Kategorie: Animation

Minions

Minions

AnimationKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Universal Pictures.

Minions

Story: Die Minions gibt es schon seit Anbeginn der Zeit und die kleinen, gelben Helferlein sehen den einzigen Zweck ihrer Existenz darin, einem Bösewicht zu dienen. Doch immer wieder sterben ihnen die Meister, darunter auch Graf Dracula und Napoleon, vor der Nase weg – und die tollpatschigen Minions tragen meistens eine gewisse Mitschuld. Doch ohne Aufgabe sind die Kleinen todunglücklich und als ihnen die Bösewichte ausgehen, ziehen sie sich in die Eiswüste zurück und verharren dort viele, viele Jahre in Depression – bis schließlich in den 60er Jahren, also 42 Jahre vor der Begegnung mit Gru, der mutigste Minion und zwei Gefährten den Entschluss fassen, einen neuen Meister zu suchen. Und so machen sich Stuart, Kevin und Bob (jeweils Stimme im Original: Pierre Coffin) auf zu einer Tagung der allergrößten Fieslinge. Dort laufen sie der größenwahnsinnigen Scarlet Overkill (Sandra Bullock/ deutsche Stimme: Carolin Kebekus) und ihrem Ehemann, dem Wissenschaftler Herb Overkill (Jon Hamm), in die Arme. Scarlet will der erste weibliche Oberbösewicht werden und die kleinen Handlanger kommen ihr da gerade recht…

Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda

Analyse: Seit dem herausragenden Erfolg von „Ich – Einfach unverbesserlich“ und seiner Fortsetzung war klar, dass Universal einen Film mit den putzigen, gelben Minions planen würde. Schnell wurde die Vorfreude auf den Film riesig und auch ich war gespannt wie ein kleines Kind. Da sass ich also in der Vorpremiere, neben all den kleinen Kindern und schon ging es los. Die Animationen sind auf dem gewohnt hohen Niveau der Illumination Studios. Die Geschichte ist interessant aufgebaut und man bekommt so einen Einblick in das Leben der Minions bevor sie Gru gefunden haben. Es gibt einige Charaktere die überraschend gut geworden sind und sich entweder von Anfang an sehr beliebt machen, oder sogleich das Gegenteil tun. So gibt es sehr viele witzige Situationen und die Gags sind sehr gut platziert. Bis zum Ende des Filmes ist alles gut durchdacht – bis es da zeittechnisch einen komischen Schnitt gibt, aber lasst euch selbst davon verwirren. Alles in allem ist der Minions Film sehr interessant gelungen, sieht aber dennoch mehr aus wie eine Dokumentation über die Zeit vor Gru, was sehr schade ist. Trotzdem ist der Film sehr unterhaltend und sowohl die Kinder, als auch die jungen Erwachsenen (dazu zähle ich mich jetzt einfach mal) und die Eltern fühlten sich alle bestens unterhalten. Ich bin gespannt wie Universal die Minions weiterziehen will, ob es einen weiteren Minions-Film geben wird, oder ob sie mit Gru und „Ich – Einfach unverbesserlich“ weiterfahren werden. Wenn sie sich auf die Minions konzentrieren (welche ehrlich gesagt natürlich am lukrativsten für die Firma in Sachen Marketing sind), hoffe ich, dass sie sich eine interessante Story überlegen werden, die nicht nur auf den Minions selbst beruht, sondern mit etwas, nunja, mehr aufwarten. Was genau mehr? Kann ich nicht sagen. Einfach, mehr eben.

Fazit: Witziger Film über die kleinen, gelben Helden der bösen Schurken.

Bewertung: 8.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Studios

Asterix im Land der Götter

Asterix im Land der Götter

AnimationFamilieAbenteuerKomödie von 2014 aus dem Hause Universum Film.

