Kategorie: Animation

Die Unglaublichen 2

Die Unglaublichen 2

2018 • AnimationAbenteuer • FamilieKomödie • Disney Pixar • Regie: Brad Bird • FSK ab 6 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Die Superhelden-Familie Parr hat es nach ihrem ersten Abenteuer nicht leicht, denn nach mehreren missglückten, oder besser aus Sicht von Politiker missglückten Rettungstaten, wird es Superhelden verboten, ihrer Tätigkeit nachzugehen. Dem Drang wieder als Superheld Menschen zu retten und Katastrophen zu verhindern, möchte eigentlich am liebsten Bob aka Mr. Incredible nachgehen. Aber eine reiche Investoren Familie, die Superhelden wieder in der Gesellschaft beliebt machen und das Gesetz zum Verbot kippen will, sieht in Helen aka Elastigirl das bessere Aushängeschild für ihre Kampagne. Somit bleibt Bob nichts anderes übrig, als auf die Kinder Violetta, Dash und Jack-Jack aufzupassen und zu Hause den Haushalt zu schmeissen. Als sowohl Helens als auch Bobs Aufgaben unlösbar scheinen, muss sich die Familie ihrer bisher grössten Herausforderung stellen. Bob muss die Kindererziehung in den Griff kriegen und Helen bekommt es mit dem Bösewicht Screenslaver zu tun.

Die Unglaublichen 2 setzt genau da an, wo der erste Film aus dem Jahr 2004 aufgehört hat und überspielt die 14 Jahre, die es gedauert hat, einen zweiten Teil zu drehen, mit Leichtigkeit. Es ist schön zu sehen, dass Pixar am Animationsstil festgehalten hat und ihn nicht durch bessere Techniken ersetzt hat. Während wir nun, ganz im Gegensatz zum Original genau den umgekehrten Rollen von Helen und Bob folgen, bekommen auch die Kinder hier deutlich mehr Zeit auf der Leinwand, um sich zu entfalten und ihren Charakter zu zeigen. Natürlich ist hier das Baby Jack-Jack der komplette Mittelpunkt und stielt den anderen Familienmitgliedern komplett die Show, meiner Meinung nach vielleicht zum Teil ein bisschen zu viel. Dennoch funktionieren die Gags hervorragend, die Chemie zwischen den Persönlichkeiten ist absolut stimmig. Die Fortsetzung des mittlerweile beinahe schon zum Kult gewordenen Erstlings lässt mich nicht nur mit Helen und Bob mitfühlen, sondern auch mit dem gesamten Rest der Familie. Die Geschichte der verbotenen Superhelden, die durch wunderbare Heldentaten wieder legalisiert werden sollen, ist, wie soll ich es sagen, okay. Mein Problem war, dass ich das Ende schon länger erahnen konnte und es somit keinen grossen Wow-Effekt mehr gab. Da stellt sich dann für mich doch die Frage, ob dies nun eine Fortsetzung für die Kinder ist, die den Film vor 14 Jahren gesehen und lieben gelernt haben, oder ob der Film doch eher für die Kinder der heutigen Generation gedacht war. Für erstere war mir der Plot zu durchschaubar, leider. Für letztere hingegen ist es ein wunderbarer Kinderfilm mit allem, was für die Kleinen wichtig ist. Und trotzdem habe auch ich mich wunderbar unterhalten gefühlt, denn die Dialoge sind stimmig, die Atmosphäre des Films ist locker und fröhlich, die Publikumslieblinge Frozone und Edna Mode sind wieder mit von der Partie und all die kleinen Details, die ich hier als „negativ“ aufgeführt habe, konnte ich doch noch irgendwie etwas beiseite legen, denn Disneys „Die Unglaublichen 2“ ist ja in erster Linie ein Kinderfilm – und dafür war er echt super.

Trailer:

© Bild & Trailer: Disney Pixar

Coco – Lebendiger als das Leben!

Coco – Lebendiger als das Leben!

2017 • Animation • Familie • Abenteuer • Komödie • Fantasy •  Walt Disney Pixar Animation Studios • Lee Unkrich und Adrian Molina • FSK ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 5 von 5 Punkten

Miguel ist in einer Familie gross geworden, die Musik nicht nur hasst, sondern abgrundtief verabscheut. Die Titelgebende Coco ist Miguels Urgrossmutter – deren Mutter Imelda hatte der Musik abgeschworen, nachdem ihr Mann sie und Coco verlassen hatte und mit Musik Karriere machen wollte. Aber Miguel kann dies nicht verstehen, er hat Rythmus im Blut und Musik ist seine Leidenschaft. Er muss dies vor seiner gesamten Familie geheim halten, vorallem vor seiner Grossmutter, der die Geschichte ihrer Familie äusserst wichtig ist. Pixar bringt mit „Coco“ die Tradition des mexikanischen Día de Muertos – dem Tag der Toten – auf die grosse Kinoleinwand. Ich muss zugeben, ich war skeptisch beim Anblick der Geschichte, dass ein Kinderfilm sich mit Leben und Tod auseinandersetzen will. Rückblickend kann ich nun sagen, es war wohl eine der besten Ideen der letzten paar Jahre. Als Miguel unbedingt seinen Traum verwirklichen will Musiker zu werden und dabei in die Welt der Toten grät, bauen Regisseure Lee Unkrich (Arlo & Spot | Findet Nemo | Die Monster AG) und Adrian Molina eine Umgebung auf, die absolut atemberaubend ist. Die Toten leben in ihrere eigenen Welt und können einmal im Jahr zum Tag der Toten (31. Oktober bis 02. November) über eine Brücke auf die echte Welt zurückkehren. Voraussetzung dafür ist, dass jemand ein Bild von ihnen auf ihre „Ofrenda“ stellt, einer Art Altar, der mit Blumen, Essen und Gaben für die Toten geschmückt wird. Damit Miguel wieder zurück in die echte Welt kann, braucht er den Segen eines Mitglieds seiner Familie, um diesen zu holen, geht er mit Hector einen Deal ein, dass er Hectors Foto auf seine Ofrenda stellen wird, damit er über die Brücke gehen kann. Dem Animationsteam von Pixar ist eine optisch wundervolle Arbeit gelungen, ich würde fast schon sagen ein kleines Meisterwerk. Ich kann beim besten Willen kein schlechtes Wort über diesen Film verlieren. Der immer wieder kleine aber feine Humor, die Geschichte von A bis Z, ich bin in den knapp 105 Minuten komplett eingetaucht und konnte vollends in dieser kleinen Welt in Mexiko aufgehen. Ein Animationsfilm, der tatsächlich Werte vermittelt, die Gesellschaftskritisch sind. Wie wir mit dem Tod umgehen und wie unsere Vergangenheit und unsere Vorfahren in Vergessenheit geraten. „Coco“ hat mich zu Tränen gerührt und wird ganz klar einen festen Platz unter meinen Lieblingsfilmen finden.

Einzig etwas speziell war der „Kurzfilm“, welcher den Namen eigentlich nicht verdient hat, von „Die Eiskönigin – Olaf taut auf“, den es als Vorschau gibt. Versteht mich nicht falsch, ich mag Die Eiskönigin sehr, und der Film ist auch echt süss, Aber die Musik wirkte etwas aufgedrängt, als ob Pixar unbedingt etwas bringen müsse. Zudem sind die gut 22 Minuten schlichtweg zu lang. Disney hat in den USA bereits Konsequenzen gezogen und streicht den Kurzfilm. Wann und ob dies auch in Europa so sein wird, ist nicht bekannt.

Trailer:

© Bild & Trailer: Walt Disney Pixar Animation Studios

Emoji – Der Film

Emoji – Der Film

2017 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Anthony Leondis • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

Ein Film über Emojis. Ja, ihr lest richtig, ich habe mir „Emoji – Der Film“ angesehen und ich habe selbst Mitleid mit mir. Aber wir fangen mal etwas objektiver an. Hollywood macht sich mittlerweile daran, alles, aber auch alles zu Geld machen zu wollen, heute noch mehr als vor ein paar Jahren. Die nächste grosse Idee: Ein Film, in dem das Emoji Gene (dt. Stimme: Tim Oliver Schultz) sein bestimmtes Aussehen nicht annehmen kann und von der Chefin der Emojis, Smiler (Dt. Stimme: Anja Kling) , verstossen wird und sich seinen Platz in der Welt des Smartphones sucht. Er trifft auf High Five (dt. Stimme: Christoph Maria Herbst), der aus den Favoriten-Emojis rausgeflogen ist und macht sich mit ihm auf die Suche nach Jailbreak (dt. Stimme: Joyce Ilg), um sich umprogrammieren zu lassen, damit er seine Aufgabe als „Meh“-Emoji voll und ganz einnehmen kann. Randnotiz: Ich empfinde das Emoji weniger als „Meh“, als als „Ugh“, weshalb ich die ersten 30 Minuten des Films damit verbracht habe mir zu überlegen, welches Emoji mit „Meh“ eigentlich gemeint werden soll. Es ist leider, egal wie objektiv ich darauf schaue, nicht wirklich eine tolle Story. Gut, die Animationen sind optisch ansprechend gelungen, aber das war es dann auch schon so ziemlich mit dem Lob. Die Geschichte ergibt von Anfang an leider keinen Sinn, und es wird von Minute zu Minute schlimmer. Während den knapp 90 Minuten konnte ich ganze 15 Mal lächeln, 3 Mal sogar kichern. Korrekt, ich habe tatsächlich mitgezählt. Aber wisst ihr, was das traurige ist? Der gesamte Kinosaal, welcher hauptsächlich von Familien mit Kindern gefüllt war, reagierte ziemlich ähnlich wie ich. So wirklich zum Lachen gebracht hat keiner der Gags jemanden, und nach einer gewissen Zeit sassen alle Zuschauer irgendwie abwesend und gelangweilt in ihren Sitzen. Das Problem? Niemand konnte mit den Charakteren und der Story so richtig etwas anfangen, wie sollten sie auch? Es geht hier ja schliesslich um Emojis und die altbackene Geschichte um jemanden, der sich nicht zugehörig fühlt und seinen Platz in der Welt findet.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich - Einfach unverbesserlich 32017 • Animation • Komödie • Abenteuer • Familie • Illumination Entertainment • Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Illumination Entertainment verpasst Gru (Oliver Rohrbeck) und seinen Minions einen dritten Teil. Die Vorgeschichte der kleinen gelben Helfer haben wir in Minions  ja bereits gesehen. Nachdem der miesepetrige Ex-Schurke im zweiten Teil auf die gute Seite gewechselt hat, und mit der Agentin Lucy Wilde (Martina Hill) die Welt rettet, steht er nun vor einer ganz anderen Herausforderung. Denn er hat einen Zwillingsbruder Dru (Oliver Rohrbeck), welcher mit Gru die Familientradition des Schurkentums wieder aufleben lassen will. Nun, die Idee ist gut, die Umsetzung der Geschichte lässt aber meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Die Gags zwischen Gru, den Minions und den Schurken funktionieren zwar einwandfrei, aber die Story wechselt so oft und sprunghaft, dass es anstrengend wird, dieser richtig zu folgen. Obwohl sie nicht allzu anspruchsvoll ist. Denn das Ende ist sehr schnell vorhergesehen und somit sind viele Handlungsstränge absehbar. Es gibt aber auch positive Dinge, wie z.B. der neue Superschurke Balthazar Bratt (Joko Winterscheidt), der aus nicht nachvollziehbaren Gründen in den 1980er Jahren feststeckt und den gesamten Film mit einem neuartigen und frischen Flair versieht. Mit Balthazar halten auch (ur-)alte Musikhits bei „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ Einzug, die diversen Szenen einen angenehm nostalgischen Touch geben, die aber vielleicht einige Kinder nicht ganz nachvollziehen können, falls die Musik doch zu alt ist. Im grossen und Ganzen muss man sagen, dass der dritte Teil der Reihe wirklich zu unterhalten weiss – vorausgesetzt, man mag die Minions. Denn auch hier spielen die quirligen kleinen Kerlchen eine grosse Rolle. Viele Szenen mit den Minions sind echt gut (haben bei mir Bauchschmerzen vor Lachen ausgelöst) und heben sich doch ein wenig von den letzten Filmen ab, was der ganzen Geschichte deutlich zu Gute kommt. Es gibt abschliessend zu erwähnen, dass der ganze Kinosaal herzhaft lachen konnte – sowohl Erwachsene, als auch die Kinder. Und genau darum geht es ja bei dieser Art von Filmen.

© Bild & Trailer: Illumination Entertainment | Universal Studios

Findet Dorie

Findet Dorie

Findet Dorie2016 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Disney Pixar Regie: Andrew Stanton und Angus MacLane • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben Bewertung: 4 von 5 Punkten

Paletten-Doktorfisch Dorie (Anke Engelke (eng. Orig.: Ellen DeGeneres)) lebt nun seit einem Jahr zusammen mit Clownfisch Nemo (Vicco Clarén (engl. Orig.: Hayden Rolence)) und dessen Vater Marlin (Christian Tramitz (eng. Orig.: Albert Brooks)). Sie schlaf-schwimmt aber immer häufiger, bis sie sich eines Tages an etwas erinnert, was in ihr eine grosse Wunde wieder aufreisst. Denn sie kann sich plötzlich wieder an ihre Eltern erinnern, nur wieso sie nicht mehr bei ihnen ist und wo sie genau sind, daran hat sie keine Erinnerung mehr. Aber sie hat fortan nur noch ein Ziel: Herauszufinden, wo ihre Eltern sind und diese wieder zu finden. Da ihre Vergesslichkeit aber dabei keine grosse Hilfe ist, verschwindet Dorie plötzlich und so machen sich Marlin und Nemo ein weiteres Mal auf in die grosse Welt des Oceans um einige bekannte Gesichter wiederzutreffen, aber auch um neue Freunde zu gewinnen, die ihnen dabei helfen, Dorie zu finden.

Nach dem riesigen Erfolg von Findet Nemo aus dem Jahr 2003 hüllte sich Pixar lange in Schweigen, ob sie eine Fortsetzung des Meeres-Abenteuers machen wollen oder nicht. Ellen DeGeneres, Sprecherin von Dorie in der Englischen Originalversion, durfte 2013, zehn Jahre nach dem ersten Teil, die Fortsetzung in ihrer „The Ellen DeGeneres Show“ ankündigen, allerdings mussten sich die Fans des Films noch bis 2016 gedulden, bis der Film endlich in die Kinos kam. Und nun ist er da, lange erwartet, viel erhofft und fast vier Monate später als in den USA. Da lief Findet Dorie nämlich schon Anfangs Juni an, in unseren Kinos aber erst Ende September, was ich bis heute immer noch nicht verstehe. Aber genug davon, wenigstens muss ich mich nicht über den Titel beschweren, da blieben die deutschen Verleiher zum Glück direkt an „Finding Dory“ dran.

Zum Film. Findet Dorie startet in den Kinos mit einem kleinen Kurzfilm, wie wir das von Pixar auch gewohnt sind. Hier haben uns die Macher mit „Piper“ einen Animations-Wunderhit präsentiert. Die Animationsart, Farben, Umsetzung, sowie auch die Geschichte war grandios, einfach nur wunderschön zum anschauen. Danach startet der Film selbst. Der Film spielt zwar ein Jahr nach den Geschehnissen aus Findet Nemo, bringt aber gleich zu Beginn eine gute Frage auf: Wieso war damals Dorie, als Marlin seinen Sohn Nemo suchte, alleine unterwegs? Diese Frage und auch die Vergangenheit rund um Dorie werden nach und nach aufgedeckt. Diese Verwicklung der Fortsetzung und des Originalfilms fand ich eine super Idee und benötigt ein grosses Lob an die Macher. Man vesetzt sich gleich wieder in dieses Ozean-Feeling mit allen alten Charakteren, die gleich zu Beginn wieder ihren Auftritt haben und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Die Geschichte verfolgt gleichzeitig Dorie auf ihrem Weg zu ihren Eltern, als auch den von Marlin und Nemo, die sie suchen. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits von Findet Nemo, mich hat es nicht gestört dass Pixar dies beibehalten hat, im Gegenteil, es fühlte sich sogar richtig an. Die neuen Charaktere, vorallem der Oktopus Hank (Roland Hemmo (eng. Orig.: Ed O’Neill)) sprechen die Zuschauer an indem sie nicht nur optisch schön gemacht sind, sondern auch charakterlich hervorragend zu den bereits bestehenden Figuren passen. Einiges an der Story ist zwar vorausschaubar, dennoch schafft es Pixar wieder einmal, einige Drehungen einzuschreiben, die das ganze noch einmal spannender machen und vieles von einer neuen Sichtweise darstellen.

Ich bin Pixar dankbar, dass sie an dem Animationsstil des ersten Teils festgehalten haben und nicht „realistischer“ wurden, das hätte das gesamte Bild des Filmes verfälscht denn so bleibt alles vertraut. Nachdem schon Findet Nemo mit offenen Fragen zum Umgang der Menschen mit der Tierwelt und dem Ökosystem aufwartete, spitzen sich diese Anschuldigungen in Findet Dorie noch mehr zu. Man hört und sieht Verunreinigungen des Meeres und da sich ein grosser Teil des Films an Land abspielt, nicht mehr in den Weiten des Ozeans wie der erste Teil, liegt auch ein gewisser Fokus auf den Menschen an sich. Der Film wurde auch als etwas diskriminierend angesehen. Diese Bezeichnung kann ich zwar irgendwie verstehen, aber nicht befürworten. Denn im Zusammenhang mit dem Film finde ich diese Szenen absolut passend.

Findet Dorie lässt sich nicht als eigenständiger Film ansehen. Man muss praktisch den ersten Film sehen vorher, oder ihn wenigstens noch gut in Erinnerung haben, denn die Regisseure Andrew Stanton , der bereits bei Findet Nemo auf dem Regiestuhl sass und Angus MacLane haben die beiden Filme sehr intelligent und einzigartig verbunden. Ich empfehle euch, falls ihr euch einen Trailer ansehen wollt, nicht mehr als den Teaser, den ich unten eingefügt habe, anzuschauen. Dann habt ihr am Film definitiv noch mehr Spass, vertraut mir!

Findet Dorie ist in allen Punkten eine gelungene Fortsetzung des Kassenschlagers von 2003 mit viel Witz, einer Menge Charme, ernsten Szenen und ganz kleinem Kurzzeitgedächtnis.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar

Ice Age 5: Kollision voraus!

Ice Age 5: Kollision voraus!

2016 • Animation • Familie • Abenteuer • Komödie • 20th Century Fox • Regie: Mike Thurmeier und Galen T. Chu • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Das Urhörnchen Scrat (Originalstimme: Chris Wedge) ist immer noch mit seiner heiss geliebten Nuss beschäftigt. Doch das tollpatschige Tierchen setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die sogar die ganze Welt bedrohen. Denn plötzlich stösst er zufällig auf ein UFO, das im Eis eingefroren war, bringt es zum Starten und schießt sich damit ins Weltall. Dort sorgt er dafür, dass immer mehr kleine Meteoriten auf die Erde stürzen und ein riesiger droht sogar, den gesamten Planeten zu vernichten. Mammut Manny (Thomas Nero Wolff), Faultier Sid (Otto Waalkes) und Säbelzahntiger Diego (Thomas Fritsch) versuchen zusammen eine Möglichkeit zu finden, den Untergang der Welt von abzuwenden. Bei diesem turbulenten Abenteuer helfen Ihnen einige bekannte, aber auch neue Freunde. Sie suchen die Absturzstelle eines Meteoriten, der vor langer Zeit schon auf der Erde aufprallte, und machen da eine erstaunliche Entdeckung.

Die Urfreunde aus Ice Age sind nun schon in ihrem fünften Abenteuer unterwegs, machen aber grundsätzlich immer noch dasselbe: Sich selbst und die Erde vor ihrem drohenden Untergang retten. Dass Konzept funktioniert seit dem ersten Film und vermag immer noch Millionen von Zuschauern zu unterhalten. Mit einigen bekannten Figuren aus vorhergehenden Filmen und einigen neuen Charakteren, wurde Ice Age 5 ein bisschen aufgewertet, schafft es aber nicht ganz aus dem „das kommt mir bekannt vor“-Gedanken raus.

Die Animationen sind auf einem Niveau, wie wir es bereits seit Jahren von den Blue Sky Studios (Ice Age | Rio 2) gewohnt sind. Der Humor ist speziell und hat sich seit dem ersten Film nicht wirklich verändert. Für den Film von grossem Vorteil ist, dass auch die einfachsten Gags und gängigsten Situationskomik-Momente nach wie vor noch funktionieren. So kann ich mich z.B. immer noch gefühlt stundenlang über das schon ziemlich dämliche Urhörnchen Scrat amüsieren, welches verzweifelt seine Nuss als Vorrat irgendwo verstecken will.

Gesprochen werden die Charaktere im englischen Original u.A. von John Leguizamo (Sid), Denis Leary (Diego), Queen Latifah (Ellie) und Ray Romano (Manny). In der deutschen Fassung synchronisieren u.A. Otto Walkes (Otto’s Eleven | Ice Age | 7 Zwerge) das Faultier Sid, Thomas Fritsch (Findet Nemo | Kung Fu Panda | Der Wixxer) den Säbelzahntiger Diego, Daniela Hoffmann (Polizeiruf 110 | Ice Age | Vaterherz) die Mammutdame Ellie und Thomas Nero Wolff ersetzt nach dem Tod von Arne Elsholtz dessen Stimme von Mammut Manni, was aber zum Glück nicht allzu sehr auffällt.

Unterhaltsames Animationskino, welches nicht nur für die kleinen, sondern auch grossen Freunde von einfachen Komödien überzeugt.

Trailer:

© Bild und Trailer: 20th Century Fox

 

Angry Birds – Der Film

Angry Birds – Der Film

AnimationKomödieFamilie von 2016 aus dem Hause der Sony Pictures Entertainment Group.

Angry Birds

Regie: Fergal Reilly und Clay Kaytis

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Story & Analyse:

Auf einer abgelegenen Insel wohnt eine bunte Schar von flugunfähigen Vögeln friedlich zusammen. Red (Gesprochen von Christoph Maria Herbst) wird wegen seinen vielen Wutausbrüchen dazu verdonnert, einen Anti-Aggressions-Kurs zu besuchen. Da trifft er auf den hyperaktiven Chuck (Gesprochen von Axel Stein) und Bomber (Gesprochen von Axel Prahl), die ebenfalls ein aggressionsbewältigungs Problem haben. Als auf einmal Schweine auf der Insel ankommen, und sich ganz offen und nett geben, misstraut Red ihrem schwabbeligen grünen Anführer Leonard (Gesprochen von Ralf Schmitz) von Beginn an nicht. Er versucht die anderen zu warnen, aber die hören nicht auf ihn. Als es die Schweine aber dann auf die Eier und somit die ungeborenen Babys der Vögel abgesehen haben, wollen Red uns seine zwei neuen Freunde mit Hilfe des grossen Adlers (Gesprochen von Smudo) die Schweine besiegen. Den Vögeln bleibt nichts anderes übrig, als ihre Höflichkeit Beiseite zu legen, ihrer Wut freien lauf zu lassen und richtige „Angry Birds“ zu werden.

Dass ein Spiel verfilmt wird ist ja grundsätzlich gesehen gar nicht weit hergeholt und wurde schon hunderte Male praktiziert. Dass jedoch eine Smartphone App verfilmt wird, ist doch etwas ungewöhnlich. Nach dem sensationellen Erfolg der Spiele-App Reihe „Angry Birds“ von Rovio hat sich Sony die Filmrechte an dem Stoff gesichert und so einen Animationsfilm der speziellen Art kreiert.

Ich muss zugeben, richtig gefreut habe ich mich auf den Film nicht. Aber ihn einfach so weglassen und nicht anschauen, das hätte ich irgendwie auch nicht gekonnt. Denn irgendwie wollte ich dann schon wissen, wie man aus einem App einen fast 100 Minütigen Film machen kann. Ehrlich gesagt ist die Geschichte an sich natürlich total einfallslos. Die Schweine stehlen die Eier, die Vögel wollen sie mit Hilfe einer riesigen Steinschleuder wieder zurückerobern. Einzig die Vorgeschichte und Handlung zwischendrin ist etwas neu, aber auch da wurde nicht mit riesigen Ideen gekleckert. Dennoch gibt es etwas Action, aber leider erst gegen Ende des Films. Viele Handlungen sind leider zu vorhersehbar oder die viel zu ausführlichen Trailer verraten schon mehr als die Hälfte des Films.

Wer denkt der Film ist ein reiner Kinderfilm, den muss ich etwas enttäuschen. Denn in dem halb gefüllten Kinosaal sah ich sowohl Kinder, als auch Erwachsene (ohne Kinder), denn alle scheinen gespannt darauf zu sein, wie man so einen Film machen kann. Der Inhalt und die Gags ergeben aber wohl teils nur für Zuschauer ab dem Teenageralter Sinn, denn bei einigen Witzen und Andeutungen habe ich nur das Lachen der Erwachsenen gehört. Liegt vielleicht auch an dem zum Teil ein wenig schwarz angehauchten Humor, den die Charaktere in diesem Film haben.

Allgemein zielt der Film sehr auf die Lachmuskeln der Zuschauer ab, denn die werden auch ohne wahnsinnige Story heftig strapaziert. Angry Birds ist ein Film, bei dem man den Kopf ausschalten kann und wirklich nur etwas in Erinnerung schwelgen kann (ich meine, wer spielt heutzutage noch so oft Angry Birds? Dieser Trend ist doch schon wieder etwas vorbei, oder täusche ich mich da etwa?).

Die Animationen sind schön geworden, wobei mir aber optisch von den Effekten her die Vögel einen besseren Eindruck gemacht haben als die Schweine. Den 3D Effekt hätte Sony eigentlich auch komplett weglassen können, denn wirklich etwas gebracht hat der nicht, ausser wenn ein Schnabel eines Vogels direkt auf die „Kamera“ zeigt und er so plötzlich mitten im Raum vor den Zuschauern schwebt.

Der Soundtrack, welcher u.A. von Demi Lovato, Imagine Dragons, Steve Aoki, Charli XCX und Limp Bizkit stammt ist zwar mit vielen bekannten Songs versehen, vermag aber auch nicht die Eintönigkeit der Story zu überdecken. Zur allgemeinen Stimmung des Films können sie aber dennoch einen guten Beitrag leisten.

Fazit: „Angry Birds“ ist eine Art Gute-Laune Film für alle, die keine grosse Geschichte erwarten, sondern nur viel Humor mit Gags wie am Fliessband.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

Trailer:

© Bild und Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Zoomania

Zoomania

AnimationAbenteuerFamilieKrimi von 2016 aus dem Hause der Walt Disney Pictures.

Zoomania

Story: Zoomania, eine gigantische Stadt voller Möglichkeiten: Hier leben die unterschiedlichsten Tierarten Seite an Seite, sei es in Sahara-Wolkenkratzern oder Iglu-Appartements. Für jede Vorliebe findet sich der passende Wohnraum. Mitten in den Trubel dieser Großstadt wird die junge Polizistin Judy Hopps (Stimme im Original: Ginnifer Goodwin / deutsche Fassung: Josefine Preuß) versetzt, die hofft, nun endlich einmal einen großen Fall lösen zu dürfen. Aber als kleiner Nager zwischen lauter großgewachsenen Kollegen wird sie nur belächelt und so darf Judy lediglich Parksündern nachjagen. Als ihr Chef sie endlich mit einem spannenden Auftrag betraut, stellt die clevere Häsin schnell fest, dass sie Hilfe braucht, um die mysteriöse Verschwörung aufzudecken, die die Bewohner von Zoomania in Atem hält. Notgedrungen lässt sie sich auf eine Zusammenarbeit mit dem vorlauten Fuchs und Trickbetrüger Nick Wilde (Jason Bateman) ein.

Regie: Byron Howard und Rich Moore

Analyse: Die Regisseure Byron Howard (Bolt, Rapunzel neu verföhnt) und Rich Moore (Ralph Reichts) inszenieren hier einen genialen Disney Film, der die Hoffnung auf neue Ideen in der Filmindustrie neu weckt. Denn in der langsam aber sicher langweiligen Welt der Fortsetzungen, Neuauflagen und Reboots, ist Zoomania frisch, anders und echt gut. So fiebert man als Zuschauer mit Judy Hopps (gesprochen von Josephine Preuss) und Nick Wilde (gesprochen von Jason Bateman) durch die ganze Geschichte hindurch mit. Denn Zoomania ist anders als die vielen anderen Tierfilme. Denn er schafft es tatsächlich, das Animations-Abenteuer in einen richtigen Krimi mit Spannung, Action und unerwarteten Wendungen zu verwandeln. Die Bilder welche Disney uns in diesem Film zeigt sind auf dem gewohnt hohen Disney-Niveau, wenn auch vielleicht noch etwas darüber. Mit vielen verschiedenen kleinen Charakteren schaffen es Howard und Moore, dass die zuschauer sich die Lachmuskeln wund lachen. Die Szene mit Flash dem Faultier (gesprochen von Rüdiger Hoffmann) hat hier sicherlich schon Kult-Status. Ich empfehle euch aber sicherlich, nicht den langen 2:30 Min Trailer zu sehen, sondern nur den Teaser, den ich unten eingefügt habe. Denn so macht ihr euch eine der besten Szenen des Films nicht kaputt. Ich darf mich an dieser Stelle dann wiedermal über den Titel beschweren. Obwohl ich Zoomania nicht für einen schlechten Titel halte, ist der Original-Titel „Zootopia“ irgendwie passender für den Namen einer Stadt. So schaffte es Disney scheinbar nicht, den Film überall als Zootopia zu verkaufen, und entschloss sich dafür, viele verschiedene Namen zu verwenden wie Zoomania oder Zootropolis. Wobei Zoomania ja auch englisch ist, und ich deshalb keinen wirklichen Sinn dahinter sehe. Aber genug davon.

Disney erschafft mit Zoomania nach Die Eiskönigin – Völlig unverfroren ein weiteres Rekordbrechendes Meisterwerk, denn nach dem Startwochenende des Films katapultierte sich Zoomania auf Platz drei der besten Filmstarts einer nicht adaptierten Geschichte aller Zeiten, direkt hinter Avatar – Aufbruch nach Pandora und Alles Steht Kopf, und verdrängte so sogar Die Eiskönigin, welche diesen Platz bisher für sich beanspruchte.

Fazit: Innovatives Animations-Abenteuer für Gross und Klein. Ein Genuss zum zuschauen, mitlachen und mitfiebern.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Walt Disney Pictures

Arlo & Spot

Arlo & Spot

AnimationFamilieAbenteuerKomödie von 2015 aus dem Hause der Disney Pixar Animation Studios.

Arlo und Spot

Story: In einer Welt, die nie von einem Meteor getroffen wurde, sind die Dinosaurier nicht ausgestorben, sondern leben weiter auf der Erde. Zu ihnen gehört auch der gutmütige Apatosaurus Arlo (Stimme im Original: Raymond Ochoa / deutsche Fassung: Cosmo Claren), der zwar stets versucht, seine Familie tatkräftig zu unterstützen, sich jedoch vor allem und jedem fürchtet. Als er eines Tages aber in einen reißenden Fluss fällt und erst weit entfernt von seinem Zuhause wieder an Land gespült wird, muss er sich in einer ihm fremden Umgebung seinen Ängsten stellen. Dabei ist er allerdings nicht allein, hat er kurz zuvor doch Bekanntschaft mit dem wilden Menschenjungen Spot gemacht, der ganz im Gegensatz zu Arlo vor keiner Gefahr zurückschreckt. Auch wenn der junge Dinosaurier anfangs nicht viel mit dem knurrenden Energiebündel anfangen kann, entwickelt sich zwischen den beiden schnell eine ungewöhnliche Freundschaft, die ihnen hilft, das turbulente Abenteuer zu bestehen, das vor ihnen liegt.

Regie: Peter Sohn

Analyse: Arlo & Spot (Oder wie er im Original auf englisch heisst „The Good Dinosaur“) führt den Zuschauer in eine Welt voller Abenteuer. Was gleich als erstes auffällt, ist die wunderschöne Landschaftsanimation. Pixar spielt hier sein gesamtes können aus, und entführt in eine wundervolle, realistische Welt. Der Gegensatz zu den Charakteren und Tieren ist dann, für mich, doch zu drastisch. Da hätten sie lieber auf dem realistischen Weg bleiben sollen und nicht zu einer kindlichen Animation wechseln. Die Geschichte ist, für mich, nicht so überzeugend. Die Grundidee ist lange klar, und so erübrigt sich der restliche Film eigentlich sehr schnell. Auch wenn einige Szenen gut gelungen sind, im grossen und ganzen konnte mich die Story nicht so richtig mitreissen. Der Film ist dennoch unterhaltsam, keine Frage. Für einen Kinderfilm finde ich ihn aber doch sehr gewagt, denn er ist an einigen Stellen sehr brutal und traurig. Das Highlight des Kinobesuchs war aber ohne Frage der Kurzfilm „Sanjay’s Super Team „, welcher vor Arlo & Spot gezeigt wurde. Der siebenminütige Film wärmte mein Herz und das der anderen Zuschauer unglaublich auf. Für Peter Sohn, welcher Bob Peterson (Oben) ersetzt hatte, ist Arlo & Spot der erste Abendfüllende Spielfilm als Regisseur. Bekannt ist er bis jetzt nur für den Kurzfilm „Teilweise wolkig“.

Fazit: Eine süsse Animationskomödie mit einer etwas eintönigen Story.

Bewertung: 6.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 6 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar Animation Studios

Alles steht Kopf

Alles steht Kopf

AnimationAbenteuerKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Disney Pixar Animation Studios.Alles steht Kopf

Story: Die Gefühle im Kontrollzentrum der elfjährigen Riley (Vivien Gilbert) haben mächtig zu tun: Freude (Nana Spier) versucht, immer eine positive Sicht zu behalten, doch Angst (Olaf Schubert), Wut (Hans-Joachim Heist), Ekel (Tanya Kahana) und Traurigkeit (Philine Peters-Arnolds) bekommen immer mehr die Überhand von Riley. Die Gefühle sind sich uneins darüber, wie sie das Mädchen am besten durch den Alltag navigieren. Als sich Freude und Traurigkeit dann auch noch verlaufen, müssen sie schnell ins Kontrollzentrum zurückfinden, sonst könnte Riley eine große Dummheit begehen. Bald treffen die beiden verirrten Gefühle Rileys imaginären Freund Bing Bong (Michael Pan) und der hat noch eine Ladung guter Laune im Gepäck. Aber der Weg durch Träume und Gedanken zurück in die Zentrale ist lang und voller Hindernisse…

Regie: Pete Docter und Ronaldo Del Carmen

Analyse: Ein neuer Animationsfilm mit einer spannenden Idee: Was geht in Alltagssituationen wohl im Kopf von anderen Menschen vor? Das klingt spannend und so freute ich mich schon lange auf den Film, der bereits im Sommer in den USA anlief, aber es erst jetzt im Herbst auch nach Europa geschafft hat. Erstmal darf ich mich wieder etwas über den Titel vergraulen. Das englische Original nennt sich nämlich „Inside Out“, was grob übersetzt „innen heraus“, also von innen nach aussen steht, bringt das gesamte Konzept des Film deutlich besser zum Ausdruck als „Alles steht Kopf“. Klar, eine gute Übersetzung von „Inside Out“ ist schwierig, dennoch hätte man sicherlich etwas schöneres finden können. Nun, genug darüber und jetzt zum Film selbst. Disney gibt in seinem Trailer (unten) nur sehr wenig von der Story preis, was sehr lobenswert und selten ist heutzutage. Denn gerade bei Alles steht Kopf ist das ein sehr grosses Thema. Setzt euch einfach ins Kino und lasst euch von der Story überraschen! Die Idee ist sowohl gut als auch schlichtweg genial. Die Umsetzung mit diesen kleinen Menschen, die im Kopf ein paar Knöpfchen drücken, um Handlungen und Gefühlt auszulösen, auf so etwas muss man auch erstmal kommen. Die Story (Ich lasse die Inhalte jetzt mal bewusst weg) ist gut gelungen, mit sehr vielen witzigen Elementen, aber auch traurigen. Man könnte den Film in drei Hauptabschnitte aufteilen. Der erste Teil scheint angemessen kurz, der mittlere Teil ist deutlich grösser, was angesichts des Inhalts auch gut ist, dennoch scheint er mir fast etwas zu vollgepackt, wenn man sieht dass das Ende dann relativ kurz geraten ist. Hätte Disney die knapp 95 Minuten ein bisschen vergrössert und den Film auf, sagen wir über 100 Minuten gebracht, wäre das perfekt gewesen. Das zieht der Bewertung einen halben Punkt ab. Die Animationen sind, wie wir und das von Pixar gewohnt sind, sehr schön und angenehm zum anschauen. Viele kleine Details werden wunderbar dargestellt und so zeichnet sich am Schluss ein riesiges Bild, wie sich Disney den Kopf eines Menschen vorstellt. Auf dem Regiestuhl nahmen gleich zwei Personen platz: Pete Docter hat uns bereits „Die Monster AG“ und „Oben“ auf die Kinoleinwand gezaubert. Ronaldo Del Carmen, er ist noch eher unbekannt, hat bisher nur bei Pixars Kurzfilmen einiges beigetragen. Wenn wir gleich beim Stichwort sind: Verpasst unbedingt nicht den kleinen Kurzfilm, der vor Alles steht Kopf noch gezeigt wird! „Lava“ wird euch mit seinem Song und seiner süssen Geschichte aufheitern.

Fazit: Alles steht Kopf ist innovativ, witzig und ein von Anfang bis Ende überzeugender und toller Film. Ein Kino-Highlight 2015!

Bewertung: 9.5  von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar Animation Studios