Kategorie: Komödie

Coco – Lebendiger als das Leben!

Coco – Lebendiger als das Leben!

2017 • Animation • Familie • Abenteuer • Komödie • Fantasy •  Walt Disney Pixar Animation Studios • Lee Unkrich und Adrian Molina • FSK ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 5 von 5 Punkten

Miguel ist in einer Familie gross geworden, die Musik nicht nur hasst, sondern abgrundtief verabscheut. Die Titelgebende Coco ist Miguels Urgrossmutter – deren Mutter Imelda hatte der Musik abgeschworen, nachdem ihr Mann sie und Coco verlassen hatte und mit Musik Karriere machen wollte. Aber Miguel kann dies nicht verstehen, er hat Rythmus im Blut und Musik ist seine Leidenschaft. Er muss dies vor seiner gesamten Familie geheim halten, vorallem vor seiner Grossmutter, der die Geschichte ihrer Familie äusserst wichtig ist. Pixar bringt mit „Coco“ die Tradition des mexikanischen Día de Muertos – dem Tag der Toten – auf die grosse Kinoleinwand. Ich muss zugeben, ich war skeptisch beim Anblick der Geschichte, dass ein Kinderfilm sich mit Leben und Tod auseinandersetzen will. Rückblickend kann ich nun sagen, es war wohl eine der besten Ideen der letzten paar Jahre. Als Miguel unbedingt seinen Traum verwirklichen will Musiker zu werden und dabei in die Welt der Toten grät, bauen Regisseure Lee Unkrich (Arlo & Spot | Findet Nemo | Die Monster AG) und Adrian Molina eine Umgebung auf, die absolut atemberaubend ist. Die Toten leben in ihrere eigenen Welt und können einmal im Jahr zum Tag der Toten (31. Oktober bis 02. November) über eine Brücke auf die echte Welt zurückkehren. Voraussetzung dafür ist, dass jemand ein Bild von ihnen auf ihre „Ofrenda“ stellt, einer Art Altar, der mit Blumen, Essen und Gaben für die Toten geschmückt wird. Damit Miguel wieder zurück in die echte Welt kann, braucht er den Segen eines Mitglieds seiner Familie, um diesen zu holen, geht er mit Hector einen Deal ein, dass er Hectors Foto auf seine Ofrenda stellen wird, damit er über die Brücke gehen kann. Dem Animationsteam von Pixar ist eine optisch wundervolle Arbeit gelungen, ich würde fast schon sagen ein kleines Meisterwerk. Ich kann beim besten Willen kein schlechtes Wort über diesen Film verlieren. Der immer wieder kleine aber feine Humor, die Geschichte von A bis Z, ich bin in den knapp 105 Minuten komplett eingetaucht und konnte vollends in dieser kleinen Welt in Mexiko aufgehen. Ein Animationsfilm, der tatsächlich Werte vermittelt, die Gesellschaftskritisch sind. Wie wir mit dem Tod umgehen und wie unsere Vergangenheit und unsere Vorfahren in Vergessenheit geraten. „Coco“ hat mich zu Tränen gerührt und wird ganz klar einen festen Platz unter meinen Lieblingsfilmen finden.

Einzig etwas speziell war der „Kurzfilm“, welcher den Namen eigentlich nicht verdient hat, von „Die Eiskönigin – Olaf taut auf“, den es als Vorschau gibt. Versteht mich nicht falsch, ich mag Die Eiskönigin sehr, und der Film ist auch echt süss, Aber die Musik wirkte etwas aufgedrängt, als ob Pixar unbedingt etwas bringen müsse. Zudem sind die gut 22 Minuten schlichtweg zu lang. Disney hat in den USA bereits Konsequenzen gezogen und streicht den Kurzfilm. Wann und ob dies auch in Europa so sein wird, ist nicht bekannt.