© Universum Film

Story: Schon lange sind die unnachgiebigen Gallier den Römern, allen voran Julius Caesar, ein Dorn im Auge. Da es bislang nicht möglich war, das gallische Völkchen mit militärischen Mitteln zu vertreiben, haben sich Caesar und seine Berater eine neue Idee einfallen lassen, mit der sie den widerspenstigen Galliern endlich beikommen wollen: Sie errichten eine Luxussiedlung unter dem Namen „Land der Götter“ rund um das Gallierdorf und gliedern sie damit unfreiwillig in das Römische Imperium ein. Doch mal wieder haben die Römer die Rechnung ohne Asterix (Stimme im Original: Roger Carel / deutsche Fassung: Milan Peschel) und Obelix (Guillaume Briat / Charly Hübner) gemacht. Wie gewohnt wissen die Gallier sich zu wehren und sabotieren die Bauarbeiten: zuerst mit zaubertrankveredelten, schnellwachsenden Eicheln und später mit Hilfe von Troubadix‘ Gesangskünsten…

Regie: Alexandre Astier und Louis Clichy

Analyse: Ich oute mich hiermit als Fan der Realverfilmungen der Asterix Comics. Mit den Animationen konnte ich noch nie viel anfangen, mit Zeichentrick noch mehr als Animation, aber für mich ist Gérard Depardieu einfach Obelix. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen der neuen Verfilmung des Comics „Die Trabantenstadt“ eine Chance zu geben. Mit den neuen Stimmen kann ich mich erstmal so gar nicht anfreunden, das ist aber auch nur so ein Problem für Fans der bestehenden Asterix-Verfilmungen. Die Geschichte selbst ist im gewohnten Asterix-Stil schräg aufgebaut und gespickt mit neuen, sehr interessanten und witzigen Charakteren wie z.B. dem Bauherr der Stadt oder dem Anführer der Sklaven. So werden die Lachmuskeln doch ordentlich trainiert und die Figuren stapfen von einem Fettnäpfchen ins nächste. Viel Wortwitz ist auch in diesem Asterix-Film dabei, den vielleicht die ganz jungen Zuschauer auf den ersten Schritt nicht gleich verstehen, aber für die etwas älteren und die erwachsenen Zuschauer sehr unterhaltsam sind. Die Animation selbst ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Aber sie wirkt mit dem Film zusammen alles in allem überzeugend. Ich hätte mir aber lieber wieder einen Zeichentrickfilm gewünscht, jedoch ist das natürlich Geschmackssache.

Fazit: Unterhaltsamer Familienfilm mit witzigen Charakteren.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universum Film

Home – Ein Smektakulärer Trip

Home – Ein Smektakulärer Trip

AnimationAbenteuerFamilieKomödie von 2015 aus dem Hause der DreamWorks Pictures.

Home - Ein Smektakulärer Trip

Story: Um vor Feinden in Sicherheit zu sein, schleppt Captain Smek (Stimme im Original: Steve Martin / deutsche Fassung: Uwe Ochsenknecht) sein Volk, die Boov, von Planet zu Planet – nur um immer wieder festzustellen, dass längst nicht jede Umgebung als Zufluchtsort geeignet ist: Fleischfressende Würmer, Laser-Tintenfische und Lava-Einöden sind schließlich nicht das, was sich die Boovs für ihre neue Heimat vorstellen. Nach einer langen, kräftezehrenden Reise durchs Weltall scheinen die Aliens mit dem Planeten Erde endlich fündig zu werden. Kurzerhand beginnen die Boovs, die menschliche Bevölkerung umzusiedeln. Als ein Boov namens Oh (Jim Parsons / Bastian Pastewka) aber den Fehler macht, den neuen Aufenthaltsort an die gefürchteten Feinde zu verraten, ist auch in der neuen Heimat niemand mehr sicher. Um sein Missgeschick wieder auszubügeln, begibt sich Oh deshalb gemeinsam mit dem Teenager-Mädchen Tip (Rihanna), das der Umsiedlung entkommen ist, auf eine abenteuerliche Reise um die Welt…

Regie: Tim Johnson

Analyse: DreamWorks betritt mit Home eine neue Welt – wortwörtlich –  und bringt uns mit den violetten Boovs eine interessante und lustige Spezies auf die Kinoleinwände. Jim Parsons, der Schauspieler aus The Big Bang Theorie, verleiht im originalen Oh seine Stimme, in der deutschen Synchronisation macht das Bastian Pastewka mit einer hervorragenden Leistung. Die Geschichte ist gar nicht so einfach wie man zu Beginn glauben mag, denn immer wieder gibt es einige Eckpunkte, die die Zuschauer zum staunen und schmunzeln bringen. Hingegen gibt es auch Wendungen, die ich genau so erwartet habe und sowas ist dann doch wieder „normales“ Kinderkino, wenn man dem so sagen darf. Dennoch ist der Humor der Boovs unbestreitbar ansteckend und der ganze Kinosaal hat richtig auf den nächsten Fehltritt von Oh gewartet! Die Animationskünste von DreamWorks sind auf einem gewohnt hohen Level, sehr schön anzusehen und angenehm umgesetzt. Die Musik passt wunderbar in die Szenen hinein und untermauert die Aktionen von Oh und seinen Begleitern stimmungsvoll. Regisseur Tim Johnson, der bereits bei Ab durch die Hecke und Antz sein Können bewiesen hat, zeigt auch hier wieder ein Gespür für einen süssen Familienfilm. Auch wenn die Dialoge etwas einfältig sind, darf man doch an so einen Film keine zu hohen Erwartungen stellen, schliesslich soll er nur eines tun: Die Kinder unterhalten. In diesem Fall sind es nicht nur die Kinder gewesen, sondern auch ihre Eltern bzw. ihre Begleitpersonen. Mich eingeschlossen. Ganz gross ist die Botschaft die Tim Johnson mit diesem Film auf die Zuschauer überträgt, in der man sich ein Paar Gedanken darum machen sollte, wie man andere behandelt und Vorurteile aus der Welt schaffen sollte.

Fazit: Unterhaltsames Weltraum-Abenteuer für Gross und Klein.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures

Baymax – Riesiges Robowabohu

Baymax – Riesiges Robowabohu

AnimationActionAbenteuerFamilie von 2014 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Baymay - Riesiges Robowabohu

Story: Hiro Hamada (Stimme: Ryan Potter) ist ein brillanter Teenager und lebt in der futuristischen Stadt San Fransokyo, wo er sein geniales Erfindertalent aber bei weitem nicht so nutzt, wie es sein Bruder Tadashi (Daniel Henney) gerne hätte. Hiro findet den aufblasbaren Roboter Baymax (Scott Adsit), der von Tadashi entwickelt wurde, um Menschen mit Schmerzen zu helfen. Baymax‘ tatkräftige Unterstützung kann der aufgeweckte Junge gut gebrauchen, droht doch schon bald ein mysteriöser Mann mit einer Kabuki-Maske damit, seine Heimatstadt zu zerstören. Mit der Hilfe von Baymax und Tadashis Freunden Go Go Tomago (Jamie Chung), Wasabi (Damon Wayans Jr.), Honey Lemon (Genesis Rodriguez) und Fred (T.J. Miller) beschließt Hiro, alles zu tun, um die Katastrophe zu verhindern. Dazu stattet er seine Mitstreiter mit allerlei nützlichen High-Tech-Gerätschaften aus. Gemeinsam sind sie von nun an die „Big Hero 6″…

Regie: Don Hall und Chris Williams

Analyse: Bei diesem Film ist in meinen Augen der deutsche Titel deutlich besser gelungen (oh Wunder!) als die englische Variante. „Baymax“ heisst der Roboter auch in der englischen Ausgabe, wieso sollte der Film also nicht auch da Baymax heissen? Die „Big Hero 6“ ist zwar die gesamte Truppe von Hiro und seinen Freunden, dennoch ist Baymax ganz eindeutig das Aushängeschild des Filmes. Wobei man den Zusatz „riesiges Robowabohu“ auch ganz gut weglassen könnte. Baymax folgt der Eiskönigin – Völlig unverfroren in eine sehr angenehme, neue Richtung von Disney, in der uns neue, spannende Filme erwarten und nicht Neuauflagen und Remakes ohne Ende. Die Geschichte ist spannend und witzig, hat aber auch einige traurige Sequenzen dabei, die einem das ein oder andere Tränchen ins Auge drücken können. Man sollte sich vorher nicht all zu sehr mit der Story beschäftigen, lasst euch überraschen! Es ist es echt wert. Deshalb empfehle ich euch auch nur den Trailer unten, die Anderen verraten zu viel, leider. Es gibt immer wieder einige sehr unerwartete Wendungen, die den Regisseuren Don Hall und Chris Williams sehr gut gelungen sind und die Spannung gut aufrecht halten können. Die Charaktere sind interessant und verrückt, man merkt aber den Kinderfilm ein bisschen heraus, indem immer wieder kleine Details mehrfach erwähnt werden, die man Kindern beibringt. Das macht den Film aber definitiv nicht schlechter. Der Kern der Geschichte ist natürlich Baymax, der in der deutschen Version perfekt von Bastian Pastewka gesprochen wird. Der putzige, moppelige und etwas unbeholfene Freund von Hiro ist das Herz des Filmes und ein wahres Meisterstück. Die Truppe rund um Hiro besteht aus absoluten Klischees. Der Draufgänger Fred, die Coole Go Go, die Streberin Honey Lemon und der Pflichtbewusste Wasabi, es ist nahezu alles vertreten. Fehlt nur noch der unschuldige Hiro, der das ganze abrundet. Die Musik ist wunderbar ausgewählt, und der Titelsong „Immortals“ von Fall Out Boy habe ich mit Sicherheit noch Wochenlang im Ohr. Abzüge gibt es für eine stellenweise doch sehr dunkle Handlung, die selbst mich überrascht hat und an der Grenze ist, wenn es noch ein Kinderfilm ab 6 Jahren sein will. Im grossen und Ganzen fühlte ich mich von Baymax aber wunderbar unterhalten von Anfang bis Ende und vergebe deshalb mit Freude die unten erwähnte Punktzahl. Absolut zurecht ist er als bester Animationsfilm für einen Oscar® 2015 nominiert.

Fazit: Ein putziger Roboter der ein riesiges Abenteuer erlebt. Grandios!

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

Die Pinguine aus Madagascar

Die Pinguine aus Madagascar

AbenteuerKomödieAnimationFamilie von 2014 aus dem Hause der DreamWorks Pictures.

Die Pinguine aus Madagascar

Story: Die vier aus den „Madagascar“-Filmen bekannten Pinguine sind eine militärisch organisierte Gruppe, die immer eine neue gefährliche Mission im Blick hat. Anführer Skipper (Tom McGrath) übt die Befehlsgewalt aus und schmiedet die Einsatzpläne, die er im Vorfeld mit Taktiker Kowalski (Chris Miller) austüftelt. Für die Ausrüstung und fürs Grobe ist der durchgeknallte Rico (John DiMaggio) zuständig. Durch seine besondere Fähigkeit, x-beliebige Gegenstände hochzuwürgen, hat er der Gruppe aber schon ein ums andere Mal aus der Patsche geholfen. Gemeinsam mit Private (Christopher Knights), dem sensiblen „Nesthäkchen“ der Bande, sind die vier Pinguine ein unschlagbares Team. Nun sind ihre Fähigkeiten aber in einem besonderen Fall gefragt: Ein hochrangiger Tieragent (Benedict Cumberbatch) der Geheimorganisation Nordwind ist dem mysteriösen Bösewicht Dr. Octavius Brine (John Malkovich) dicht auf den Fersen und die Pinguine geraten mitten rein. Da wollen sie natürlich dem Team von Nordwind zeigen, dass auch sie echte Agenten sind.

Regie: Simon J. Smith und Eric Darnell

Analyse: Spin-Offs aus bekannten und beliebten Filmen sind immer ein heikles Thema, weil die Schöpfer es sich mit den Zuschauern sehr schnell verscherzen können. Ich mag die Filmreihe „Madagascar“ und nahezu alle Charaktere, die darin eine Rolle spielen. Somit war ich ziemlich gespannt auf den Film. Denn die Serie, die die putzigen Pinguine im Fernsehen bereits erhalten haben, fand ich jetzt nicht sooo toll. Der Film, welcher mit 93 Minuten doch noch angenehm zum schauen ist, folgt einer Geschichte die nicht mehr aus der Luft gezogen sein könnte. Mir gefällt sie nicht. Sie folgt einer aufgesetzten Rache-Strategie, die zwar Bezug auf die Madagascar-Filme nimmt, aber in diesen Filmen selbst war noch nichts von diesem Charakter zu sehen. So scheint die Geschichte dann doch etwas zu aufgesetzt. Dass man die Anfänge der Truppe sieht, wie sie sich als Babys im antarktischen Eis gefunden haben, brachte dann doch viele süsse und watschelige Momente. Die neuen Charaktere sind in Ordnung, aber jetzt nichts überragendes. Passen aber zum Film dazu. Die Lacher sind gut platziert und kommen doch öfter als gedacht sehr überraschend. Die Animation ist, wie von DreamWorks gewohnt, sehr gut und flüssig gelungen.

Fazit: Unterhaltsames Spin-Off der wohl süssesten Geheimagenten der Welt.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures

Drachenzähmen leicht gemacht 2

Drachenzähmen leicht gemacht 2

AbenteuerAnimationActionFamilieFantasy von 2014 aus dem Hause der DreamWorks Pictures.

Drachenzähmen leicht gemacht 2

Story: Die Wikinger auf der Insel Berk haben sich mit den wilden Drachen, die einst die Dörfer unsicher machten, angefreundet. Astrid (Stimme: America Ferrera), Rotzbakke (Jonah Hill) und der Rest der Clique verbringen ihre Freizeit mit dem neuen Lieblingssport der Inselbewohner: dem Drachenrennen. Nur der junge Wikinger Hicks (Jay Baruchel), der von seinem Vater in die Rolle des neuen Häuptlings gedrängt wird, geht lieber auf Erkundungsflügen die weite Welt erforschen – natürlich auf dem Rücken von Drache Ohnezahn. Bei einer dieser Reisen trifft der Häuptlingssohn nicht nur seine totgeglaubte Mutter, sondern entdeckt auch eine geheime Eishöhle. In der sind hunderte, bislang unbekannte wilde Drachenarten zuhause – und der mysteriöse Drachenreiter. Bald geraten Hicks und Ohnezahn in einen Kampf um den Frieden auf Berk, den sie nur gemeinsam mit ihren Freunden gewinnen können…

Regie: Dean DeBlois

Analyse: Die Fortsetzung von Drachenzähmen leicht gemacht überzeugt (mich) in fast allen Punkten. Die Story, in der Hicks mit Hilfe von Ohnezahn einen Bösewichten besiegen muss, der alle Drachen der Welt und vor allem den Alpha-Drachen unter Kontrolle bringen will, ist nicht wie viele andere Fortsetzungen aufgesetzt, sondern ergibt in dem Zusammenhang rund um das Verschwinden von Hicks‘ Mutter auch noch Sinn. Hicks selbst ist älter geworden – Na klar, es sind ja auch 5 Jahre vergangen seit er Ohnezahn gefunden hat – und DreamWorks hat sein Aussehen deutlich männlicher hinbekommen als beim ersten Teil. Der Anschein eines 3-Tage-Bartes gibt ihm weitere Stärke. Auch seine Freunde sind älter und erwachsener geworden, was den Film etwas aus dem Kinderbereich hinauszieht, aber keinesfalls von seinem Charme ablässt. Der Film ist vollgepackt mit lauter neuen Drachen, die wieder (wie schon gewohnt) sehr gut animiert sind. Der Humor ist im Vergleich zum Vorgänger nicht schlechter geworden, sondern beregt sich auf der gleichen Ebene. Jedoch enthält er mehr nachdenkliche Szenen als der erste Teil und die Story setzt vermehrt auch auf tiefere Inhalte. Der Film ist deutlich actionreicher geworden, was vor allem gegen Ende des Filmes sehr deutlich wird. Dass DreamWorks wieder Dean DeBlois als Regisseur gewinnen konnte gibt dem Film einen enormen Aufwind, denn so hat er nichts von seiner Individualität verloren. Das Ende relativ offen und lässt die Zuschauer auf den bereits angekündigten 3. Teil bangen.

Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung – in nahezu jeder Hinsicht.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures

Drachenzähmen leicht gemacht

Drachenzähmen leicht gemacht

AbenteuerAnimationFamilieFantasy von 2010 aus dem Hause der DreamWorks Pictures. Drachenzähmen leicht gemacht

Story: Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt: Mordsstarke Wikinger müssen ihre Insel vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks (Daniel Axt), Beiname „der Hüne“, ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“ (Dominic Raacke), Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks‘ große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Als Hicks seiner Beute endlich gegenübersteht, traut er seinen Augen kaum: Traurig schnaufend schaut der Drache ihn mit großen Augen an. Statt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks’ Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Das geht gegen alle Regeln der Wikingertradition! Niemals wird sein Vater das akzeptieren…

Regie: Chris Sanders und Dean DeBlois

Analyse: So eintönig viele Animationsfilme auch sind, weil sie immer dem gleichen Schema folgen, so anders ist „Drachenzähmen leicht gemacht“. Der Film ist voller neuer Ideen, wunderschöner Effekte und vor allem Drachen, die unterschiedlicher, bunter und ideenreicher nicht sein könnten. DreamWorks zeigt hier wieder mal seine Animationskünste und erschafft Landschaften, Wikinger, Drachen und vieles mehr, das sehr real wirkt. Die Charaktere sind sympatisch, vor allem der 15 Jährige Hicks ist ein riesiger Sympatieträger, und die Handlungen sind nachvollziehbar. Die Story selbst ist interessant und hat einige Wendungen, die man so definitiv nicht erwartet. Der Film ist vollgespickt mit ansteckendem Humor, der einem einfach nicht mehr loslässt. Der Oscar®-Nominierte Film ist unterhaltsam, kommt mit einer ziemlich einfachen, aber dennoch starken Botschaft daher und bietet knappe 100 Minuten Spass. Super!

Fazit: Ein süsser Kinderfilm, der auch Erwachsene begeistert.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: DreamWorks Pictures

Epic – Verborgenes Königreich

Epic – Verborgenes Königreich

AnimationAbenteuerFamilie von 2013 aus dem Hause 20th Century Fox.

Epic

Story: Tief im Wald, im Herzen der Wildnis, tobt seit ewigen Zeiten ein Krieg zwischen den Kräften des Guten und den dunklen Mächten des Bösen, ausgetragen von Schnecken, Vögeln und Insekten, winzigen Waldmenschen und brutalen Kriegern. Die Menschen bekommen nichts von diesen Kämpfen mit. Doch durch einen Zauber wird das junge Teenager-Mädchen Mary Katherine (deutsche Stimme: Josefine Preuß) mitten in dieses verborgene Reich transportiert. Mary ist die Tochter eines verrückten Professors, der skurrilen Experimenten und Forschungen nicht abgeneigt ist. Ihr Vater hatte schon immer eine Ahnung, dass die Menschen die Welt nicht alleine bewohnen. In der Welt der Waldbewohner gefangen, gerät Mary Katherine zwischen die Fronten und muss sich mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen voller skurriler und fantastischer Wesen zusammentun, um dieses verborgene Reich zu retten – denn davon hängt auch das Schicksal unserer Welt ab.

Regie: Chris Wedge

Analyse: Die Blue Sky Studios haben nach Rio und Ice Age eine farbenfrohe und neuartige Welt erschaffen, die den Zuschauer fasziniert an den Bildschirm fesselt. Die Geschichte ist zwar interessant, dennoch gibt es einige Haken in der Story. Zum Beispiel wieso der Böse Mandrake den ganzen Wald töten will. Es bleibt bei dem Gedanken, dass er ihn einfach zerstören will. Die Figuren sind schön animiert und gut synchronisiert. Sie strahlen sehr echte und realitätsnahe Persönlichkeiten aus. Die Gags und Witze sind authentisch und bringen gute Lacher mit sich. So ist Epic eine abenteuerliche Geschichte, die leider nicht ganz an die grossen Erfolge des Animationsstudios anknüpfen kann.

Fazit: Interessanter Animationsfilm, der sich ein bisschen zu sehr an bekannten Klischees bedient.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

The Lego Movie

The Lego Movie

AnimationActionFamilieKomödie von 2014 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

The Lego Movie

Story: Der gutmütige Emmet (Stimme: Chris Pratt) wird eines Tages von der abenteuerlustigen Wyldstyle (Elizabeth Banks) entführt. Sie glaubt, in dem Normalo den von einer Prophezeiung angekündigten Meisterbauer gefunden zu haben. Unter der Führung des alten Mystikers Vitruvius (Morgan Freeman) soll Emmet gemeinsam mit Batman (Will Arnett) und Wyldstyle den skrupellosen Bösewicht Lord Business (Will Ferrell) aufhalten. Der möchte mit Hilfe zahlloser finsterer Schergen das Universum auf seine Weise perfektionieren – und somit die LEGO-Welt zerstören. Obwohl Emmet darauf beharrt, dass er nicht der Auserwählte ist, glaubt insbesondere Wyldstyle an seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Ebenfalls mit von der heldenhaften Partie sind Pirat Eisenbart (Nick Offerman), Weltraumfahrer Benny (Charlie Day) und das liebreizende Einhorn Kitty (Alison Brie).

Regie: Phil Lord und Chris Miller

Analyse: Ein Film aus Lego-Steinen. Was soll man da gross erwarten? Ich zumindest habe nichts grosses erwartet, wurde aber absolut positiv überrascht. Das Geheimnis des Films ist, dass er sich selbst überhaupt nicht ernst nimmt. Man nimmt sich immer wieder selbst auf die Schippe und schafft so einen sehr sympatischen Film. Die Zuschauer werden mit vielen Lachern und gut platzierten Gags nahezu bombardiert, die wirklich gut durchdacht sind und nicht mit Müh und Not ins Drehbuch hineingedrückt wurden. Man merkt den Machern förmlich die Freude an dem Film an, denn er wurde wirklich komplett aus den kultigen Steinchen gemacht. Von der Flamme, über Rauch, Explosionen, Wasser, bis hin zu Wolken und jedem erdenklichen Fahrzeug. Alles besteht aus Legos, und genau das gibt dem Film einen unglaublichen Charme und weckt den Willen, selbst wieder einmal eine Lego-Stadt zu bauen, egal wie alt man ist. Die Geschichte ist gut aufgebaut und bis zum Ende des Films wird man immer wieder überrascht, selbst bis zur allerletzten Szene, welche ich hier natürlich nicht verrate. Der Lego Film ist nicht nur etwas für Familien mit kleinen Kindern, sondern für jeden, der die kleinen bunten Steine kennt. Wo sieht man denn sonst einmal Batman, Superman, Gandalf aus der Herr der Ringe, Dumbledore aus Harry Potter, Wonderwoman und noch viele mehr in einem Film zusammen? Das gibt es nur bei Lego. Der Soundtrack ist ein kleiner Ohrwurm, den man auch nach dem Film gerne weiter singt. So setzt sich der Film den Erinnerungen fest und bleibt auch ein Weilchen da. Für mich definitiv einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre.

Fazit: Super Unterhaltung, viel Spass und Lacher ohne Ende sind garantiert!

Bewertung: 9.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

Rio 2 – Dschungelfieber

Rio 2 – Dschungelfieber

AbenteuerAnimationFamilieKomödie von 2014 aus dem Hause 20th Century Fox.

Rio 2 - Dschungelfieber

Story: Blu (Jesse Eisenberg) und Jewel (Anne Hathaway) verlassen gemeinsam mit ihren drei Kindern das sichere Zuhause in der Großstadt Rio, weil Jewel der Meinung ist, dass die lieben Kleinen lernen sollten, wie richtige Vögel im Amazonas-Regenwald zu leben. So landet die Papageien-Familie nach tausenden Flugkilometern in der Wildnis, wo sich der unter Menschen aufgewachsene Blu äußerst unwohl und fremd fühlt. Dass Jewels Vater Eduardo (Andy Garcia) seinen Schwiegersohn für einen verweichlichten Städter hält, macht die Lage für den armen Blu nicht einfacher. Alles wird noch schlimmer, als sich der blaue Ara bei dem Versuch, ein Frühstück für Jewel zu beschaffen, verfliegt und augerechnet im Bereich des Waldes, der den roten Artgenossen vorbehalten ist, eine der seltenen Paranüsse vom Baum pflückt. Dieser Verstoss soll bestraft werden, aber das sind längst nicht alle Probleme für den Pechvogel. Während Blu von dem rachsüchtigen Kakadu Nigel (Jemaine Clement) verfolgt wird, rollen rücksichtslose Holzfäller in ihren Baggern auf den Wald zu und drohen den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Papageien zu zerstören…

Regie: Carlos Saldanha

Analyse: Tanz, Musik, Farbe. In der Fortsetzung von Rio wird Blu auf eine neue Reise geschickt. Diesmal nicht von einer Kleinstadt ins glitzernde Rio de Janeiro, sondern von eben diesem in den tiefsten Dschungel im Amazonas. Die altbekannten Figuren bleiben erhalten und somit steht schon mal ein solides Grundgerüst für eine Fortsetzung. Die Figuren werden aber nicht noch einmal vorgestellt, weshalb man den ersten Teil sicherlich noch in Erinnerung haben sollte. Es sind auch einige neue Charaktere dabei, einige davon sind interessant wie z.B. die in den Kakadu Nigel verliebte Froschdame Gabi, andere gehen doch leider etwas unter wie der skrupellose und geldgierige Geschäftsmann, dem die Natur egal ist und der nur an seinen Profit denkt. Die Geschichte selbst ist nichts spektakulär neues, denn die Idee Tiere aus der Grossstadt in die freie Wildbahn zu bringen ist ja bereits aus Madagaskar bekannt. Dennoch überzeugt Rio 2 mit viel Herz und guten Lachern. Die neuen Songs klingen gut, sind aber leider keine grossen Ohrwürmer mehr wie es beim ersten Teil der Fall war. Die Animation ist hingegen ist grandios. Die Blue Sky Studios haben es wiedermal geschafft auf jedes noch so kleine Detail zu achten und somit einen optisch nahezu perfekten Film zu schaffen. In 3D wirkt der Film sehr natürlich, die Handlung ist nicht ausschliesslich für den 3D-Effekt produziert worden, was dem Film zugute kommt.

Fazit: Farbenfrohes Familienkino, was leider nicht mehr ganz an die Originalität des ersten Teils herankommt.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer: