Kategorie: Action

Geostorm

Geostorm

2017 • Science-Fiction • Action • Thriller • Warner Bros. Studios • Regie: Dean Devlin • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Als ich den Namen Geostorm erstmals gelesen und den Trailer gesehen hatte, dachte ich, die Produzenten dieses Films mussten wohl grosse Fans von „The Day After Tomorrow“ sein. Nun, die Geschichte ist zwar nicht wirklich originell, auf Grund der heutigen Möglichkeiten mit CGI hatte ich mir aber doch ein bisschen etwas von diesem Film erhofft. Die Story hängt daran dass die Unwetter und somit die Gefahr auf der Erde immer mehr zunehmen. Die Menschheit will dem irgendwie entgegentreten und so schliessen sich 17 Nationen zusammen, um ein System zu entwickeln, welches Unwetter vorhersehen und neutralisieren kann. Die Lebensqualität auf der Erde wird so deutlich erhöht und die Menschen haben endlich einmal zusammengespannt und etwas grossartiges erschaffen. Nun scheint dieses System aber Fehlfunktionen zu haben, welche mehreren tausend Menschen das Leben kostet, worauf hin Jake (Gerard Butler) zur ISS fliegt, um dem Ganzen nachzugehen. Leider scheint man aber bei diesem Film nicht genau zu wissen, auf was man den Fokus legen soll. Vom Geostorm und seinen Vorläufern sieht man leider nur sehr wenig, das lässt mich etwas am Titel zweifeln. Und so wechselt man immer wieder zwischen vielen Ortschaften hin und her. Mal Cape Canaveral, mal die ISS, mal Florida, dann Hong  Kong und viele mehr. Es hätte dem Zuschauer gut getan, wenn man sich einfach mal auf zwei Standorte fixiert hätte. Denn so ist es unmöglich eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, welche hier vorkommen. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mal wirklich an die Namen erinnern. Gerard Butler war als einziger Schauspieler verlässlich, aber auch er kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung weg. Jim Sturgess spielt Jakes Bruder Max, Abbie Cornish Max‘ Partnerin Sarah Wilson, Ed Harris verkörpert Leonard Dekkom, Alexandra Maria Lara die deutsche Wissenschaftlerin Ute Fassbinder. Allesamt schaffen es nicht, mir die Person glaubhaft zu spielen und so wirkt alles zu aufgesetzt. Zu Alexandra Maria Lara muss ich hier noch was loswerden. Ich weiss nicht, ob die Synchronsprecherin hier absichtlich eine extreme Hochdeutsche Stimme verleihen wollte da die Rolle eine Deutsche in einem Amerikanischen Film ist, aber es war alles andere als natürlich, schon eher ablenkend und verwirrend. Die eher miese schauspielerische Leistung von Lara macht das leider auch nicht mehr weg. Sie wirkt abwesend, kalt und unnahbar. Zu all diesen Negativpunkten kommt dann noch die CGI, welche im groben Durchschnitt der gut 110 Minuten einfach nur mittelmässig war. Es gab zwar einige optisch sehr beeindruckende Effekte, aber gleich danach kam dann wieder etwas was aussah wie von einem 3-jährigen gezeichnet. Für einen „Blockbuster“ alles andere als befriedigend. Abschliessend gilt es zu sagen, dass Geostorm ein Sci-Fi Film ist, der leider gegenüber den Trash-Katastrophen-Filmen auf RTL 2 nur ein wenig Vorsprung hat. Er vermag zu unterhalten, aber nicht mitzureissen.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

2017 • Horror • Science-Fiction • Action • Western • Fantasy • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Nikolaj Arcel • Bewertung: 3 von 5 Punkten

Aus Bestseller-Author und Horror-König Stephen Kings achtteiliger Fantasy-Saga „Der Dunkle Turm“ wurde nun ein Film produziert und dies mit positiven und negativen Folgen. Kings Reihe dreht sich um einen dunklen Turm, welcher verschiedene Welten und Zeiten zusammenhält und vor der Dunkelheit, welche immer mehr das Universum in sich aufnimmt, beschützt. Es scheint auf einen ewigen Kampf von Gut gegen Böse hinauszulaufen, wobei mit Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club | Interstellar) als Mann in Schwarz und Idris Elba (Star Trek Beyond | Pacific Rim) als Revolvermann Roland meiner Meinung nach gute Darsteller gefunden wurden. Auch Newcomer Tom Taylor zeigt sich als Teenager Jake Chambers als eine solide Wahl. Das Problem des Films ist mehr, dass er keinen roten Faden besitzt. Man wechselt so schnell zwischen Handlungsorten und Charakteren, welche man alle noch nicht kennt, hin und her, so dass man keine Zeit hat, sich zurecht zu finden und zu orientieren. Dies macht die Story sehr schwierig und das schwächt den Film leider sehr ab. Regisseur und Drehbuchautor Nikolaj Arcel versuchte hier zu sehr, viel Geschichte auf unter 100 Minuten zu drücken. Sprich, eine Buchreihe, die mittlerweile acht Teile beinhaltet, kann man nicht in einen Film reinquetschen. Also man kann, aber dann passiert, was mir und vielen anderen Zuschauern geschehen ist, nämlich dass man sich in einer bestehenden Welt vorfindet, die zwar interessant wirkt, aber zu fremd ist. Es fehlen viele Hintergrundinformationen zu Geschehnissen, Charakteren und vielem mehr. So geht die Geschichte leider nicht gross auf die Protagonisten ein, was sie kalt und unnahbar wirken lässt. Wie man es von einem Horror-Science-Fiction Spektakel im heutigen Kino gewohnt ist, ist der Film aber optisch eine Augenweide und die Effekte wirken realistisch und sind gut animiert. ‚Der Dunkle Turm‘ ist einer der wenigen Filmen der letzten Jahre, bei dem ich mir eine Aufteilung und Fortsetzung der Geschichte gewünscht hätte, das wäre der Story deutlich zu gute gekommen und hätte den Zuschauern mehr Zeit gegeben, sich in den verschiedenen Welten zurecht zu finden.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Baby Driver

Baby Driver

2017 • Action • Krimi • Thriller • Abenteuer • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Edgar Wright • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 4,25 von 5 Punkten

Sein Name ist Baby, er fährt Autos und das ziemlich schnell. In diesem simplen Satz ist eigentlich schon fast alles zu diesem Film gesagt. Wieso also erhält er von mir dennoch 4 von 5 Punkten? Nun, Ansel Elgort, welcher hier Baby verkörpert, mochte ich schon in Das Schicksal ist ein mieser Verräter sehr. Er mag zwar nicht ein Schauspieler sein, der viele verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen kann, aber hier passt es wie die Faust aufs Auge, dass er immer etwas abwesend wirkt. Er ist in diesem Film ganz klar das Aushängeschild, der mit seiner Coolness während den Autofahrten glänzt. Baby ist der Fluchtauto-Fahrer der aktuellen Einbruchserie und wenn man ihm nur kurz zuschaut, weiss man auch direkt wieso. Mit einer Selbstverständlichkeit schafft er es, das Auto um die engste Kurve zu bewegen und der Polizei mit Leichtigkeit zu entkommen. Wie viel Geld die Räuber dabei erbeuten, oder wer dabei zu schaden kommt, das ist ihm eigentlich ziemlich egal. Die anderen Schauspieler sind zwar präsent, wie z.B. Kevin Spacey, Lily James oder Jamie Foxx, aber mehr über ihre Charaktere erfahren wir leider nicht, da ist alles viel zu oberflächlich. Edgar Wright, der bereits bei ‚Shaun of the Dead‘ und ‚Scott Pilgrimm gegen den Rest der Welt‘ für Regie und Drehbuch verantwortlich war, inszeniert mit Baby Driver einen rasanten Thriller mit einem gewissen Extra. Musikkomponist Steven Price, der bereits für Suicide Squad, Herz aus Stahl – Fury und Gravity die Musik beisteuerte, gilt hier ein ganz besonderes Augenmerk, oder besser gesagt Ohrenmerk. Denn was Price hier mit dem Filmsoundtrack und grossen Welthits anstellt ist echt bemerkenswert. Sie sind nicht nur Hintergrundmusik, nein, sie sind Teil des Filmes und werden so auf spektakuläre Weise in jede Szene mit integriert, das gibt dem ganzen noch etwas mehr Dynamik. Einige Verfolgungsjagden haben mich leider etwas an Fast & Furious erinnert, weshalb es nicht noch mehr Punkte gab. Trotz der eher flachen Story gab es einige sehr interessante Wendungen und ich fühlte mich durch die vollen 113 Minuten bestens unterhalten. Meiner Meinung nach ein echt packender Thriller.

Trailer:

© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Dunkirk

Dunkirk

2017 • Drama • Action • Krieg • Historie • Warner Bros. Pictures • Regie: Christopher Nolan • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben •  Bewertung: 4,75 von 5 Punkten

400’000 Armeeangehörige der Alliierten sitzen während dem zweiten Weltkrieg in der französischen Hafenstadt Dünkirchen fest, umzingelt von der deutschen Armee warten sie auf die Evakuierung durch Schiffe aus Grossbritannien. Hier seht ihr – wieder einmal – bereits die inkonsequenz der Namensgebung solcher Filme. Während auf französisch der Film mit „Dunkerque“ den original Namen der Hafenstadt bekommen hat, welche auf Englisch „Dunkirk“ heisst, verstehe ich nicht, wieso man ihn im deutschsprachigen Raum nicht „Dünkirchen“ nennt, dies würde deutlich mehr Sinn ergeben. Aber genug davon. Christopher Nolan, Regisseur der „The Dark Knight“-Trilogie, Interstellar und Inception, inszeniert mit ‚Dunkirk‘ ein packendes Kriegsdrama. Die Zuschauer begleiten verschiedene Orte, Soldaten und Zivilisten, welche bei der Schlacht um Dünkirchen irgendwie mitwirkten. Nolan verzichtet in dieser Historie auf die aktuell grössten Namen Hollywoods, dies ist aber definitiv kein Negativpunkt. Die Darsteller wie Fionn Whitehead, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Tom Hardy oder – zu meiner Verwunderung – auch Ex-One Direction Star Harry Styles zeigen absolute Höchstleistungen in Mimik und Gestik. Viele Unterhaltungen zwischen den Charakteren gibt es in diesem Film jedoch nicht wirklich, braucht es aber auch nicht. Denn die düstere und absolut beklemmende Stimmung werden alleine schon durch die Musik des Hollywood-Stars Hans Zimmer und die Ohrenbetäubenden Schüsse, Raketen und Bomben eindrücklich aufrechterhalten, sodass ich nicht ein einziges Mal das Gefühl hatte im Kino zu sitzen und dies ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Gefühle, wenn man ins Kino geht. Dunkirk braucht nicht unmengen an Kunstblut oder explizite Gewaltdarstellung, wie man es sich von anderen Kriegsfilmen gewohnt ist. Damit kann auf eine FSK-16 Freigabe verzichtet werden und der Film auf FSK-12 gebracht werden. Dies ist nicht – wie von einigen Kritikern angedeutet – ein Negativpunkt, sondern für mich ein klarer Pluspunkt. So sieht man, dass der zweite Weltkrieg zwar blutig war, aber es um viel mehr ging. Die Männer kehrten nicht nur mit blutenden Wunden zurück, sondern auch mit Traumas, und grossen psychischen Problemen.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

2017 • Science-Fiction • Action • Abenteuer • Universum Film • Regie: Luc Besson • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Valerian ist die Verfilmung eines gut 50-Jahre alten Comic-Helden für die grosse Kinoleinwand. Die Agenten Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) sind auf einer Mission unterwegs, um die Weltraumstadt Alpha zu retten, in welcher tausende Spezies auf die verschiedensten Arten zusammen leben. Nachdem DeHaan mir in Chronicles ausserordentlich gut gefallen hat, war er mir hier leider nicht authentisch genug, vielleicht brauche ich noch etwas um mich ihn als Action-Helden vorzustellen. Hingegen war ich von Cara Delevingne sehr positiv überrascht, nachdem sie mir in Margos Spuren und Suicide Squad nicht wirklich gefallen hat. Die beiden Hauptdarsteller haben eine spezielle Spannung zwischen ihren Charakteren, welche viele Filmkritiker als negavit bezeichnet haben, aber ich fand es eigentlich recht stimmig. Luc Besson, welcher sich bereits als Regisseur von Léon – Der Profi, Das fünfte Element und Lucy einen grossen Namen gemacht hat, schafft es bei Valerian bildgewaltiges Spektakel auf die Leinwand zu bringen. Die optischen Eindrücke sind atemberaubend und das erschaffene Universum, in welchem sich die Geschichte abspielt, ist liebevoll und besonders detailliert dargestellt. Ich habe das Gefühl, ich müsste sicherlich noch drei Mal ins Kino, um mich auf die Hintergrundaktivitäten zu konzentrieren, um alles einzufangen, was Besson hier zeigen will. Wenn wir aber schon die Geschichte angesprochen haben, die hat mich leider so gar nicht überzeugt. Oder anders gesagt, es geschieht so viel auf einmal, man kommt mit dem verstehen gar nicht nach. Es ist einer der ganz wenigen Filme in den letzten Kinojahren, von denen ich mir sehnlichst einen Mehrteiler gewünscht hätte. Ja, ein Startfilm mit der gesamten Geschichte der Planetenstadt Alpha und dem Grundstein der Agenten Valerian und Laureline, und danach die eigentliche Story dieses Films. Also für einen Zweiteiler hätte es bei weitem gereicht. Die anderen Schauspieler gehen neben DeHaan und Delevingne schon fast unter, so auch die gross angekündigte Rihanna, welche aber sowieso nur eine kleine Nebenrolle innehat.

Trailer:

© Bild & Trailer: Universum Film

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

2017 • FantasyAbenteuerActionKomödieWalt Disney PicturesRegie: Joachim Rønning und Espen Sandberg • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,75 von 5 Punkten

Jack Sparrow – oh, Entschuldigung – Captain Jack Sparrow kehrt auf die Leinwand zurück und erlebt ein neues Abenteuer. Erstmal kündige ich meine Verwirrung für den Titel an. Obwohl es online Poster zu „Pirates of the Caribbean 5: Salazar’s Revenge“ gibt, ist der Originaltitel „Dead Men Tell No Tales“ also zu Deutsch „Tote erzählen keine Geschichten“ – dies würde mit der Geschichte deutlich mehr Sinn ergeben. Aber sich über Filmnamen aufzuregen hat leider noch nie etwas gebracht. Nun zum Film. Nachdem in den Vorgeschichten u.A. nach dem Ende der Welt, dem Jenseits oder dem Jungbrunnen gesucht wurde, ist das aktuelle Ziel jetzt der Dreizack des Poseidon, der jeden Fluch der Meere brechen können soll. Henry Turner (Brenton Thwaites), Sohn von Will und Elisabeth Turner, spannt mit Carina Smith (Kaya Scodelario) zusammen, um dieses Sagenumwobene Artefakt zu finden. Beide haben ihre eigenen Gründe dafür, aber um das zu schaffen, brauchen sie die Hilfe vom guten alten Jack (Johnny Depp). Die beiden jungen Neuzugänge in dem Pirates-Universum machen ihren Job zwar nicht oscarreif, aber sie verkörpern ihre Rollen glaubwürdig. Barbossa (Geoffrey Rush) kriegt von der Schatzsuche Wind und macht sich daran, das ungewöhnliche Gespann zu finden und seinen Teil einzustreichen. Die Geschichte ist zwar nicht gerade originell, dennoch weiss sie – vor allem für Fans der Reihe – gut zu unterhalten. Es reicht nicht für viele Überraschungen, dazu ist der Gesamtplott der Story zu schnell offengelegt. Die Spezialeffekte sind optisch sehr überzeugend und der ganze Film ist sowohl kostümtechnisch als auch musikalisch wunderbar stimmig inszeniert. Der Humor greift überzeugend bei praktisch allen Gags und vermittelt ein Gefühl von Solider Unterhaltung. Der Titelgebende Widersacher von Captain Jack Sparrow, Captain Salazar (Javier Bardem), vermag es zwar die Geschichte glaubhaft zu vermitteln, mir war er aber zu flach – sprich, es war eine deutlich zu oberflächliche Rolle, die mich leider irgendwie kalt liess, was dann wiederum seine Stärke als Bösewicht etwas dämpfte. Um den Film zu verstehen muss man übrigens die vergangenen Filme zwar nicht erst letztlich gesehen haben, man sollte aber die Filme definitiv noch kennen und im Kopf haben, evt. es schadet sogar nicht wenn man die Handlung vielleicht nochmals kurz überliesst. Es werden einige Andeutungen an die Vorgänger gemacht, welche zu schade sind zum verpassen, falls man die Filme nicht kennen sollte. Kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich, bis ganz zum Ende, also der After Credit Scene, sitzen zu bleiben.

Wer den Trailer ansehen will, sollte sich auf den unten eingebundenen Teaser beschränken, da der Trailer an sich – wieder einmal – deutlich zu viele Details des Films zeigt.

Trailer:

© Bild & Trailer: Walt Disney Pictures | Jerry Bruckheimer Films

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man Homecoming2017 • Science-FictionFantasyActionAbenteuerMarvel StudiosRegie: Jon Watts • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Das schon fast volle Marvel Cinematic Universe (MCU) erhält mit ‚Spider-Man: Homecoming‘ einen Neuzugang. Nachdem in Captain America 3: Civil War der erste Auftritt des Teenagers war, bekommt er nun seine eigene Titelrolle, und wir erfahren mehr zu seinen Hintergründen. Lange hielt sich das „Gerücht“ um eine kleine Rolle von Robert Downey Jr. als Iron Man hartnäckig, jetzt in der Geschichte ergibt sein Auftritt aber einen Sinn, da er für Peter Parker (Tom Holland) eine Art Mentor darstellt. Um der Story des Films überhaupt folgen zu können, ist es definitiv von Vorteil, wenn man im MCU auf dem neusten Stand ist und mindestens Captain America 3, Avengers und Avengers: Age of Ultron gesehen hat. Nun, eigentlich sollte man alle Marvel Filme gesehen haben um alle Anspielungen zu verstehen, aber dies mal nur so am Rande. ‚Spider-Man: Homecoming‘ unterscheidet sich hier von den anderen Verfilmungen mit Tobey Maguire (Spider-Man 2002-2007) und Andrew Garfield (Amazing Spider-Man 2012-2014) vorallem durch die Unterschützung und Anlehnung an die Avengers, aber auch die Zusammenarbeit von Sony mit Marvel. Der gewohnte Marvel-Humor zieht sich auch durch diesen Film hindurch, wobei ich sagen muss, obwohl ich den Humor und die Gags seht mag, es war mir schon fast zu viel. Ja, man kann es mit Sprüchen und Witzen übertreiben. Und zwar bis zu diesem Level, an dem man der Story nicht mehr aktiv folgt und somit vielleicht potenziell wichtige Hinweise übersieht. So geschehen, als ich im Kinosaal sass und eine Wendung in der Geschichte mit komplett getroffen hat, da ich es komplett übersehen hatte. Ansonsten steht ‚Spider-Man: Homecoming‘ den weiteren Marvel Titeln in nichts nach, erst recht nicht wenn es um die optische Umsetzung und die Special Effects geht, die sind auf einem atemberaubend hohen Niveau. Marvel-typisch lohnt es sich, bis nach den Mid Credits (Animierte Credits am Ende des Films) sitzen zu bleiben, da es noch einmal eine kleine Szene zu sehen gibt, die einen weiteren Teil anteasert. Bis zum Schluss der Credits kann man sitzen bleiben wenn man will, man verpasst aber gar nichts, wenn man nach den Mid Credits geht. Richtig gelesen: ‚Spider-Man: Homecoming‘ hat zwar eine After Credit Szene, aber keine die für das MCU wichtig wäre. Eher in die Richtung der End Credit Szene von Deadpool.

Trailer:

© Bild & Trailer: Marvel Studios | Sony Pictures Entertainment Group

The Purge 3: Election Year

The Purge 3: Election Year

The Purge 3 - Election Year2016 • Thriller • Horror • Action • Science-Fiction • Universal Pictures • Regie:  James DeMonaco • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Im Sinne der „neuen Gründerväter“ veranstalten die USA einmal jährlich die Purge – die Säuberung – und legalisieren in diesen zwölf Stunden alle Straftaten, inklusive Mord, um die Verbrechen an den restlichen Tagen im Jahr zu verkleinern. Aber die Bevölkerung ist gespalten. Die einen sehen in der Purge die einzige Möglichkeit, die USA zu erhalten, die anderen appellieren an den gesunden Menschenverstand und die Tatsache, dass mehrheitlich die sozial schwachen Menschen getötet werden. Zu den Gegnern der Purge zählt auch die Senatorin und Präsidentschaftskandidatin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell). Nach einer Regeländerung für die Purge-Nacht ist auch ihr Leben in Gefahr und so muss ihr Sicherheitschef Leo Barnes (Frank Grillo) alles daran setzen, Charlie sicher duch diese Purge zu bringen.

Nachdem 2013 der Originalfilm The Purge – Die Säuberung in die Kinos kam, setzen uns die Macher hier bereits den dritten Teil vor die Nase. Die Grundidee ist die gleiche wie schon zu Beginn, orientiert sich aber mehr m zweiten Teil The Purge 2 – Anarchy, denn man verbringt viel Zeit auf den grossen und weiten Strassen. Wie im Titel schon angedeutet, geht es hier um das Wahljahr, sprich die Amerikaner werden dieses Jahr einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin wählen. Inwiefern die Hersteller hier gewollt oder eben nicht auf das Wahljahr 2016 mit den echten Konkurrenten Donald Trump und Hillary Clinton anspielen, weiss ich leider nicht. Aber das mal aussen vor.

Die Geschichte ist nichts wirklich überzeugendes, vieles ist viel zu vorhersehbar und einige Handlungen sind schon fast langweilig geworden, da sie nun schon zum dritten Mal gezeigt werden. Dennoch schafft es der Film aber auch, einige Szenen wirklich gut zu verpacken und etwas überraschend rüber zu bringen. Dagegen stehen aber dann wieder die schon fast lächerlichen Logikfehler. Ein total in Licherketten getauchtes Auto z.B. sieht wirklich super genial aus, da frage ich mich dann aber, wie wollen die in dem Auto denn überhaupt etwas gesehen haben? Sowie sich die Präsidentschaftskandidatin Roan dazu entschliesst, in ihrem Haus zu bleiben während der Purge, um „Nähe“ zum Volk zu demonstrieren, dann aber ihr Haus in einen Superbunker verwandelt wird.

Wieder mit von der Partie ist Frank Grillo (Zero Dark Thirty | Gangster Squad | Captain America 3: Civil War) als Leo Barns, der seinen Job wieer ziemlich gut und überzeugend macht. Elizabeth Mitchell (Santa Clause 2 | Lost (Serie) | Running Scared) als Charlie Roan hingegen wirkt auf mich sehr unpersönlich, richtig abwesend und überhaupt nicht in ihrer Rolle. Schade, das hat dem Film leider etwas Potenzial gekostet. Die restlichen Schauspieler wie Betty Gabriel  (Beyond Skyline) als Laney Rucker, Mykelti Williamson (Species II | Lucky#Slevin | Final Destination 4) als Joe Dixon oder Joseph Julian Soria (Crank 2 | High School | Max) als Marcos machen ihre Arbeit da schon etwas besser und bringen auch mal ein paar Gefühle auf die Leinwand.

Als Regisseur ist, wie bereits bei den beiden Vorgängern, wieder James DeMonaco im Spiel, was man irgendwie durch den Film durch spürt, wenn man die anderen Teile kennt. Denn es scheint fast so, als würde DeMonaco, welcher auch alle drei Drehbücher geschrieben bzw. mitgeschrieben hat, nichts mehr einfallen. Es wirkt alles schon mal gesehen und das macht einen Film nichts gerade sehr attraktiv. Dennoch muss ich anerkennend sagen, dass, trotz der vielen Negativpunkte, ich mich durchaus unterhalten gefühlt habe (auch wenn ich dafür ein Auge zudrücken musste) und der Film teilweise echt spannend wurde. Dass man einen erfolgreichen Horrorfilm nicht ewig weiterziehen kann, wissen wir aber spätestens seit SAW III bis VII alle. Dass es trotzdem versucht wird, steht leider nur für die Geldgier der grossen Filmunternehmen.

Horror-Thriller mit durchsichtiger Story und zu abwesender Hauptdarstellerin, der der schlechteste Teil der Reihe ist, aber irgendwie trotzdem unterhaltend.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Now You See Me – Die Unfassbaren 2

Now You See Me – Die Unfassbaren 2

Now You See Me - Die Unfassbaren 22016 • Mystery • Thriller • Action • Krimi • KomödieAscot Elite Entertainment Group • Regie: Jon M. Chu • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Ein Jahr, nachdem das Quartett „Die Vier Reiter“ das FBI ausgetrickst und dem Versicherungs-Schwergewicht Arthur Tressler (Michael Caine) eine Menge Geld gestohlen und unter den jubelnden Zuschauern verteilt hat, wollen die Magier J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Merritt McKinney (Woody Harrelson) und Jack Wilder (Dave Franco), zusammen mit Neuling Lula (Lizzy Caplan), mit einem noch spektakuläreren Trick die fragwürdigen Praktiken eines Technik-Genies aufdecken. Doch der Trick geht nach hinten los und die Reiter befinden sich, zusammen mit FBI-Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo), auf einmal in einem noch grösseren Trick, welcher von niemand geringerem als den Technik-Wunderkind Walter Mabry (Daniel Radcliffe) aufgestellt wurde. Doch was das mit ihrem ersten grossen Coup zu tun hat, wie Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) da seine Finger mit im Spiel hat und wie gefährlich das für ihr eigenes Leben wird, wird erst auf einer rasanten Verfolgungsjagd durch ganz London klar…

Nachdem Now You See Me – Die Unfassbaren 2013 als völliger Überraschungshit das gut vierfache seiner Produktionskosten wieder eingefahren hat, war relativ schnell klar, dass darauf bald eine Fortsetzung folgen würde. Nach Louis Leterrier (Transporter – The Mission | Der Unglaubliche Hulk | Kampf der Titanen) übernimmt aber beim zweiten Teil Jon M. Chu (Step Up 2 The Streets | G.I. Joe – Die Abrechnung | Jem and the Holograms) die Regie. Über den deutschen Namen des Films beschwere ich mich an dieser Stelle jetzt für einmal nicht, obwohl ich es sehr gut auf eine dreistündige Diskussion ausweiten könnte.

Die Besetzung blieb gegenüber dem ersten Teil praktisch gleich, einzig die weibliche Reiterin wurde ausgetauscht, verkörpert wird der neue Charakter „Lula“ durch Lizzy Caplan (Cloverfield | 127 Hours | The Interview). Die Schauspielerin macht ihren Job zwar nicht schlecht, dennoch kann man ihr eine kleine nervende Eigenschaft nicht abreden, aber vielleicht soll Lula auch so rüberkommen, mich jedenfalls hat das leider ein wenig gestört. Ebenfalls neu im Bunde ist Daniel Radcliffe (Harry Potter Heptalogie | Die Frau in Schwarz | Horns), welcher Walter Mabry verkörpert. Das amüsanteste daran ist wohl, dass Radcliffe, welcher in den Harry Potter Filmen den gleichnamigen Zauberschüler verkörperte, hier nicht als Magier, sondern als Gegner der eben solchen da steht. Seine Rolle verkörpert er von Anfang an gut und überzeugend. Das bereits bekannte Trio, bestehend aus Jesse Eisenberg (Zombieland | The Social Network | Batman v Superman), welcher J. Daniel Atlas spielt, Woody Harrelson (No Country for Old Men | Die Tribute von Panem | The Messenger – Die letzte Nachricht), der Merritt McKinney verkörpert und Dave Franco (Scrubs – Die Anfänger (Serie) | 21 Jump Street | Bad Neighbors), der Jack Wilder Leben einhaucht, spielt überzeugend und schafft es, das Publikum zu fesseln. Auch die „Profis“ Mark Ruffalo (Zodiac | Marvel’s The Avengers | Foxcatcher) als Dylan Rhodes, Michael Caine (Miss Undercover | Kingsman – The Secret Service | The Dark Knight Rises) als Arthur Tressler und Morgan Freeman (Bruce Allmächtig | R.E.D. – Älter, härter, besser | Lucy) als Thaddeus Bradley sind wieder mit von der Partie und bringen Standfestigkeit in den doch noch einigermassen jungen Cast rein.

Die Geschichte, welcher erzählt wird, ist schnell aufgenommen und verarbeitet, erwartet also keine zu grosse Story. Dennoch schafft es der Film, mit einigen Ecken und vielen Wendungen den Ablauf spannend zu gestalten, was dem Zuschauer Gelegenheit gibt, sich auf die vielen Tricks zu konzentrieren. Ja, auch in diesem Film wird wieder gezaubert dass sich die Jungfrauen praktisch von selbst zersägen, aber dank der Computertechnik sieht das leider oft sehr künstlich aus. Da hätte ich mir etwas mehr Budget für die gesamte CGI Abteilung gewünscht. Einige Szenen sind zwar überzeugend gelungen, im Grossen und Ganzen aber waren die Bildeffekte leider enttäuschend.

Überzeugter war ich allerdings von der Chemie in dem Film. Man merkt richtig, dass sowohl Schauspieler, als auch die Drehbuch Autoren und der Regisseur eine grosse Freude daran hatten, diesen Film zu drehen, was sich auch etwas in der Komik des Film wiederspiegelt, denn da gibt es einige gut platzierte Gags. Und dass bereits ein dritter Teil angekündigt wurde, lässt mein verzaubertes Herz noch etwas höher schlagen. Um den Film zu verstehen muss der erste Teil zwar nicht unbedingt geschaut werden, da vieles im Vorspann erklärt wird, dennoch würde ich es wärmstens empfehlen, da man so die Charaktere noch etwas besser kennenlernt.

Überzeugender Krimi-Thriller, welcher durch gute Schauspieler sehr gewinnt, aber durch die eher schlechten optischen Effekte leider wieder etwas verliert.

Noch ein letzter Tipp: Falls ihr noch keinen Trailer gesehen habt, schaut euch bitte höchstens den Teaser unten an, denn die restlichen Trailer verraten schon einiges zu viel über den Film.

Trailer:

© Bild & Trailer: Ascot Elite Entertainment Group

Suicide Squad

Suicide Squad

Suicide Squad2016 • Action • Fantasy • Abenteuer • Science-Fiction • Komödie • Warner Bros. Pictures • Regie: David Ayer • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Amanda Waller (Viola Davis) will, als Geheimprojekt der US Regierung, eine Truppe ganz besonderer Menschen zusammenstellen, um sich gegen geheimnisvolle und unbesiegbare Bedrohungen zu wappnen. Sicher ist dieses Vorhaben nicht, denn bei diesen „besonderen“ Menschen handelt es sich um die schlimmsten und gefährlichsten Verbrecher der Welt, denn diese schmoren in ihren Gefängnissen vor sich hin und haben somit nichts mehr zu verlieren. Zu den Auserwählten gehören, neben Rick Flag (Joel Kinnaman), dem Army-Spezialisten und Leiter der Gruppe, die exzentrische Harley Quinn (Margot Robbie), Deadshot (Will Smith), Captain Boomerang (Jai Courtney), Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje), El Diablo (Jay Hernandez) und June Moone/Enchantress (Cara Delevingne). Als dann genau so eine Situation eintrifft, schickt die Geheimagentin ihre, nicht ganz freiwilligen, Soldaten los, um die Welt zu retten. Doch diese stellen sich schnell mal die Frage, ob sie den Auftrag überhaupt ausführen sollen oder lieber ihren eigenen Hintern retten.

Nachdem DC Comics mit Man of Steel das DC Extended Universe 2013 eingeläutet hat, erlitt das Unternehmen mit Batman V Superman – Dawn of Justice bereits den ersten Rückschlag, nachdem die Kritiken zum Showdown der Superhelden vernichtend ausfielen. Meine Meinung nach ist es DC mit Suicide Squad gelungen, einen lockeren, leichten Weg mit ihren Filmen einzuschlagen. Der oft genannte Vergleich mit Marvels Guardians of the Galaxy ist natürlich nicht weit hergeholt, gibt dem Film aber Rückenwind und Gegenwind zugleich. Einerseits ist es schwierig an die „Art“, wie Marvel ihren Gute Laune-Superhelden-Film zeigt, heranzukommen, andererseits schafft es Suicide Squad, an einem solchen Film zu lernen, was das Publikum heute scheinbar sehen will.

Mit David Ayer wurde ein erfahrener Action-Regisseur ins Boot geholt, der u.A. Filme wie Herz aus Stahl, End of Watch oder Street Kings gedreht hat. Ayer zeichnet sich auch mitverantwortlich für das Drehbuch. Zusammen mit Autor John Ostrander erschuf er hier einen Film, der anders sein will als seine mit verschiedenen Handlungen verknüpften Vorgänger. Um der Geschichte folgen zu können muss man nicht zwingend Man of Steel oder Batman V Superman gesehen haben, denn auf die Story in diesen Filmen wird nicht wirklich gross eingegangen. Es ist erfrischend, wie die Charaktere vorgestellt werden, denn wenn man so viele neue Gesichter auf einmal sieht, wird es für einen Zuschauer schwierig sich alles gleich von Anfang an zu merken. Das ist Ayer sehr gut gelungen. Sobald die Truppe vorgestellt ist, wird der zuschauer aber dann aber auch schnell mitten in riesige Schlägeeien und Schiesserein rein geworfen, die sich praktisch durch den gesamten Film ziehen. Die vereinzelten ruhigen Minuten werden durch kleine Gesten oder Sprüche aufgelockert und somit für den zuschauer sehr attraktiv dargeboten.

Die Geschichte des Films an sich ist aber kein Wunderwerk. Denn wenn man es nüchtern betrachtet, ohne viele Spezieleffekte und interessante neue Charaktere, enttäuscht sie sogar sehr. Die aufgebaute Welt drum herum lässt das aber fast etwas in den Hintergrund rücken. Denn die optischen Effekte sind sehr schön gelungen und passen perfekt in jede Szene. Die Musik von Steven Price (Herz aus Stahl | Gravity) ist stimmungsvoll und fast schon etwas retro. DC dachte sich wohl „was die Guardians können, können wir schon lange“ und hat sich die Lockerheit und Leichtigkeit des Soundtracks etwas abgeschaut.

Die Schauspieler stehen aber über allem. Allen voran zeigt Margot Robbie (The Wolf of Wall Street | Focus | Legend of Tarzan) als verrückte Harley Quinn eine absolute Spitzenleistung. Man sieht ihr an wie sie Spass an ihrem eigenen Charakter hat und füllt eben diesen komplett aus, herrlich zum anschauen. Ebenso überzeugt hat mich Will Smith (I, Robot | Hancock | I Am Legend) als Deadshot, der mich bis zuletzt eigentlich sehr enttäuscht hat und erst mit „Focus“ wieder besser zu sehen war. Mit Viola Davis (Ender’s Game | The Help | How to get away with murder (Serie)), Joel Kinnaman (RoboCop | Darkest Hour), Jai Courtney (Unbroken | Die Bestimmung – Insurgent | Terminator 5: Genisys),  Jay Hernandez (Hostel | Hostel Part II | World Trade Center) und Cara Delevingne (Anna Karenina | Pan | Margos Spuren) wurde Suicide Squat auch in den Nebenrollen super besetzt. Jared Leto (Alexander | Mr. Nobody | Dallas Buyers Club) hatte es als neuer Joker besonders schwer, da er nach dem Tod von Publikumsliebling Heath Ledger eine grosse Rolle übernehmen musste. Dies hat er aber überzeugend gemeistert, meiner Meinung nach.

Alles in allem gab es zwar einige Negativpunkte, dennoch fühlte ich mich durch die knapp 130 Minuten sehr gut unterhalten, denn sie fühlten sich gar nicht so an. DC ist hier ein lustiger Actionfilm gelungen, der die Kritiker spaltet. Aber publicity ist ja wie man weiss gut, ob sie nun schlecht, oder eben gut ist. Schade wurde ein R-Rating durch den Regisseur ausgeschlossen, gerade Deadpool hat erst kürzlich gezeigt, wie einfach gute Unterhaltung dank einem R-Rating sein kann. PS: Ein R-Rating bedeutet in den USA, dass der Film wegen „intensiver Darstellungen von Sexualität, Gewalt oder Drogenkonsum“ nicht für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren freigegeben ist, also in etwa vergleichbar mit unserem FSK 18.

Unterhaltsame Action-Komödie, welche dank ihrer genialen Charaktere und Schauspieler die sehr flache Story wieder etwas gut machen kann.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures | DC