Trailer:

© Bild & Trailer: Walt Disney Pixar Animation Studios

Emoji – Der Film

Emoji – Der Film

2017 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Anthony Leondis • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

Ein Film über Emojis. Ja, ihr lest richtig, ich habe mir „Emoji – Der Film“ angesehen und ich habe selbst Mitleid mit mir. Aber wir fangen mal etwas objektiver an. Hollywood macht sich mittlerweile daran, alles, aber auch alles zu Geld machen zu wollen, heute noch mehr als vor ein paar Jahren. Die nächste grosse Idee: Ein Film, in dem das Emoji Gene (dt. Stimme: Tim Oliver Schultz) sein bestimmtes Aussehen nicht annehmen kann und von der Chefin der Emojis, Smiler (Dt. Stimme: Anja Kling) , verstossen wird und sich seinen Platz in der Welt des Smartphones sucht. Er trifft auf High Five (dt. Stimme: Christoph Maria Herbst), der aus den Favoriten-Emojis rausgeflogen ist und macht sich mit ihm auf die Suche nach Jailbreak (dt. Stimme: Joyce Ilg), um sich umprogrammieren zu lassen, damit er seine Aufgabe als „Meh“-Emoji voll und ganz einnehmen kann. Randnotiz: Ich empfinde das Emoji weniger als „Meh“, als als „Ugh“, weshalb ich die ersten 30 Minuten des Films damit verbracht habe mir zu überlegen, welches Emoji mit „Meh“ eigentlich gemeint werden soll. Es ist leider, egal wie objektiv ich darauf schaue, nicht wirklich eine tolle Story. Gut, die Animationen sind optisch ansprechend gelungen, aber das war es dann auch schon so ziemlich mit dem Lob. Die Geschichte ergibt von Anfang an leider keinen Sinn, und es wird von Minute zu Minute schlimmer. Während den knapp 90 Minuten konnte ich ganze 15 Mal lächeln, 3 Mal sogar kichern. Korrekt, ich habe tatsächlich mitgezählt. Aber wisst ihr, was das traurige ist? Der gesamte Kinosaal, welcher hauptsächlich von Familien mit Kindern gefüllt war, reagierte ziemlich ähnlich wie ich. So wirklich zum Lachen gebracht hat keiner der Gags jemanden, und nach einer gewissen Zeit sassen alle Zuschauer irgendwie abwesend und gelangweilt in ihren Sitzen. Das Problem? Niemand konnte mit den Charakteren und der Story so richtig etwas anfangen, wie sollten sie auch? Es geht hier ja schliesslich um Emojis und die altbackene Geschichte um jemanden, der sich nicht zugehörig fühlt und seinen Platz in der Welt findet.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

2017 • FantasyAbenteuerActionKomödieWalt Disney PicturesRegie: Joachim Rønning und Espen Sandberg • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,75 von 5 Punkten

Jack Sparrow – oh, Entschuldigung – Captain Jack Sparrow kehrt auf die Leinwand zurück und erlebt ein neues Abenteuer. Erstmal kündige ich meine Verwirrung für den Titel an. Obwohl es online Poster zu „Pirates of the Caribbean 5: Salazar’s Revenge“ gibt, ist der Originaltitel „Dead Men Tell No Tales“ also zu Deutsch „Tote erzählen keine Geschichten“ – dies würde mit der Geschichte deutlich mehr Sinn ergeben. Aber sich über Filmnamen aufzuregen hat leider noch nie etwas gebracht. Nun zum Film. Nachdem in den Vorgeschichten u.A. nach dem Ende der Welt, dem Jenseits oder dem Jungbrunnen gesucht wurde, ist das aktuelle Ziel jetzt der Dreizack des Poseidon, der jeden Fluch der Meere brechen können soll. Henry Turner (Brenton Thwaites), Sohn von Will und Elisabeth Turner, spannt mit Carina Smith (Kaya Scodelario) zusammen, um dieses Sagenumwobene Artefakt zu finden. Beide haben ihre eigenen Gründe dafür, aber um das zu schaffen, brauchen sie die Hilfe vom guten alten Jack (Johnny Depp). Die beiden jungen Neuzugänge in dem Pirates-Universum machen ihren Job zwar nicht oscarreif, aber sie verkörpern ihre Rollen glaubwürdig. Barbossa (Geoffrey Rush) kriegt von der Schatzsuche Wind und macht sich daran, das ungewöhnliche Gespann zu finden und seinen Teil einzustreichen. Die Geschichte ist zwar nicht gerade originell, dennoch weiss sie – vor allem für Fans der Reihe – gut zu unterhalten. Es reicht nicht für viele Überraschungen, dazu ist der Gesamtplott der Story zu schnell offengelegt. Die Spezialeffekte sind optisch sehr überzeugend und der ganze Film ist sowohl kostümtechnisch als auch musikalisch wunderbar stimmig inszeniert. Der Humor greift überzeugend bei praktisch allen Gags und vermittelt ein Gefühl von Solider Unterhaltung. Der Titelgebende Widersacher von Captain Jack Sparrow, Captain Salazar (Javier Bardem), vermag es zwar die Geschichte glaubhaft zu vermitteln, mir war er aber zu flach – sprich, es war eine deutlich zu oberflächliche Rolle, die mich leider irgendwie kalt liess, was dann wiederum seine Stärke als Bösewicht etwas dämpfte. Um den Film zu verstehen muss man übrigens die vergangenen Filme zwar nicht erst letztlich gesehen haben, man sollte aber die Filme definitiv noch kennen und im Kopf haben, evt. es schadet sogar nicht wenn man die Handlung vielleicht nochmals kurz überliesst. Es werden einige Andeutungen an die Vorgänger gemacht, welche zu schade sind zum verpassen, falls man die Filme nicht kennen sollte. Kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich, bis ganz zum Ende, also der After Credit Scene, sitzen zu bleiben.

Wer den Trailer ansehen will, sollte sich auf den unten eingebundenen Teaser beschränken, da der Trailer an sich – wieder einmal – deutlich zu viele Details des Films zeigt.

Trailer:

© Bild & Trailer: Walt Disney Pictures | Jerry Bruckheimer Films

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich - Einfach unverbesserlich 32017 • Animation • Komödie • Abenteuer • Familie • Illumination Entertainment • Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Illumination Entertainment verpasst Gru (Oliver Rohrbeck) und seinen Minions einen dritten Teil. Die Vorgeschichte der kleinen gelben Helfer haben wir in Minions  ja bereits gesehen. Nachdem der miesepetrige Ex-Schurke im zweiten Teil auf die gute Seite gewechselt hat, und mit der Agentin Lucy Wilde (Martina Hill) die Welt rettet, steht er nun vor einer ganz anderen Herausforderung. Denn er hat einen Zwillingsbruder Dru (Oliver Rohrbeck), welcher mit Gru die Familientradition des Schurkentums wieder aufleben lassen will. Nun, die Idee ist gut, die Umsetzung der Geschichte lässt aber meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Die Gags zwischen Gru, den Minions und den Schurken funktionieren zwar einwandfrei, aber die Story wechselt so oft und sprunghaft, dass es anstrengend wird, dieser richtig zu folgen. Obwohl sie nicht allzu anspruchsvoll ist. Denn das Ende ist sehr schnell vorhergesehen und somit sind viele Handlungsstränge absehbar. Es gibt aber auch positive Dinge, wie z.B. der neue Superschurke Balthazar Bratt (Joko Winterscheidt), der aus nicht nachvollziehbaren Gründen in den 1980er Jahren feststeckt und den gesamten Film mit einem neuartigen und frischen Flair versieht. Mit Balthazar halten auch (ur-)alte Musikhits bei „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ Einzug, die diversen Szenen einen angenehm nostalgischen Touch geben, die aber vielleicht einige Kinder nicht ganz nachvollziehen können, falls die Musik doch zu alt ist. Im grossen und Ganzen muss man sagen, dass der dritte Teil der Reihe wirklich zu unterhalten weiss – vorausgesetzt, man mag die Minions. Denn auch hier spielen die quirligen kleinen Kerlchen eine grosse Rolle. Viele Szenen mit den Minions sind echt gut (haben bei mir Bauchschmerzen vor Lachen ausgelöst) und heben sich doch ein wenig von den letzten Filmen ab, was der ganzen Geschichte deutlich zu Gute kommt. Es gibt abschliessend zu erwähnen, dass der ganze Kinosaal herzhaft lachen konnte – sowohl Erwachsene, als auch die Kinder. Und genau darum geht es ja bei dieser Art von Filmen.

© Bild & Trailer: Illumination Entertainment | Universal Studios

Findet Dorie

Findet Dorie

Findet Dorie2016 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Disney Pixar Regie: Andrew Stanton und Angus MacLane • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben Bewertung: 4 von 5 Punkten

Paletten-Doktorfisch Dorie (Anke Engelke (eng. Orig.: Ellen DeGeneres)) lebt nun seit einem Jahr zusammen mit Clownfisch Nemo (Vicco Clarén (engl. Orig.: Hayden Rolence)) und dessen Vater Marlin (Christian Tramitz (eng. Orig.: Albert Brooks)). Sie schlaf-schwimmt aber immer häufiger, bis sie sich eines Tages an etwas erinnert, was in ihr eine grosse Wunde wieder aufreisst. Denn sie kann sich plötzlich wieder an ihre Eltern erinnern, nur wieso sie nicht mehr bei ihnen ist und wo sie genau sind, daran hat sie keine Erinnerung mehr. Aber sie hat fortan nur noch ein Ziel: Herauszufinden, wo ihre Eltern sind und diese wieder zu finden. Da ihre Vergesslichkeit aber dabei keine grosse Hilfe ist, verschwindet Dorie plötzlich und so machen sich Marlin und Nemo ein weiteres Mal auf in die grosse Welt des Oceans um einige bekannte Gesichter wiederzutreffen, aber auch um neue Freunde zu gewinnen, die ihnen dabei helfen, Dorie zu finden.

Nach dem riesigen Erfolg von Findet Nemo aus dem Jahr 2003 hüllte sich Pixar lange in Schweigen, ob sie eine Fortsetzung des Meeres-Abenteuers machen wollen oder nicht. Ellen DeGeneres, Sprecherin von Dorie in der Englischen Originalversion, durfte 2013, zehn Jahre nach dem ersten Teil, die Fortsetzung in ihrer „The Ellen DeGeneres Show“ ankündigen, allerdings mussten sich die Fans des Films noch bis 2016 gedulden, bis der Film endlich in die Kinos kam. Und nun ist er da, lange erwartet, viel erhofft und fast vier Monate später als in den USA. Da lief Findet Dorie nämlich schon Anfangs Juni an, in unseren Kinos aber erst Ende September, was ich bis heute immer noch nicht verstehe. Aber genug davon, wenigstens muss ich mich nicht über den Titel beschweren, da blieben die deutschen Verleiher zum Glück direkt an „Finding Dory“ dran.

Zum Film. Findet Dorie startet in den Kinos mit einem kleinen Kurzfilm, wie wir das von Pixar auch gewohnt sind. Hier haben uns die Macher mit „Piper“ einen Animations-Wunderhit präsentiert. Die Animationsart, Farben, Umsetzung, sowie auch die Geschichte war grandios, einfach nur wunderschön zum anschauen. Danach startet der Film selbst. Der Film spielt zwar ein Jahr nach den Geschehnissen aus Findet Nemo, bringt aber gleich zu Beginn eine gute Frage auf: Wieso war damals Dorie, als Marlin seinen Sohn Nemo suchte, alleine unterwegs? Diese Frage und auch die Vergangenheit rund um Dorie werden nach und nach aufgedeckt. Diese Verwicklung der Fortsetzung und des Originalfilms fand ich eine super Idee und benötigt ein grosses Lob an die Macher. Man vesetzt sich gleich wieder in dieses Ozean-Feeling mit allen alten Charakteren, die gleich zu Beginn wieder ihren Auftritt haben und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Die Geschichte verfolgt gleichzeitig Dorie auf ihrem Weg zu ihren Eltern, als auch den von Marlin und Nemo, die sie suchen. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits von Findet Nemo, mich hat es nicht gestört dass Pixar dies beibehalten hat, im Gegenteil, es fühlte sich sogar richtig an. Die neuen Charaktere, vorallem der Oktopus Hank (Roland Hemmo (eng. Orig.: Ed O’Neill)) sprechen die Zuschauer an indem sie nicht nur optisch schön gemacht sind, sondern auch charakterlich hervorragend zu den bereits bestehenden Figuren passen. Einiges an der Story ist zwar vorausschaubar, dennoch schafft es Pixar wieder einmal, einige Drehungen einzuschreiben, die das ganze noch einmal spannender machen und vieles von einer neuen Sichtweise darstellen.

Ich bin Pixar dankbar, dass sie an dem Animationsstil des ersten Teils festgehalten haben und nicht „realistischer“ wurden, das hätte das gesamte Bild des Filmes verfälscht denn so bleibt alles vertraut. Nachdem schon Findet Nemo mit offenen Fragen zum Umgang der Menschen mit der Tierwelt und dem Ökosystem aufwartete, spitzen sich diese Anschuldigungen in Findet Dorie noch mehr zu. Man hört und sieht Verunreinigungen des Meeres und da sich ein grosser Teil des Films an Land abspielt, nicht mehr in den Weiten des Ozeans wie der erste Teil, liegt auch ein gewisser Fokus auf den Menschen an sich. Der Film wurde auch als etwas diskriminierend angesehen. Diese Bezeichnung kann ich zwar irgendwie verstehen, aber nicht befürworten. Denn im Zusammenhang mit dem Film finde ich diese Szenen absolut passend.

Findet Dorie lässt sich nicht als eigenständiger Film ansehen. Man muss praktisch den ersten Film sehen vorher, oder ihn wenigstens noch gut in Erinnerung haben, denn die Regisseure Andrew Stanton , der bereits bei Findet Nemo auf dem Regiestuhl sass und Angus MacLane haben die beiden Filme sehr intelligent und einzigartig verbunden. Ich empfehle euch, falls ihr euch einen Trailer ansehen wollt, nicht mehr als den Teaser, den ich unten eingefügt habe, anzuschauen. Dann habt ihr am Film definitiv noch mehr Spass, vertraut mir!

Findet Dorie ist in allen Punkten eine gelungene Fortsetzung des Kassenschlagers von 2003 mit viel Witz, einer Menge Charme, ernsten Szenen und ganz kleinem Kurzzeitgedächtnis.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar

Sausage Party – Es geht um die Wurst

Sausage Party – Es geht um die Wurst

Sausage Party - Es geht um die Wurst2016 • Animation • KomödieSony Pictures Entertainment Group • Regie: Conrad Vernon und Greg Tiernan • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

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Trailer:

© Bild und Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Bad Moms

Bad Moms

Bad Moms2016 • KomödieTobis Film GmbH • Regie: Scott Moore und Jon Lucas • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

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Trailer:

© Bild und Trailer: Tobis Film GmbH

Now You See Me – Die Unfassbaren 2

Now You See Me – Die Unfassbaren 2

Now You See Me - Die Unfassbaren 22016 • Mystery • Thriller • Action • Krimi • KomödieAscot Elite Entertainment Group • Regie: Jon M. Chu • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Ein Jahr, nachdem das Quartett „Die Vier Reiter“ das FBI ausgetrickst und dem Versicherungs-Schwergewicht Arthur Tressler (Michael Caine) eine Menge Geld gestohlen und unter den jubelnden Zuschauern verteilt hat, wollen die Magier J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Merritt McKinney (Woody Harrelson) und Jack Wilder (Dave Franco), zusammen mit Neuling Lula (Lizzy Caplan), mit einem noch spektakuläreren Trick die fragwürdigen Praktiken eines Technik-Genies aufdecken. Doch der Trick geht nach hinten los und die Reiter befinden sich, zusammen mit FBI-Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo), auf einmal in einem noch grösseren Trick, welcher von niemand geringerem als den Technik-Wunderkind Walter Mabry (Daniel Radcliffe) aufgestellt wurde. Doch was das mit ihrem ersten grossen Coup zu tun hat, wie Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) da seine Finger mit im Spiel hat und wie gefährlich das für ihr eigenes Leben wird, wird erst auf einer rasanten Verfolgungsjagd durch ganz London klar…

Nachdem Now You See Me – Die Unfassbaren 2013 als völliger Überraschungshit das gut vierfache seiner Produktionskosten wieder eingefahren hat, war relativ schnell klar, dass darauf bald eine Fortsetzung folgen würde. Nach Louis Leterrier (Transporter – The Mission | Der Unglaubliche Hulk | Kampf der Titanen) übernimmt aber beim zweiten Teil Jon M. Chu (Step Up 2 The Streets | G.I. Joe – Die Abrechnung | Jem and the Holograms) die Regie. Über den deutschen Namen des Films beschwere ich mich an dieser Stelle jetzt für einmal nicht, obwohl ich es sehr gut auf eine dreistündige Diskussion ausweiten könnte.

Die Besetzung blieb gegenüber dem ersten Teil praktisch gleich, einzig die weibliche Reiterin wurde ausgetauscht, verkörpert wird der neue Charakter „Lula“ durch Lizzy Caplan (Cloverfield | 127 Hours | The Interview). Die Schauspielerin macht ihren Job zwar nicht schlecht, dennoch kann man ihr eine kleine nervende Eigenschaft nicht abreden, aber vielleicht soll Lula auch so rüberkommen, mich jedenfalls hat das leider ein wenig gestört. Ebenfalls neu im Bunde ist Daniel Radcliffe (Harry Potter Heptalogie | Die Frau in Schwarz | Horns), welcher Walter Mabry verkörpert. Das amüsanteste daran ist wohl, dass Radcliffe, welcher in den Harry Potter Filmen den gleichnamigen Zauberschüler verkörperte, hier nicht als Magier, sondern als Gegner der eben solchen da steht. Seine Rolle verkörpert er von Anfang an gut und überzeugend. Das bereits bekannte Trio, bestehend aus Jesse Eisenberg (Zombieland | The Social Network | Batman v Superman), welcher J. Daniel Atlas spielt, Woody Harrelson (No Country for Old Men | Die Tribute von Panem | The Messenger – Die letzte Nachricht), der Merritt McKinney verkörpert und Dave Franco (Scrubs – Die Anfänger (Serie) | 21 Jump Street | Bad Neighbors), der Jack Wilder Leben einhaucht, spielt überzeugend und schafft es, das Publikum zu fesseln. Auch die „Profis“ Mark Ruffalo (Zodiac | Marvel’s The Avengers | Foxcatcher) als Dylan Rhodes, Michael Caine (Miss Undercover | Kingsman – The Secret Service | The Dark Knight Rises) als Arthur Tressler und Morgan Freeman (Bruce Allmächtig | R.E.D. – Älter, härter, besser | Lucy) als Thaddeus Bradley sind wieder mit von der Partie und bringen Standfestigkeit in den doch noch einigermassen jungen Cast rein.

Die Geschichte, welcher erzählt wird, ist schnell aufgenommen und verarbeitet, erwartet also keine zu grosse Story. Dennoch schafft es der Film, mit einigen Ecken und vielen Wendungen den Ablauf spannend zu gestalten, was dem Zuschauer Gelegenheit gibt, sich auf die vielen Tricks zu konzentrieren. Ja, auch in diesem Film wird wieder gezaubert dass sich die Jungfrauen praktisch von selbst zersägen, aber dank der Computertechnik sieht das leider oft sehr künstlich aus. Da hätte ich mir etwas mehr Budget für die gesamte CGI Abteilung gewünscht. Einige Szenen sind zwar überzeugend gelungen, im Grossen und Ganzen aber waren die Bildeffekte leider enttäuschend.

Überzeugter war ich allerdings von der Chemie in dem Film. Man merkt richtig, dass sowohl Schauspieler, als auch die Drehbuch Autoren und der Regisseur eine grosse Freude daran hatten, diesen Film zu drehen, was sich auch etwas in der Komik des Film wiederspiegelt, denn da gibt es einige gut platzierte Gags. Und dass bereits ein dritter Teil angekündigt wurde, lässt mein verzaubertes Herz noch etwas höher schlagen. Um den Film zu verstehen muss der erste Teil zwar nicht unbedingt geschaut werden, da vieles im Vorspann erklärt wird, dennoch würde ich es wärmstens empfehlen, da man so die Charaktere noch etwas besser kennenlernt.

Überzeugender Krimi-Thriller, welcher durch gute Schauspieler sehr gewinnt, aber durch die eher schlechten optischen Effekte leider wieder etwas verliert.

Noch ein letzter Tipp: Falls ihr noch keinen Trailer gesehen habt, schaut euch bitte höchstens den Teaser unten an, denn die restlichen Trailer verraten schon einiges zu viel über den Film.

Trailer:

© Bild & Trailer: Ascot Elite Entertainment Group

Suicide Squad

Suicide Squad

Suicide Squad2016 • Action • Fantasy • Abenteuer • Science-Fiction • Komödie • Warner Bros. Pictures • Regie: David Ayer • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Amanda Waller (Viola Davis) will, als Geheimprojekt der US Regierung, eine Truppe ganz besonderer Menschen zusammenstellen, um sich gegen geheimnisvolle und unbesiegbare Bedrohungen zu wappnen. Sicher ist dieses Vorhaben nicht, denn bei diesen „besonderen“ Menschen handelt es sich um die schlimmsten und gefährlichsten Verbrecher der Welt, denn diese schmoren in ihren Gefängnissen vor sich hin und haben somit nichts mehr zu verlieren. Zu den Auserwählten gehören, neben Rick Flag (Joel Kinnaman), dem Army-Spezialisten und Leiter der Gruppe, die exzentrische Harley Quinn (Margot Robbie), Deadshot (Will Smith), Captain Boomerang (Jai Courtney), Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje), El Diablo (Jay Hernandez) und June Moone/Enchantress (Cara Delevingne). Als dann genau so eine Situation eintrifft, schickt die Geheimagentin ihre, nicht ganz freiwilligen, Soldaten los, um die Welt zu retten. Doch diese stellen sich schnell mal die Frage, ob sie den Auftrag überhaupt ausführen sollen oder lieber ihren eigenen Hintern retten.

Nachdem DC Comics mit Man of Steel das DC Extended Universe 2013 eingeläutet hat, erlitt das Unternehmen mit Batman V Superman – Dawn of Justice bereits den ersten Rückschlag, nachdem die Kritiken zum Showdown der Superhelden vernichtend ausfielen. Meine Meinung nach ist es DC mit Suicide Squad gelungen, einen lockeren, leichten Weg mit ihren Filmen einzuschlagen. Der oft genannte Vergleich mit Marvels Guardians of the Galaxy ist natürlich nicht weit hergeholt, gibt dem Film aber Rückenwind und Gegenwind zugleich. Einerseits ist es schwierig an die „Art“, wie Marvel ihren Gute Laune-Superhelden-Film zeigt, heranzukommen, andererseits schafft es Suicide Squad, an einem solchen Film zu lernen, was das Publikum heute scheinbar sehen will.

Mit David Ayer wurde ein erfahrener Action-Regisseur ins Boot geholt, der u.A. Filme wie Herz aus Stahl, End of Watch oder Street Kings gedreht hat. Ayer zeichnet sich auch mitverantwortlich für das Drehbuch. Zusammen mit Autor John Ostrander erschuf er hier einen Film, der anders sein will als seine mit verschiedenen Handlungen verknüpften Vorgänger. Um der Geschichte folgen zu können muss man nicht zwingend Man of Steel oder Batman V Superman gesehen haben, denn auf die Story in diesen Filmen wird nicht wirklich gross eingegangen. Es ist erfrischend, wie die Charaktere vorgestellt werden, denn wenn man so viele neue Gesichter auf einmal sieht, wird es für einen Zuschauer schwierig sich alles gleich von Anfang an zu merken. Das ist Ayer sehr gut gelungen. Sobald die Truppe vorgestellt ist, wird der zuschauer aber dann aber auch schnell mitten in riesige Schlägeeien und Schiesserein rein geworfen, die sich praktisch durch den gesamten Film ziehen. Die vereinzelten ruhigen Minuten werden durch kleine Gesten oder Sprüche aufgelockert und somit für den zuschauer sehr attraktiv dargeboten.

Die Geschichte des Films an sich ist aber kein Wunderwerk. Denn wenn man es nüchtern betrachtet, ohne viele Spezieleffekte und interessante neue Charaktere, enttäuscht sie sogar sehr. Die aufgebaute Welt drum herum lässt das aber fast etwas in den Hintergrund rücken. Denn die optischen Effekte sind sehr schön gelungen und passen perfekt in jede Szene. Die Musik von Steven Price (Herz aus Stahl | Gravity) ist stimmungsvoll und fast schon etwas retro. DC dachte sich wohl „was die Guardians können, können wir schon lange“ und hat sich die Lockerheit und Leichtigkeit des Soundtracks etwas abgeschaut.

Die Schauspieler stehen aber über allem. Allen voran zeigt Margot Robbie (The Wolf of Wall Street | Focus | Legend of Tarzan) als verrückte Harley Quinn eine absolute Spitzenleistung. Man sieht ihr an wie sie Spass an ihrem eigenen Charakter hat und füllt eben diesen komplett aus, herrlich zum anschauen. Ebenso überzeugt hat mich Will Smith (I, Robot | Hancock | I Am Legend) als Deadshot, der mich bis zuletzt eigentlich sehr enttäuscht hat und erst mit „Focus“ wieder besser zu sehen war. Mit Viola Davis (Ender’s Game | The Help | How to get away with murder (Serie)), Joel Kinnaman (RoboCop | Darkest Hour), Jai Courtney (Unbroken | Die Bestimmung – Insurgent | Terminator 5: Genisys),  Jay Hernandez (Hostel | Hostel Part II | World Trade Center) und Cara Delevingne (Anna Karenina | Pan | Margos Spuren) wurde Suicide Squat auch in den Nebenrollen super besetzt. Jared Leto (Alexander | Mr. Nobody | Dallas Buyers Club) hatte es als neuer Joker besonders schwer, da er nach dem Tod von Publikumsliebling Heath Ledger eine grosse Rolle übernehmen musste. Dies hat er aber überzeugend gemeistert, meiner Meinung nach.

Alles in allem gab es zwar einige Negativpunkte, dennoch fühlte ich mich durch die knapp 130 Minuten sehr gut unterhalten, denn sie fühlten sich gar nicht so an. DC ist hier ein lustiger Actionfilm gelungen, der die Kritiker spaltet. Aber publicity ist ja wie man weiss gut, ob sie nun schlecht, oder eben gut ist. Schade wurde ein R-Rating durch den Regisseur ausgeschlossen, gerade Deadpool hat erst kürzlich gezeigt, wie einfach gute Unterhaltung dank einem R-Rating sein kann. PS: Ein R-Rating bedeutet in den USA, dass der Film wegen „intensiver Darstellungen von Sexualität, Gewalt oder Drogenkonsum“ nicht für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren freigegeben ist, also in etwa vergleichbar mit unserem FSK 18.

Unterhaltsame Action-Komödie, welche dank ihrer genialen Charaktere und Schauspieler die sehr flache Story wieder etwas gut machen kann.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures | DC

Ice Age 5: Kollision voraus!

Ice Age 5: Kollision voraus!

2016 • Animation • Familie • Abenteuer • Komödie • 20th Century Fox • Regie: Mike Thurmeier und Galen T. Chu • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Das Urhörnchen Scrat (Originalstimme: Chris Wedge) ist immer noch mit seiner heiss geliebten Nuss beschäftigt. Doch das tollpatschige Tierchen setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die sogar die ganze Welt bedrohen. Denn plötzlich stösst er zufällig auf ein UFO, das im Eis eingefroren war, bringt es zum Starten und schießt sich damit ins Weltall. Dort sorgt er dafür, dass immer mehr kleine Meteoriten auf die Erde stürzen und ein riesiger droht sogar, den gesamten Planeten zu vernichten. Mammut Manny (Thomas Nero Wolff), Faultier Sid (Otto Waalkes) und Säbelzahntiger Diego (Thomas Fritsch) versuchen zusammen eine Möglichkeit zu finden, den Untergang der Welt von abzuwenden. Bei diesem turbulenten Abenteuer helfen Ihnen einige bekannte, aber auch neue Freunde. Sie suchen die Absturzstelle eines Meteoriten, der vor langer Zeit schon auf der Erde aufprallte, und machen da eine erstaunliche Entdeckung.

Die Urfreunde aus Ice Age sind nun schon in ihrem fünften Abenteuer unterwegs, machen aber grundsätzlich immer noch dasselbe: Sich selbst und die Erde vor ihrem drohenden Untergang retten. Dass Konzept funktioniert seit dem ersten Film und vermag immer noch Millionen von Zuschauern zu unterhalten. Mit einigen bekannten Figuren aus vorhergehenden Filmen und einigen neuen Charakteren, wurde Ice Age 5 ein bisschen aufgewertet, schafft es aber nicht ganz aus dem „das kommt mir bekannt vor“-Gedanken raus.

Die Animationen sind auf einem Niveau, wie wir es bereits seit Jahren von den Blue Sky Studios (Ice Age | Rio 2) gewohnt sind. Der Humor ist speziell und hat sich seit dem ersten Film nicht wirklich verändert. Für den Film von grossem Vorteil ist, dass auch die einfachsten Gags und gängigsten Situationskomik-Momente nach wie vor noch funktionieren. So kann ich mich z.B. immer noch gefühlt stundenlang über das schon ziemlich dämliche Urhörnchen Scrat amüsieren, welches verzweifelt seine Nuss als Vorrat irgendwo verstecken will.

Gesprochen werden die Charaktere im englischen Original u.A. von John Leguizamo (Sid), Denis Leary (Diego), Queen Latifah (Ellie) und Ray Romano (Manny). In der deutschen Fassung synchronisieren u.A. Otto Walkes (Otto’s Eleven | Ice Age | 7 Zwerge) das Faultier Sid, Thomas Fritsch (Findet Nemo | Kung Fu Panda | Der Wixxer) den Säbelzahntiger Diego, Daniela Hoffmann (Polizeiruf 110 | Ice Age | Vaterherz) die Mammutdame Ellie und Thomas Nero Wolff ersetzt nach dem Tod von Arne Elsholtz dessen Stimme von Mammut Manni, was aber zum Glück nicht allzu sehr auffällt.

Unterhaltsames Animationskino, welches nicht nur für die kleinen, sondern auch grossen Freunde von einfachen Komödien überzeugt.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox