins Kino, lasst euch beeindrucken und macht euch schon mal bereit, nach dem Film nach dem Soundtrack zu suchen.

Trailer:

© Bild & Trailer: 20th Century Fox

Hail, Caesar!

Hail, Caesar!

KomödieMysteryMusikKrimi von 2016 aus dem Hause der Universal Pictures.

Hail, Caesar!

Story: Hollywood 1951: Capitol Pictures feiert mit Regisseuren wie Laurence Laurentz (Ralph Fiennes) und Schauspielern wie Hobie Doyle (Alden Ehrenreich) einen Erfolg nach dem anderen – bis unter mysteriösen Umständen Baird Whitlock (George Clooney) verschwindet, der gerade noch für ein Prestigeprojekt des Studios vor der Kamera stand, für den Monumentalfilm „Hail, Caesar!“. Helfen soll der gewiefte Eddie Mannix (Josh Brolin), Hollywoods Problemlöser Nummer eins, für den Anliegen wie dieses nichts Ungewöhnliches sind. Jetzt ist es also an Mannix, den größten Star von Capitol Pictures zurückzuholen, ehe die Klatschreporter von der Entführung Wind bekommt, allen voran die Zwillinge Thora und Thessaly Thacker (Tilda Swinton). Whitlocks Entführer nennen sich „Die Zukunft“ und fordern einen großen Batzen Geld für die Freilassung. Mannix macht sich an die Arbeit, aber dabei geht so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen kann…

Regie: Joel und Ethan Coen

Analyse: Ich habe mir nun einige Tage Zeit genommen, um mir über diesen Film eine Meinung zu bilden. Auf ein richtiges Resultat bin ich leider dennoch nicht gekommen. Aber alles zu seiner Zeit. Erstmal zum Film selbst. Wenn ein Film ein grosses Staraufgebot vorweisen kann, steigen natürlich die Erwartungen ungemein, was auch im Falle von „Hail, Caesar!“ nicht anders war. Denn mit George Clooney (From Dusk till Dawn, Ocean’s Eleven, Gravity, A World Beyond), Ralph Fiennes (Harry Potter, Grand Budapest Hotel, James Bond 007 – Spectre), Josh Brolin (Hollow Man, No Country for old Men, Milk, True Grit), Tilda Swinton (Die Chroniken von Narnia, Constantine, Burn after Reading), Scarlett Johansson (Die Insel, Marvel’s The Avengers, Lucy) und Channing Tatum (Step Up, Magic Mike, 21 und 22 Jump Street, Foxcatcher, Jupiter Ascending) sind einige sehr klingende Namen unter dem Cast. Mit Alden Ehrenreich (Beautiful Creatures, Blue Jasmine) steht aber auch ein noch etwas unbekanntes, aber dennoch vielversprechendes Hollywood-Gesicht vor der Kamera. Wieso Jonah Hill (Die Kunst zu gewinnen – Moneyball, Superbad, 21 und 22 Jump Street, The Wolf of Wall Street) sogar auf dem Cover zu sehen ist, ist mir ein absolutes Rätsel, da er eine Rolle von nur ca. zwei Minuten hat.

Nun, die Story war mir nie wirklich klar. Weder, als ich die verschiedenen Trailer gesehen  habe, noch, als ich die Inhaltsangabe gelesen habe. Sogar als ich aufstand, um am Ende aus dem Kinosaal zu laufen, wollte mir nicht klar werden, was die Coen-Brüder mir mit diesem Film eigentlich erzählen wollten. Denn um was geht es denn eigentlich? Geht es um Baird Whitlock (Clooney)? Oder um Eddie Mannix (Brolin)? Oder schlussendlich doch um die gesamte Filmindustrie? Ich wurde daraus, bis und inklusive heute, nicht schlau. Die Geschichte ist aber, wenn auch verwirrend und nicht wirklich logisch aufgebaut, dennoch irgendwie so gestrickt, dass ich mich nie gelangweilt fühlte. Es passierte immer etwas, auch wenn im Nachhinein die Frage offen steht, ob einige Szenen nicht etwas zu überflüssig sind. Aber dass die Coen-Brüder als Regisseure den Nebendarstellern viel Zeit lassen gehört ja etwas mit zu ihrem Markenzeichen. Um nicht zu viele Details zu verraten, gehe ich (wie übrlich) nicht auf einzelne Szenen ein. Aber ich gehe davon aus, dass ihr merken werdet, welche Szenen ich meine.

Nachdem sich der Film mit meinen hohen Erwartungen etwas fallen liess, rappelte er sich wieder auf, in dem er mich nahezu ohne Unterbrechung gut unterhielt. Das ist nicht allein Clooneys oder Brolins Schuld, nein. Von Clooney hatte ich persönlich noch etwas mehr erwartet, als er gezeigt hat. Er wurde meiner Meinung nach sogar von Fiennes, Johansson und Swinton übertroffen. So beweisst Hollywood (und vorallem die Coen Brüder) mal wieder, dass ein grosser Name nicht immer auch gleich eine grosse Leistung bringt. Und dass man auch kleinen Menschen eine Chance in Hollywood geben sollte.

Fazit: Alles in Allem ist „Hail, Caesar!“ zwar sehr unterhaltsam, präsentiert aber eine undurchsichtige und fragenaufwerfende Geschichte und ist leider längst nicht so gut wie erwartet.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Pitch Perfect 2

Pitch Perfect 2

MusikKomödie von 2015 aus dem Hause der Universal Pictures.

Pitch Perfect 2

Story: Fortsetzung des Musical-Hits „Pitch Perfect“, in dem die Sängerinnen der Barden Bellas das Finale der College-Meisterschaft gegen die Treblemakers mit einem furiosen A-Cappella-Auftritt gewonnen haben. Mittlerweile sind Fat Amy (Rebel Wilson) und Beca (Anna Kendrick) in den letzten Zügen ihres Studiums an der Barden Universität und bereiten sich darauf vor, schon bald in der Berufswelt Fuß zu fassen – Beca verbringt außerdem viel Zeit mit ihrem Freund Jesse (Skylar Astin). Und so ist allen in der Gesangsgruppe klar, dass sie bald getrennte Wege gehen müssen. Aber wie soll es da mit der gemeinsamen Freundschaft weitergehen?  Diese Frage stellen sich alle Barden Bellas, unter ihnen auch Chloe (Brittany Snow), Stacie (Alexis Knapp), Emily (Hailee Steinfeld) und Lilly Okanakamura (Hana Mae Lee). Angesichts dieses unangenehmen Themas ist den Mädels Ablenkung sehr recht, wie sie in Form der A-Capella-Weltmeisterschaft in Kopenhagen ansteht. Und als Fat Amy bei der großen Show, die anlässlich des Geburtstags des Präsidenten der USA in Washington, D.C. stattfindet, während des Auftritts ein schwerwiegendes Missgeschick passiert, macht sie sich und ihre Gesangskolleginnen damit zum Gespött der Zuschauer. Jetzt müssen sie ihr Ansehen wieder hinbiegen und das geht nur noch mit dem Weltmeistertitel.

Regie: Elizabeth Banks

Analyse: Die Fortsetzung des Musical-Überraschungshits Pitch Perfect wurde (vor allem von mir) fieberhaft erwartet und musste grossen Erwartungen gerecht werden, aber alles der Reihe nach. Es ist bekannt dass Pitch Perfect mein Lieblingsfilm ist, dennoch versuche ich den Film objektiv zu bewerten. Der Film setzt nicht direkt an das offene Ende des ersten Teiles an, sondern ein paar Jahre in der Zukunft. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und steigert sich kontinuierlich, zusätzlich gibt es viele unerwartete Szenen, die eine mögliche Handlungsvorstellung für den Zuschauer schwierig macht und ihn so immer wieder überrascht. Das Herzstück des Filmes sind die vielen verschiedenen Charaktere, die nahezu alle die gleichen blieben wie beim Erstling bereits. Die Bellas bleiben die selben, nur die Treblemakers wurden fast komplett ersetzt. Da diese Gruppe aber auch fast nur aus Nebendarstellern bestand, ist das eher ein kleiner Minuspunkt. Die deutsche Gruppe „Das Sound Machine“ ist eine Klasse für sich und sorgt für gehörig Konkurrenz für die Bellas. Die beiden Kommentatoren Gail (Elizabeth Banks) und John (John Michael Higgins) besetzen ebenfalls die selben Rollen und Elizabeth Banks hat sogleich auch noch die Regie übernommen, was sie sehr gut gemacht hat. Für alle Freunde des tief schwarzen Humors ist dieser Film wärmstens zu empfehlen, denn die Sprüche und Gags haben sich im Vergleich zum ersten Teil noch deutlich gesteigert. Die Musikauswahl ist ebenfalls sehr gut gelungen, so werden nicht nur neue Lieder aufgenommen, sondern auch altbekannte, welche schon fast zum mitsingen animieren, verwendet und das lässt das Herz eines Musik-Fans doch höher schlagen. Alles in allem eine Fortsetzung die sich echt sehen lässt und mit der neuen Bella Emily (Hailee Steinfeld) wurde eventuell sogar der Grundstein für Pitch Perfect 3 gelegt.

(Zugegeben, bei der Punktebewertung kann ich nicht objektiv bleiben.)

Fazit: Bissige und Lachmuskel-strapazierende Fortsetzung des Musical-Überraschungshits.

Bewertung: 9.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Into the Woods

Into the Woods

FantasyKomödieFamilieAbenteuerMusik von 2014 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Into the Woods

Story: Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Allerdings verhindert ein Fluch der bösen Hexe (Meryl Streep), dass die Frau schwanger werden kann. Die finstere Magierin bietet dem Paar eines Tages jedoch an, den Bann aufzuheben, wenn es ihr innerhalb von drei Tagen bestimmte Gegenstände beschafft. Um ihren Traum vom Familienglück endlich zu verwirklichen, lassen sich die beiden Verzweifelten auf das turbulente Abenteuer ein, in dessen Verlauf sie unter anderem Rotkäppchen (Lilla Crawford) und dem listigen Wolf (Johnny Depp), Rapunzel (Mackenzie Mauzy), Cinderella (Anna Kendrick) und ihrem Prinzen (Chris Pine) sowie dem mit magischen Bohnen ausgestatten Jack (Daniel Huttlestone) begegnen. Nach einigem Hin und Her haben Bäcker und Gattin die gewünschten Dinge tatsächlich scheinbar zusammen, doch die Hexe ist trotzdem nicht zufrieden..

Regie: Rob Marshall

Analyse: Nach all den Trailern hatte ich von „Into the Woods“ ein Disneymässiges Spektakel erwartet. Nun, so richtig enttäuscht wurde ich ja nicht. Dennoch hatte ich vieles anders erwartet. Die Tatsache, dass der Gesang nicht synchronisiert wird macht die Texte zwar „richtig“ und folgedessen auch gut für die Handlung, aber dennoch ist es für den Zuschauer sehr ansträngend jede Einzelheit nachzulesen. Ich selbst kann zwar ganz ordentlich Englisch sprechen, wenn aber etwas geschrieben steht, liesst man irgendwie fast automatisch mit. Und für nicht verständliche Worte ist es dann auch hilfreich. Hier hätte ich mir definitiv eine vollsynchronisierte Version gewünscht. Die Lieder, um mal am Thema anzuknüpfen, sind gut und stimmungsvoll geschrieben. Die Texte sind einfach, die Melodien angenehm und bleiben gut im Kopf. Es war mir aber doch etwas „zu viel“. bei einigen Songs dachte ich nur noch: „Mensch, macht mal! Auf zur nächsten Szene“. Die 125 Minuten waren mir zu viel. Gekürzt um, sagen wir mal, 20 Minuten und mindestens 2 Songs und der Film hätte eine deutlich bessere Wertung erhalten. Er war wirklich sehr in die Länge gezogen. Die Stärke des Films ist aber ohne Zweifel sein Cast. Mit Stars wie Meryl Streep, Johnny Depp, Emily Blunt, James Corden, Chris Pine und Anna Kendrick (Pitch Perfect) ist es für mich eine absolute Traumbesetzung. Die Schauspieler zeigen ihr ganzes Können und verkörpern ihre Rollen sehr gut. Meryl Streep wurde für ihre Interpretation der Hexe sogar für einen Oscar® 2015 als beste Nebendarstellerin nominiert. Die Geschichte ist interessant und verwickelt wie ein Garnknäuel. Eine Geschichte steht auf der anderen und würde man eine entfernen, würde das ganze Gerüst zusammenbrechen. So ist es aber am Anfang für den Zuschauer auch etwas schwierig, mitzukommen und den Überblick zu behalten. Eine gewisse Grundkenntnis der Geschichten (Cinderella, Rotkäppchen, Hans und die Bohnenranke, Rapunzel usw.) ist zwar nicht zwingend notwenig, aber doch sehr hilfreich.

Fazit: Etwas zu langer Disney-Geschichten-Mix mit tollen Schauspielern.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

Quartett

Quartett

DramaMusikKomödie von 2012 aus dem Hause der Ascot Elite Entertainment Group.

Quartett

Story: Cissy (Pauline Collins), Reginald (Tom Courtenay) und Wilfred (Billy Connolly) sind im komfortablen Beecham House für pensionierte Opernsänger untergebracht. In der Seniorenresidenz fehlt es an nichts und Dekadenz wird ganz groß geschrieben. Wilfred und Reginald sind alte Jugendfreunde und zusammen durch Dick und Dünn gegangen. Jedes Jahr am 10. Oktober, dem Geburtstag von Giuseppe Verdi, organisieren die drei ein Konzert, bei dem auch Spenden gesammelt werden. Es ist das Ereignis des Jahres und alle freuen sich darauf. Doch in diesem Jahr kommt Jean (Maggie Smith), die einst mit Reginald verheiratet war, ins Heim und stört das Gleichgewicht. Sie führt sich wie eine Diva auf, will aber nicht singen. Die alten, traurigen Geschichten aus der Vergangenheit drohen die guten Erinnerungen zu verdrängen und den Erfolg der diesjährigen Spendenveranstaltung zu bedrohen.

Analyse: Der Witz in diesem Film ist einfach bezaubern. Keineswegs einfach nur so plump dahin gesagt oder auf eine spezielle Weise in den Text geschrieben, sondern makellos in die gesamte Geschichte integriert. Die Geschichte ist zwar etwas flach, dennoch haben die Schauspieler eine solch starke Ausstrahlung, die dem Film einen unverwechselbaren Charme gibt. Allen voran Maggie Smith zeigt in diesem Film wiedermal ihre herausragende schauspielerische Leistung. Auch wenn sich die Geschichte eigentlich nur um ein paar ältere Menschen dreht, fühlt man sich mit den Charaktern irgendwie verbunden und genau das macht Quartett aus. Das Regie-Debüt von Dustin Hoffman ist meiner Meinung nach absolut gelungen.

Fazit: Brillante Schauspieler in einer Komödie der etwas anderen Art.

Bewertung: 8.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

Die Hexe und der Zauberer – Merlin und Mim

Die Hexe und der Zauberer – Merlin und Mim

AnimationMusikFantasy von 1963 aus dem Hause der Walt Disney Studios.

Die Hexe und der Zauberer - Merlin und Mim

Story: Nach dem Tode des Königs von England ist die Erbfolge unklar. So muss das Schicksal entscheiden. Aus dem Himmel fällt wie durch ein Wunder ein Zauberschwert und bleibt in einem Stein stecken. Wer es vermag, das Schwert herauszuziehen, ist rechtmäßiger Thronfolger. Wer hätte geahnt, dass dieses Schicksal mal in die Hände eines kleinen Waisenjungen (Stimme: Rickie Sorensen) fallen würde, der nur Floh genannt wird. Doch dann entdeckt ihn der mächtige Zauberer Merlin (Karl Swenson). Floh findet Gefallen an den Zaubertricks von Merlin, der ihn in kleine Tiere verwandeln kann. Doch dann trifft er in verwandelter Form auf Madame Mim (Martha Wentworth), eine Hexe, die von sich behauptet, noch mächtiger als Merlin zu sein. Floh gerät in große Gefahr, aber das ist nur ein Stolperstein auf seinem Weg zu dem Mann, der er werden wird: Der mächtige und sagenumwobene künftige König Arthur!

Analyse: Der etwas tollpatschige aber liebenswürdige Zauberer Merlin, die böse Hexe Mim, der kleine unschuldige Arthur und die Eule Archimedes haben bei mir bereits Kultstatus. Disneys Klassiker rund um den Mythos des im Stein steckenden Schwertes und den neuen König Englands ist ein Muss für gross und klein. Die Musik ist super, die Texte sind auch gut und die Zeichnungen sind, verhältnissmässig für das Alter des Films sehr schön. Der Kampf zwischen Merlin und Mim ist immer wieder spannend und absolut gelungen. Egal wie oft ich ihn schaue, ich geniesse ihn immer mehr.

Fazit: Disney-Klassiker der etwas anderen Art.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

Saving Mr. Banks

Saving Mr. Banks

BiografieDramaMusikKomödie von 2013 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Saving Mr. Banks

Story: In den 1940er Jahren verspricht Walt Disney (Tom Hanks) seinen beiden Töchtern, dass er aus ihrem Lieblingsbuch „Mary Poppins“ einen Film machen wird. Allerdings durchkreuzt die Autorin des Romans, P.L. Travers (Emma Thompson), seine Pläne und weigert sich, ihm die Filmrechte zu verkaufen. Erst nach jahrelangen Verhandlungen reist Travers 1961 schließlich von London nach Hollywood, um persönlich mit dem Produzenten über dessen Vorhaben zu sprechen. Doch sie ist weiterhin kaum bereit, Kompromisse bei der Adaption ihres Buchs einzugehen und lehnt Disneys Vorhaben, ein Musical aus „Mary Poppins“ zu machen, strikt ab. Travers‘ Arbeitssitzungen mit dem Drehbuchautoren Don DaGradi (Bradley Whitford) und den Komponisten Richard (Jason Schwartzman) und Robert Sherman (B.J. Novak) sind von gegenseitigem Unverständnis geprägt. Bald zeigt sich, dass ihre Abwehrhaltung längst nicht nur rein künstlerische, sondern auch sehr persönliche Gründe hat, die mit ihren Erinnerungen an ihren Vater Travers Goff (Colin Farrell) zusammenhängen. Walt Disney ist aber nicht bereit, seinen eigenen Traum von „Mary Poppins“ aufzugeben…

Analyse: Ich hatte den Film komplett anders erwartet, aber wurde absolut positiv überrascht. Eines vorweg: Wer denkt, weil es Mary Poppins gesehen hat, kennt die ganze Geschichte und muss diesen Film nicht schauen, der irrt sich gewaltig. Saving Mr. Banks zeigt die faszinierende Geschichte von Walt Disney und seinem Versuch, Mary Poppins von P.L. Travers zu verfilmen und somit das Versprechen an seine Kinder einzulösen. Tom Hanks als Walt Disney ist schon wunderbar. Aber Emma Thompson ist einfach nur eine Wucht. Ihr Mimik, ihre Gestik, ihr Verhalten. Sie verkörpert die zurückgezogene, unsichere und einsame P.L. Travers perfekt. Die Story selbst ist durch den Trailer nicht zu erkennen. Der Film hat seinen eigenen Lauf. Ab und zu werden die bekanntesten Songs wieder ausgepackt und man erfährt, was e für ein Kampf war, bis Mary Poppins schlussendlich so verfilmt werden konnte. Wie sehr sich Misses Travers verschliesst und ihre Geschichte, die Wahrheit hinter Mary Poppins, nicht herausgeben will. Faszinierend.

Fazit: Hommage an Mary Poppins mit brillanten Schauspielern.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

Mary Poppins

Mary Poppins

FantasyMusikKomödie von 1964 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Mary Poppins

Story: London, um 1910. Michael (Matthew Garber) und Jane Banks (Karen Dotrice) werden von ihren Eltern vernachlässigt. Mr. Banks (David Tomlinson) ist ein Bankangestellter, in dessen striktem Tagesablauf die Kinder kaum Platz haben, und Mrs. Banks (Glynis Johns) verwendet ihre Zeit hauptsächlich für ihren Kampf um das Frauenwahlrecht in der Suffragetten-Bewegung. Die Kinder vergraulen ein Kindermädchen nach dem anderen, ehe sich der Wind dreht und buchstäblich Mary Poppins (Julie Andrews) ins Haus geflattert kommt. Sie erobert die Herzen von Jane und Michael im Nu. Gemeinsam mit Bert (Dick van Dyke), einem Freund Marys, erleben die Kinder die erstaunlichsten Abenteuer und natürlich erfüllt die Nanny auch ihre eigentliche Mission: Sie öffnet den Eltern die Augen und bringt das Familienleben der Banks‘ wieder in Ordnung.

Analyse: Wer Mary Poppins noch nie gesehen hat, der soll sich bitte jetzt in die Ecke stellen und schämen. Mary Poppins ist DER Disneyfilm schlechthin. Er definiert den Zauber von Disney. Die Musik, die Bilder, die Kombination von Zeichentrick und realen Schauspielern war in den 60er Jahren ein Meilenstein und beeindruckt noch heute. die Lieder sind Klassiker und Ohrwürmer für mehrere Tage. Wer wünscht sich nicht ein Kindermädchen, welches mit Zauberhand alle möglichen Sachen anstellt und jeden Tag unvergesslich macht? Mary Poppins ist wunderbar Umgesetzt und wurde in 13 Kategorien bei den Oscars 1965 nominiert. Gewonnen hat der Film in 5 Kategorien. Neben der Auszeichnung für Julie Andrews für die beste Hauptrolle gewann der Film auch in den Kategorien beste Spezialeffekte, bester Filmschnitt, bester Filmsong „Chim Chim Cher-ee“ und die beste Filmmusik.

Fazit: Absolutes Meisterwerk. Grandios.

Bewertung: 10 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren

Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren

AnimationMusikAbenteuerFantasy von 2013 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Eiskönigin - Völlig unverfroren

Story: Disneys Die Eiskönigin – Völlig unverfroren erzählt die Geschichte der Königstochter Anna (im Original gesprochen von Kristen Bell), die sich auf die Suche nach ihrer älteren Schwester Elsa (Idina Menzel), der Schneekönigin, begibt. Anna wird auf ihrer abenteuerlichen Reise von dem Bergsteigspezialisten und Naturburschen Kristoff (Jonathan Groff) sowie dem Rentier Sven unterstützt. Gemeinsam wollen sie Elsa finden, die dafür verantwortlich ist, dass das Königreich Arendelle im ewigen Eis gefangen ist. Die drei Abenteurer müssen sich auf ihrer Reise gegen die Elemente behaupten, begegnen dabei seltsamen Trollen und einem drolligen Schneemann namens Olaf, der sich ihnen ebenfalls anschließt. Werden sie Elsa finden und damit auch das Königreich Arendelle retten können, ehe es zu spät ist?

Analyse: Ich hatte grosse Erwartungen an den neuen Disney Film. Ich sass also da, mit Popcorn in der Hand und der Film begann. Nun, richtig gesagt begann zuerst ein Kurzfilm mit Micky Mouse und seinen Freunden. Der War sehr einfallsreich und gut gemacht und brachte einige Lacher mit sich. Danach also der Film. Bereits die Musik, die den Film einleitet war Atemberaubend schön und erinnerte mich ein wenig an ‘Der König der Löwen’ aber nicht im schlechten Sinne, im Gegenteil. Die Musik war schön, sehr schön. Das gilt auch für die Songs im Film. Ja, richtig gehört. Der neue Disneyfilm ist wieder als eine Art Musical aufgebaut. Die Songs sind sehr schön, haben kräftige Melodien und sehr gute Texte. Die Charaktere sind voller Leben, wirken sehr echt und kein bisschen aus der Luft gegriffen. Dabei stechen das Rentier Sven und der Schneemann Olaf (Deutsche Synchronisation von von Hape Kerkeling) ein bisschen heraus. Die Witze sind sehr gut und keineswegs aufgesetzt sondern gliedern sich sehr gut in den Film hinein. Zuletzt zu der Story: Endlich mal wieder etwas neues. Die Story ist gut durchdacht und in keiner Szene wirkt sie in die Länge gezogen, alle Szenen ergeben Sinn und tragen zum Gesamterlebnis bei. Höchst verdient gewann dann auch Die Eiskönigin 2014 den Oscar® für den besten Animationsfilm und den besten Song „Let it Go“.

Fazit: Disney ist wiedermal ein Meisterwerk mit wunderschönen Songs und einer sehr schönen Geschichte gelungen.

Bewertung:  10 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer: