Kategorie: Familie

Arlo & Spot

Arlo & Spot

AnimationFamilieAbenteuerKomödie von 2015 aus dem Hause der Disney Pixar Animation Studios.

Arlo und Spot

Story: In einer Welt, die nie von einem Meteor getroffen wurde, sind die Dinosaurier nicht ausgestorben, sondern leben weiter auf der Erde. Zu ihnen gehört auch der gutmütige Apatosaurus Arlo (Stimme im Original: Raymond Ochoa / deutsche Fassung: Cosmo Claren), der zwar stets versucht, seine Familie tatkräftig zu unterstützen, sich jedoch vor allem und jedem fürchtet. Als er eines Tages aber in einen reißenden Fluss fällt und erst weit entfernt von seinem Zuhause wieder an Land gespült wird, muss er sich in einer ihm fremden Umgebung seinen Ängsten stellen. Dabei ist er allerdings nicht allein, hat er kurz zuvor doch Bekanntschaft mit dem wilden Menschenjungen Spot gemacht, der ganz im Gegensatz zu Arlo vor keiner Gefahr zurückschreckt. Auch wenn der junge Dinosaurier anfangs nicht viel mit dem knurrenden Energiebündel anfangen kann, entwickelt sich zwischen den beiden schnell eine ungewöhnliche Freundschaft, die ihnen hilft, das turbulente Abenteuer zu bestehen, das vor ihnen liegt.

Regie: Peter Sohn

Analyse: Arlo & Spot (Oder wie er im Original auf englisch heisst „The Good Dinosaur“) führt den Zuschauer in eine Welt voller Abenteuer. Was gleich als erstes auffällt, ist die wunderschöne Landschaftsanimation. Pixar spielt hier sein gesamtes können aus, und entführt in eine wundervolle, realistische Welt. Der Gegensatz zu den Charakteren und Tieren ist dann, für mich, doch zu drastisch. Da hätten sie lieber auf dem realistischen Weg bleiben sollen und nicht zu einer kindlichen Animation wechseln. Die Geschichte ist, für mich, nicht so überzeugend. Die Grundidee ist lange klar, und so erübrigt sich der restliche Film eigentlich sehr schnell. Auch wenn einige Szenen gut gelungen sind, im grossen und ganzen konnte mich die Story nicht so richtig mitreissen. Der Film ist dennoch unterhaltsam, keine Frage. Für einen Kinderfilm finde ich ihn aber doch sehr gewagt, denn er ist an einigen Stellen sehr brutal und traurig. Das Highlight des Kinobesuchs war aber ohne Frage der Kurzfilm „Sanjay’s Super Team „, welcher vor Arlo & Spot gezeigt wurde. Der siebenminütige Film wärmte mein Herz und das der anderen Zuschauer unglaublich auf. Für Peter Sohn, welcher Bob Peterson (Oben) ersetzt hatte, ist Arlo & Spot der erste Abendfüllende Spielfilm als Regisseur. Bekannt ist er bis jetzt nur für den Kurzfilm „Teilweise wolkig“.

Fazit: Eine süsse Animationskomödie mit einer etwas eintönigen Story.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar Animation Studios

Alles steht Kopf

Alles steht Kopf

AnimationAbenteuerKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Disney Pixar Animation Studios.Alles steht Kopf

Story: Die Gefühle im Kontrollzentrum der elfjährigen Riley (Vivien Gilbert) haben mächtig zu tun: Freude (Nana Spier) versucht, immer eine positive Sicht zu behalten, doch Angst (Olaf Schubert), Wut (Hans-Joachim Heist), Ekel (Tanya Kahana) und Traurigkeit (Philine Peters-Arnolds) bekommen immer mehr die Überhand von Riley. Die Gefühle sind sich uneins darüber, wie sie das Mädchen am besten durch den Alltag navigieren. Als sich Freude und Traurigkeit dann auch noch verlaufen, müssen sie schnell ins Kontrollzentrum zurückfinden, sonst könnte Riley eine große Dummheit begehen. Bald treffen die beiden verirrten Gefühle Rileys imaginären Freund Bing Bong (Michael Pan) und der hat noch eine Ladung guter Laune im Gepäck. Aber der Weg durch Träume und Gedanken zurück in die Zentrale ist lang und voller Hindernisse…

Regie: Pete Docter und Ronaldo Del Carmen

Analyse: Ein neuer Animationsfilm mit einer spannenden Idee: Was geht in Alltagssituationen wohl im Kopf von anderen Menschen vor? Das klingt spannend und so freute ich mich schon lange auf den Film, der bereits im Sommer in den USA anlief, aber es erst jetzt im Herbst auch nach Europa geschafft hat. Erstmal darf ich mich wieder etwas über den Titel vergraulen. Das englische Original nennt sich nämlich „Inside Out“, was grob übersetzt „innen heraus“, also von innen nach aussen steht, bringt das gesamte Konzept des Film deutlich besser zum Ausdruck als „Alles steht Kopf“. Klar, eine gute Übersetzung von „Inside Out“ ist schwierig, dennoch hätte man sicherlich etwas schöneres finden können. Nun, genug darüber und jetzt zum Film selbst. Disney gibt in seinem Trailer (unten) nur sehr wenig von der Story preis, was sehr lobenswert und selten ist heutzutage. Denn gerade bei Alles steht Kopf ist das ein sehr grosses Thema. Setzt euch einfach ins Kino und lasst euch von der Story überraschen! Die Idee ist sowohl gut als auch schlichtweg genial. Die Umsetzung mit diesen kleinen Menschen, die im Kopf ein paar Knöpfchen drücken, um Handlungen und Gefühlt auszulösen, auf so etwas muss man auch erstmal kommen. Die Story (Ich lasse die Inhalte jetzt mal bewusst weg) ist gut gelungen, mit sehr vielen witzigen Elementen, aber auch traurigen. Man könnte den Film in drei Hauptabschnitte aufteilen. Der erste Teil scheint angemessen kurz, der mittlere Teil ist deutlich grösser, was angesichts des Inhalts auch gut ist, dennoch scheint er mir fast etwas zu vollgepackt, wenn man sieht dass das Ende dann relativ kurz geraten ist. Hätte Disney die knapp 95 Minuten ein bisschen vergrössert und den Film auf, sagen wir über 100 Minuten gebracht, wäre das perfekt gewesen. Das zieht der Bewertung einen halben Punkt ab. Die Animationen sind, wie wir und das von Pixar gewohnt sind, sehr schön und angenehm zum anschauen. Viele kleine Details werden wunderbar dargestellt und so zeichnet sich am Schluss ein riesiges Bild, wie sich Disney den Kopf eines Menschen vorstellt. Auf dem Regiestuhl nahmen gleich zwei Personen platz: Pete Docter hat uns bereits „Die Monster AG“ und „Oben“ auf die Kinoleinwand gezaubert. Ronaldo Del Carmen, er ist noch eher unbekannt, hat bisher nur bei Pixars Kurzfilmen einiges beigetragen. Wenn wir gleich beim Stichwort sind: Verpasst unbedingt nicht den kleinen Kurzfilm, der vor Alles steht Kopf noch gezeigt wird! „Lava“ wird euch mit seinem Song und seiner süssen Geschichte aufheitern.

Fazit: Alles steht Kopf ist innovativ, witzig und ein von Anfang bis Ende überzeugender und toller Film. Ein Kino-Highlight 2015!

Bewertung: 9.5  von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar Animation Studios

Minions

Minions

AnimationKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Universal Pictures.

Minions

Story: Die Minions gibt es schon seit Anbeginn der Zeit und die kleinen, gelben Helferlein sehen den einzigen Zweck ihrer Existenz darin, einem Bösewicht zu dienen. Doch immer wieder sterben ihnen die Meister, darunter auch Graf Dracula und Napoleon, vor der Nase weg – und die tollpatschigen Minions tragen meistens eine gewisse Mitschuld. Doch ohne Aufgabe sind die Kleinen todunglücklich und als ihnen die Bösewichte ausgehen, ziehen sie sich in die Eiswüste zurück und verharren dort viele, viele Jahre in Depression – bis schließlich in den 60er Jahren, also 42 Jahre vor der Begegnung mit Gru, der mutigste Minion und zwei Gefährten den Entschluss fassen, einen neuen Meister zu suchen. Und so machen sich Stuart, Kevin und Bob (jeweils Stimme im Original: Pierre Coffin) auf zu einer Tagung der allergrößten Fieslinge. Dort laufen sie der größenwahnsinnigen Scarlet Overkill (Sandra Bullock/ deutsche Stimme: Carolin Kebekus) und ihrem Ehemann, dem Wissenschaftler Herb Overkill (Jon Hamm), in die Arme. Scarlet will der erste weibliche Oberbösewicht werden und die kleinen Handlanger kommen ihr da gerade recht…

Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda

Analyse: Seit dem herausragenden Erfolg von „Ich – Einfach unverbesserlich“ und seiner Fortsetzung war klar, dass Universal einen Film mit den putzigen, gelben Minions planen würde. Schnell wurde die Vorfreude auf den Film riesig und auch ich war gespannt wie ein kleines Kind. Da sass ich also in der Vorpremiere, neben all den kleinen Kindern und schon ging es los. Die Animationen sind auf dem gewohnt hohen Niveau der Illumination Studios. Die Geschichte ist interessant aufgebaut und man bekommt so einen Einblick in das Leben der Minions bevor sie Gru gefunden haben. Es gibt einige Charaktere die überraschend gut geworden sind und sich entweder von Anfang an sehr beliebt machen, oder sogleich das Gegenteil tun. So gibt es sehr viele witzige Situationen und die Gags sind sehr gut platziert. Bis zum Ende des Filmes ist alles gut durchdacht – bis es da zeittechnisch einen komischen Schnitt gibt, aber lasst euch selbst davon verwirren. Alles in allem ist der Minions Film sehr interessant gelungen, sieht aber dennoch mehr aus wie eine Dokumentation über die Zeit vor Gru, was sehr schade ist. Trotzdem ist der Film sehr unterhaltend und sowohl die Kinder, als auch die jungen Erwachsenen (dazu zähle ich mich jetzt einfach mal) und die Eltern fühlten sich alle bestens unterhalten. Ich bin gespannt wie Universal die Minions weiterziehen will, ob es einen weiteren Minions-Film geben wird, oder ob sie mit Gru und „Ich – Einfach unverbesserlich“ weiterfahren werden. Wenn sie sich auf die Minions konzentrieren (welche ehrlich gesagt natürlich am lukrativsten für die Firma in Sachen Marketing sind), hoffe ich, dass sie sich eine interessante Story überlegen werden, die nicht nur auf den Minions selbst beruht, sondern mit etwas, nunja, mehr aufwarten. Was genau mehr? Kann ich nicht sagen. Einfach, mehr eben.

Fazit: Witziger Film über die kleinen, gelben Helden der bösen Schurken.

Bewertung: 8.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Studios

Shaun das Schaf – Der Film

Shaun das Schaf – Der Film

AbenteuerAnimationKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Studiocanal GmbH.

Shaun das Schaf - Der Film

Story: Shaun hat sich in den Kopf gesetzt hat, sich selbst und den anderen Schäfchen endlich einmal einen freien Tag zu verschaffen, denn vom Trott auf der Farm und seiner lieblos unvorteilhaften Frisur ist Shaun gleichermassen genervt. Doch der Versuch, den Bauern einen Tag lang unversehrt ins Land der Träume zu schicken, geht gründlich schief. Statt friedlich in seinem Wohnwagen zu schlafen, landet der Farmer versehentlich in der grossen Stadt, als sein Gefährt ins Rollen gerät und bergab mitten in den Grossstadtdschungel saust. Zu allem Überfluss erleidet er dabei auch noch einen Gedächtnisverlust. Als er verloren durch die Strassen irrt und an einem Friseursalon vorbeiläuft, werden unterbewusste Erinnerungen an das Scheren seiner Schafe bei ihm wachgerufen – und bald schon mutiert er zu Mr. X, dem Meisterfriseur der Stars. Shaun und seine Herde samt Hund Bitzer müssen sich nun einen Plan ausdenken, wie sie ihren Bauer wieder zurück auf die Farm bekommen – doch prompt ist auch noch ein brutaler Tierfänger hinter ihnen her. Shauns Einfallsreichtum ist nun gefragt, um Herde, Herrchen und Hund zu retten.

Regie: Mark Burton und Richard Starzack

Analyse: Das Regiedebüt von Mark Burton und Richard Starzack ist ein stummes aber sehr unterhaltsames Stück Film. Mark Burton hat bereits für Filme wie Wallace & Gromit und Chicken Run das Drehbuch verfasst. Auf einfache, aber eindrückliche Weise kommt dieser Film gänzlich ohne Gespräche aus und unterhält trotzdem knappe 1.5h das Publikum. Die Geschichte ist witzig und hat eine spannende, interessante Story, die die Charaktere selbst nach und nach zusammenbasteln. Dies ist der Grund, wieso sie immer und immer wieder in Fettnäpfchen und lustige Situationen kommen, die die Stimmung hoch halten und die Lachmuskeln trainieren. Der Hauptcharakter Shaun ist charakterstark und arbeitet sehr mit seinem Gesicht und seinen Gesten, mit denen er sich ohne Worte den Zuschauern zeigen kann und ohne Probleme verstanden wird. Der Animationsstil ist, wie bereits von den Wallace & Gromit-Filmen bekannt, in der Form von Knetgummi gehalten und gibt dem Film optisch einen runden, angenehmen Schliff und alle Bewegungen wirken ruhig und flüssig.

Fazit: Sehr gute Animations-Unterhaltung für Gross und Klein.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Studiocanal GmbH

Asterix im Land der Götter

Asterix im Land der Götter

AnimationFamilieAbenteuerKomödie von 2014 aus dem Hause Universum Film.

© Universum Film

Story: Schon lange sind die unnachgiebigen Gallier den Römern, allen voran Julius Caesar, ein Dorn im Auge. Da es bislang nicht möglich war, das gallische Völkchen mit militärischen Mitteln zu vertreiben, haben sich Caesar und seine Berater eine neue Idee einfallen lassen, mit der sie den widerspenstigen Galliern endlich beikommen wollen: Sie errichten eine Luxussiedlung unter dem Namen „Land der Götter“ rund um das Gallierdorf und gliedern sie damit unfreiwillig in das Römische Imperium ein. Doch mal wieder haben die Römer die Rechnung ohne Asterix (Stimme im Original: Roger Carel / deutsche Fassung: Milan Peschel) und Obelix (Guillaume Briat / Charly Hübner) gemacht. Wie gewohnt wissen die Gallier sich zu wehren und sabotieren die Bauarbeiten: zuerst mit zaubertrankveredelten, schnellwachsenden Eicheln und später mit Hilfe von Troubadix‘ Gesangskünsten…

Regie: Alexandre Astier und Louis Clichy

Analyse: Ich oute mich hiermit als Fan der Realverfilmungen der Asterix Comics. Mit den Animationen konnte ich noch nie viel anfangen, mit Zeichentrick noch mehr als Animation, aber für mich ist Gérard Depardieu einfach Obelix. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen der neuen Verfilmung des Comics „Die Trabantenstadt“ eine Chance zu geben. Mit den neuen Stimmen kann ich mich erstmal so gar nicht anfreunden, das ist aber auch nur so ein Problem für Fans der bestehenden Asterix-Verfilmungen. Die Geschichte selbst ist im gewohnten Asterix-Stil schräg aufgebaut und gespickt mit neuen, sehr interessanten und witzigen Charakteren wie z.B. dem Bauherr der Stadt oder dem Anführer der Sklaven. So werden die Lachmuskeln doch ordentlich trainiert und die Figuren stapfen von einem Fettnäpfchen ins nächste. Viel Wortwitz ist auch in diesem Asterix-Film dabei, den vielleicht die ganz jungen Zuschauer auf den ersten Schritt nicht gleich verstehen, aber für die etwas älteren und die erwachsenen Zuschauer sehr unterhaltsam sind. Die Animation selbst ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Aber sie wirkt mit dem Film zusammen alles in allem überzeugend. Ich hätte mir aber lieber wieder einen Zeichentrickfilm gewünscht, jedoch ist das natürlich Geschmackssache.

Fazit: Unterhaltsamer Familienfilm mit witzigen Charakteren.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universum Film

Home – Ein Smektakulärer Trip

Home – Ein Smektakulärer Trip

AnimationAbenteuerFamilieKomödie von 2015 aus dem Hause der DreamWorks Pictures.

Home - Ein Smektakulärer Trip

Story: Um vor Feinden in Sicherheit zu sein, schleppt Captain Smek (Stimme im Original: Steve Martin / deutsche Fassung: Uwe Ochsenknecht) sein Volk, die Boov, von Planet zu Planet – nur um immer wieder festzustellen, dass längst nicht jede Umgebung als Zufluchtsort geeignet ist: Fleischfressende Würmer, Laser-Tintenfische und Lava-Einöden sind schließlich nicht das, was sich die Boovs für ihre neue Heimat vorstellen. Nach einer langen, kräftezehrenden Reise durchs Weltall scheinen die Aliens mit dem Planeten Erde endlich fündig zu werden. Kurzerhand beginnen die Boovs, die menschliche Bevölkerung umzusiedeln. Als ein Boov namens Oh (Jim Parsons / Bastian Pastewka) aber den Fehler macht, den neuen Aufenthaltsort an die gefürchteten Feinde zu verraten, ist auch in der neuen Heimat niemand mehr sicher. Um sein Missgeschick wieder auszubügeln, begibt sich Oh deshalb gemeinsam mit dem Teenager-Mädchen Tip (Rihanna), das der Umsiedlung entkommen ist, auf eine abenteuerliche Reise um die Welt…

Regie: Tim Johnson

Analyse: DreamWorks betritt mit Home eine neue Welt – wortwörtlich –  und bringt uns mit den violetten Boovs eine interessante und lustige Spezies auf die Kinoleinwände. Jim Parsons, der Schauspieler aus The Big Bang Theorie, verleiht im originalen Oh seine Stimme, in der deutschen Synchronisation macht das Bastian Pastewka mit einer hervorragenden Leistung. Die Geschichte ist gar nicht so einfach wie man zu Beginn glauben mag, denn immer wieder gibt es einige Eckpunkte, die die Zuschauer zum staunen und schmunzeln bringen. Hingegen gibt es auch Wendungen, die ich genau so erwartet habe und sowas ist dann doch wieder „normales“ Kinderkino, wenn man dem so sagen darf. Dennoch ist der Humor der Boovs unbestreitbar ansteckend und der ganze Kinosaal hat richtig auf den nächsten Fehltritt von Oh gewartet! Die Animationskünste von DreamWorks sind auf einem gewohnt hohen Level, sehr schön anzusehen und angenehm umgesetzt. Die Musik passt wunderbar in die Szenen hinein und untermauert die Aktionen von Oh und seinen Begleitern stimmungsvoll. Regisseur Tim Johnson, der bereits bei Ab durch die Hecke und Antz sein Können bewiesen hat, zeigt auch hier wieder ein Gespür für einen süssen Familienfilm. Auch wenn die Dialoge etwas einfältig sind, darf man doch an so einen Film keine zu hohen Erwartungen stellen, schliesslich soll er nur eines tun: Die Kinder unterhalten. In diesem Fall sind es nicht nur die Kinder gewesen, sondern auch ihre Eltern bzw. ihre Begleitpersonen. Mich eingeschlossen. Ganz gross ist die Botschaft die Tim Johnson mit diesem Film auf die Zuschauer überträgt, in der man sich ein Paar Gedanken darum machen sollte, wie man andere behandelt und Vorurteile aus der Welt schaffen sollte.

Fazit: Unterhaltsames Weltraum-Abenteuer für Gross und Klein.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures

Into the Woods

Into the Woods

FantasyKomödieFamilieAbenteuerMusik von 2014 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Into the Woods

Story: Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Allerdings verhindert ein Fluch der bösen Hexe (Meryl Streep), dass die Frau schwanger werden kann. Die finstere Magierin bietet dem Paar eines Tages jedoch an, den Bann aufzuheben, wenn es ihr innerhalb von drei Tagen bestimmte Gegenstände beschafft. Um ihren Traum vom Familienglück endlich zu verwirklichen, lassen sich die beiden Verzweifelten auf das turbulente Abenteuer ein, in dessen Verlauf sie unter anderem Rotkäppchen (Lilla Crawford) und dem listigen Wolf (Johnny Depp), Rapunzel (Mackenzie Mauzy), Cinderella (Anna Kendrick) und ihrem Prinzen (Chris Pine) sowie dem mit magischen Bohnen ausgestatten Jack (Daniel Huttlestone) begegnen. Nach einigem Hin und Her haben Bäcker und Gattin die gewünschten Dinge tatsächlich scheinbar zusammen, doch die Hexe ist trotzdem nicht zufrieden..

Regie: Rob Marshall

Analyse: Nach all den Trailern hatte ich von „Into the Woods“ ein Disneymässiges Spektakel erwartet. Nun, so richtig enttäuscht wurde ich ja nicht. Dennoch hatte ich vieles anders erwartet. Die Tatsache, dass der Gesang nicht synchronisiert wird macht die Texte zwar „richtig“ und folgedessen auch gut für die Handlung, aber dennoch ist es für den Zuschauer sehr ansträngend jede Einzelheit nachzulesen. Ich selbst kann zwar ganz ordentlich Englisch sprechen, wenn aber etwas geschrieben steht, liesst man irgendwie fast automatisch mit. Und für nicht verständliche Worte ist es dann auch hilfreich. Hier hätte ich mir definitiv eine vollsynchronisierte Version gewünscht. Die Lieder, um mal am Thema anzuknüpfen, sind gut und stimmungsvoll geschrieben. Die Texte sind einfach, die Melodien angenehm und bleiben gut im Kopf. Es war mir aber doch etwas „zu viel“. bei einigen Songs dachte ich nur noch: „Mensch, macht mal! Auf zur nächsten Szene“. Die 125 Minuten waren mir zu viel. Gekürzt um, sagen wir mal, 20 Minuten und mindestens 2 Songs und der Film hätte eine deutlich bessere Wertung erhalten. Er war wirklich sehr in die Länge gezogen. Die Stärke des Films ist aber ohne Zweifel sein Cast. Mit Stars wie Meryl Streep, Johnny Depp, Emily Blunt, James Corden, Chris Pine und Anna Kendrick (Pitch Perfect) ist es für mich eine absolute Traumbesetzung. Die Schauspieler zeigen ihr ganzes Können und verkörpern ihre Rollen sehr gut. Meryl Streep wurde für ihre Interpretation der Hexe sogar für einen Oscar® 2015 als beste Nebendarstellerin nominiert. Die Geschichte ist interessant und verwickelt wie ein Garnknäuel. Eine Geschichte steht auf der anderen und würde man eine entfernen, würde das ganze Gerüst zusammenbrechen. So ist es aber am Anfang für den Zuschauer auch etwas schwierig, mitzukommen und den Überblick zu behalten. Eine gewisse Grundkenntnis der Geschichten (Cinderella, Rotkäppchen, Hans und die Bohnenranke, Rapunzel usw.) ist zwar nicht zwingend notwenig, aber doch sehr hilfreich.

Fazit: Etwas zu langer Disney-Geschichten-Mix mit tollen Schauspielern.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

Baymax – Riesiges Robowabohu

Baymax – Riesiges Robowabohu

AnimationActionAbenteuerFamilie von 2014 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Baymay - Riesiges Robowabohu

Story: Hiro Hamada (Stimme: Ryan Potter) ist ein brillanter Teenager und lebt in der futuristischen Stadt San Fransokyo, wo er sein geniales Erfindertalent aber bei weitem nicht so nutzt, wie es sein Bruder Tadashi (Daniel Henney) gerne hätte. Hiro findet den aufblasbaren Roboter Baymax (Scott Adsit), der von Tadashi entwickelt wurde, um Menschen mit Schmerzen zu helfen. Baymax‘ tatkräftige Unterstützung kann der aufgeweckte Junge gut gebrauchen, droht doch schon bald ein mysteriöser Mann mit einer Kabuki-Maske damit, seine Heimatstadt zu zerstören. Mit der Hilfe von Baymax und Tadashis Freunden Go Go Tomago (Jamie Chung), Wasabi (Damon Wayans Jr.), Honey Lemon (Genesis Rodriguez) und Fred (T.J. Miller) beschließt Hiro, alles zu tun, um die Katastrophe zu verhindern. Dazu stattet er seine Mitstreiter mit allerlei nützlichen High-Tech-Gerätschaften aus. Gemeinsam sind sie von nun an die „Big Hero 6″…

Regie: Don Hall und Chris Williams

Analyse: Bei diesem Film ist in meinen Augen der deutsche Titel deutlich besser gelungen (oh Wunder!) als die englische Variante. „Baymax“ heisst der Roboter auch in der englischen Ausgabe, wieso sollte der Film also nicht auch da Baymax heissen? Die „Big Hero 6“ ist zwar die gesamte Truppe von Hiro und seinen Freunden, dennoch ist Baymax ganz eindeutig das Aushängeschild des Filmes. Wobei man den Zusatz „riesiges Robowabohu“ auch ganz gut weglassen könnte. Baymax folgt der Eiskönigin – Völlig unverfroren in eine sehr angenehme, neue Richtung von Disney, in der uns neue, spannende Filme erwarten und nicht Neuauflagen und Remakes ohne Ende. Die Geschichte ist spannend und witzig, hat aber auch einige traurige Sequenzen dabei, die einem das ein oder andere Tränchen ins Auge drücken können. Man sollte sich vorher nicht all zu sehr mit der Story beschäftigen, lasst euch überraschen! Es ist es echt wert. Deshalb empfehle ich euch auch nur den Trailer unten, die Anderen verraten zu viel, leider. Es gibt immer wieder einige sehr unerwartete Wendungen, die den Regisseuren Don Hall und Chris Williams sehr gut gelungen sind und die Spannung gut aufrecht halten können. Die Charaktere sind interessant und verrückt, man merkt aber den Kinderfilm ein bisschen heraus, indem immer wieder kleine Details mehrfach erwähnt werden, die man Kindern beibringt. Das macht den Film aber definitiv nicht schlechter. Der Kern der Geschichte ist natürlich Baymax, der in der deutschen Version perfekt von Bastian Pastewka gesprochen wird. Der putzige, moppelige und etwas unbeholfene Freund von Hiro ist das Herz des Filmes und ein wahres Meisterstück. Die Truppe rund um Hiro besteht aus absoluten Klischees. Der Draufgänger Fred, die Coole Go Go, die Streberin Honey Lemon und der Pflichtbewusste Wasabi, es ist nahezu alles vertreten. Fehlt nur noch der unschuldige Hiro, der das ganze abrundet. Die Musik ist wunderbar ausgewählt, und der Titelsong „Immortals“ von Fall Out Boy habe ich mit Sicherheit noch Wochenlang im Ohr. Abzüge gibt es für eine stellenweise doch sehr dunkle Handlung, die selbst mich überrascht hat und an der Grenze ist, wenn es noch ein Kinderfilm ab 6 Jahren sein will. Im grossen und Ganzen fühlte ich mich von Baymax aber wunderbar unterhalten von Anfang bis Ende und vergebe deshalb mit Freude die unten erwähnte Punktzahl. Absolut zurecht ist er als bester Animationsfilm für einen Oscar® 2015 nominiert.

Fazit: Ein putziger Roboter der ein riesiges Abenteuer erlebt. Grandios!

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

Nachts im Museum 3 – Das Geheimnisvolle Grabmal

Nachts im Museum 3 – Das Geheimnisvolle Grabmal

KomödieAbenteuerFantasyFamilie von 2014 aus dem Hause 20th Century Fox.

Nachts im Museum 3 - Das Geheimnisvolle Grabmahl

Story: Museums-Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) muss sich in seinem Job einmal mehr mit einigen übernatürlichen, historischen Komplikationen herumschlagen. Diesmal wird das British Museum in London von dem Spuk heimgesucht. Mit von der Partie sind Daleys alte Freunde Teddy Roosevelt (Robin Williams), Miniatur-Cowboy Jedediah (Owen Wilson), Sacajawea (Mizuo Peck), Attila der Hunne (Patrick Gallagher) und Pharao Ahkmenrah (Rami Malek), dessen magische Tafel für die Erweckung des Museumsinventars überhaupt erst verantwortlich ist. In London trifft Larry Daley auf britische Ikonen wie beispielsweise Sir Lancelot (Dan Stevens), aber auch auf einen weiteren ägyptischen Pharao (Ben Kingsley). Nicht alle Ausstellungsstücke heißen den neuen Nachtwächter im British Museum willkommen – langweilig werden seine Schichten auch dieses Mal nicht…

Regie: Shawn Levy

Analyse: Ben Stiller stürzt sich nochmal in seine Paraderolle als Larry Daley, der das Naturhistorische Museum in New York jeden Nacht bewacht und seine zum Leben erweckenden Ausstellungsstücke bei Laune hält. Ich war sehr überrascht zu lesen, dass es nochmals einen Teil gibt. Denn mit dem guten ersten Teil und dem eher enttäuschenden zweiten Teil hatte ich diese Filmreihe eigentlich abgeschrieben. Die Tatsache, dass der zweite Teil hier eigentlich kaum erwähnt wird, die Tatsache dass Ahkmenrah einen Bruder hatte zum Beispiel, fällt mir leider etwas negativ auf. Die Geschichte selbst klingt interessant und wurde auch gut umgesetzt. Sie wirkt etwas aufgesetzt, da man anscheinend nochmal einen Film machen wollte und einfach eine Story gesucht hat die den ersten Teil nicht umstürzt. Dies ist aber eigentlich ganz gut gelungen indem man die Tafel ausklammert und ihre Geschichte vorweg nimmt. Die Effekte sind eine deutliche Steigerung im Gegensatz zum ersten Teil und ein echter Augenschmaus. Die Charaktere bleiben mehrheitlich beim altbekannten – was auch gut so ist, sonst hätte man die Fortsetzung auch gleich an den Nagel hängen können. Die neuen Rollen wurden gut bis sehr gut besetzt und überzeugen deutlich besser als diejenigen im zweiten Teil. Sie sind interessant und lustig gemacht, was dem Film wieder die Leichtigkeit des ersten Teiles verschafft. Mich enttäuscht die Synchronstimme von Rebel Wilson, welche nicht mehr die selbe ist wie beim Überraschungshit Pitch Perfect. Gut dies mag ein Detail sein, aber mir ist es sehr aufgefallen. Die neuen Charaktere wie die Eltern von Ahkmenrah (Ben Kingsley und Anjali Jay) werden gut gespielt, und auch der neue Neanderhaler Laa ist eine interessante neue Figur, welche ebenfalls von Ben Stiller verkörpert wird. Sir Lancelot ist ein bisschen nervtötend, mausert sich aber dann zu einem sympatischen, witzigen Kerlchen. Robin Williams, der sich am 11. August das Leben nahm, noch ein letztes Mal auf der Leinwand zu sehen tat meinem Filmherz sehr gut und die Widmung am Anfang des Abspanns ist absolut gerechtfertigt. Um den gesamten Film zu verstehen wäre es sicherlich von Vorteil, mindestens den Erstling gesehen zu haben. Mit dem zweiten Teil hat die Geschichte wie gesagt nichts zu tun.

Fazit: Witzige und abenteuerliche Reise durch London mit tollen Schauspielern.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

Die Pinguine aus Madagascar

Die Pinguine aus Madagascar

AbenteuerKomödieAnimationFamilie von 2014 aus dem Hause der DreamWorks Pictures.

Die Pinguine aus Madagascar

Story: Die vier aus den „Madagascar“-Filmen bekannten Pinguine sind eine militärisch organisierte Gruppe, die immer eine neue gefährliche Mission im Blick hat. Anführer Skipper (Tom McGrath) übt die Befehlsgewalt aus und schmiedet die Einsatzpläne, die er im Vorfeld mit Taktiker Kowalski (Chris Miller) austüftelt. Für die Ausrüstung und fürs Grobe ist der durchgeknallte Rico (John DiMaggio) zuständig. Durch seine besondere Fähigkeit, x-beliebige Gegenstände hochzuwürgen, hat er der Gruppe aber schon ein ums andere Mal aus der Patsche geholfen. Gemeinsam mit Private (Christopher Knights), dem sensiblen „Nesthäkchen“ der Bande, sind die vier Pinguine ein unschlagbares Team. Nun sind ihre Fähigkeiten aber in einem besonderen Fall gefragt: Ein hochrangiger Tieragent (Benedict Cumberbatch) der Geheimorganisation Nordwind ist dem mysteriösen Bösewicht Dr. Octavius Brine (John Malkovich) dicht auf den Fersen und die Pinguine geraten mitten rein. Da wollen sie natürlich dem Team von Nordwind zeigen, dass auch sie echte Agenten sind.

Regie: Simon J. Smith und Eric Darnell

Analyse: Spin-Offs aus bekannten und beliebten Filmen sind immer ein heikles Thema, weil die Schöpfer es sich mit den Zuschauern sehr schnell verscherzen können. Ich mag die Filmreihe „Madagascar“ und nahezu alle Charaktere, die darin eine Rolle spielen. Somit war ich ziemlich gespannt auf den Film. Denn die Serie, die die putzigen Pinguine im Fernsehen bereits erhalten haben, fand ich jetzt nicht sooo toll. Der Film, welcher mit 93 Minuten doch noch angenehm zum schauen ist, folgt einer Geschichte die nicht mehr aus der Luft gezogen sein könnte. Mir gefällt sie nicht. Sie folgt einer aufgesetzten Rache-Strategie, die zwar Bezug auf die Madagascar-Filme nimmt, aber in diesen Filmen selbst war noch nichts von diesem Charakter zu sehen. So scheint die Geschichte dann doch etwas zu aufgesetzt. Dass man die Anfänge der Truppe sieht, wie sie sich als Babys im antarktischen Eis gefunden haben, brachte dann doch viele süsse und watschelige Momente. Die neuen Charaktere sind in Ordnung, aber jetzt nichts überragendes. Passen aber zum Film dazu. Die Lacher sind gut platziert und kommen doch öfter als gedacht sehr überraschend. Die Animation ist, wie von DreamWorks gewohnt, sehr gut und flüssig gelungen.

Fazit: Unterhaltsames Spin-Off der wohl süssesten Geheimagenten der Welt.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures