Kategorie: Abenteuer

Die Unglaublichen 2

Die Unglaublichen 2

2018 • AnimationAbenteuer • FamilieKomödie • Disney Pixar • Regie: Brad Bird • FSK ab 6 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Die Superhelden-Familie Parr hat es nach ihrem ersten Abenteuer nicht leicht, denn nach mehreren missglückten, oder besser aus Sicht von Politiker missglückten Rettungstaten, wird es Superhelden verboten, ihrer Tätigkeit nachzugehen. Dem Drang wieder als Superheld Menschen zu retten und Katastrophen zu verhindern, möchte eigentlich am liebsten Bob aka Mr. Incredible nachgehen. Aber eine reiche Investoren Familie, die Superhelden wieder in der Gesellschaft beliebt machen und das Gesetz zum Verbot kippen will, sieht in Helen aka Elastigirl das bessere Aushängeschild für ihre Kampagne. Somit bleibt Bob nichts anderes übrig, als auf die Kinder Violetta, Dash und Jack-Jack aufzupassen und zu Hause den Haushalt zu schmeissen. Als sowohl Helens als auch Bobs Aufgaben unlösbar scheinen, muss sich die Familie ihrer bisher grössten Herausforderung stellen. Bob muss die Kindererziehung in den Griff kriegen und Helen bekommt es mit dem Bösewicht Screenslaver zu tun.

Die Unglaublichen 2 setzt genau da an, wo der erste Film aus dem Jahr 2004 aufgehört hat und überspielt die 14 Jahre, die es gedauert hat, einen zweiten Teil zu drehen, mit Leichtigkeit. Es ist schön zu sehen, dass Pixar am Animationsstil festgehalten hat und ihn nicht durch bessere Techniken ersetzt hat. Während wir nun, ganz im Gegensatz zum Original genau den umgekehrten Rollen von Helen und Bob folgen, bekommen auch die Kinder hier deutlich mehr Zeit auf der Leinwand, um sich zu entfalten und ihren Charakter zu zeigen. Natürlich ist hier das Baby Jack-Jack der komplette Mittelpunkt und stielt den anderen Familienmitgliedern komplett die Show, meiner Meinung nach vielleicht zum Teil ein bisschen zu viel. Dennoch funktionieren die Gags hervorragend, die Chemie zwischen den Persönlichkeiten ist absolut stimmig. Die Fortsetzung des mittlerweile beinahe schon zum Kult gewordenen Erstlings lässt mich nicht nur mit Helen und Bob mitfühlen, sondern auch mit dem gesamten Rest der Familie. Die Geschichte der verbotenen Superhelden, die durch wunderbare Heldentaten wieder legalisiert werden sollen, ist, wie soll ich es sagen, okay. Mein Problem war, dass ich das Ende schon länger erahnen konnte und es somit keinen grossen Wow-Effekt mehr gab. Da stellt sich dann für mich doch die Frage, ob dies nun eine Fortsetzung für die Kinder ist, die den Film vor 14 Jahren gesehen und lieben gelernt haben, oder ob der Film doch eher für die Kinder der heutigen Generation gedacht war. Für erstere war mir der Plot zu durchschaubar, leider. Für letztere hingegen ist es ein wunderbarer Kinderfilm mit allem, was für die Kleinen wichtig ist. Und trotzdem habe auch ich mich wunderbar unterhalten gefühlt, denn die Dialoge sind stimmig, die Atmosphäre des Films ist locker und fröhlich, die Publikumslieblinge Frozone und Edna Mode sind wieder mit von der Partie und all die kleinen Details, die ich hier als „negativ“ aufgeführt habe, konnte ich doch noch irgendwie etwas beiseite legen, denn Disneys „Die Unglaublichen 2“ ist ja in erster Linie ein Kinderfilm – und dafür war er echt super.

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© Bild & Trailer: Disney Pixar

Coco – Lebendiger als das Leben!

Coco – Lebendiger als das Leben!

2017 • Animation • Familie • Abenteuer • Komödie • Fantasy •  Walt Disney Pixar Animation Studios • Lee Unkrich und Adrian Molina • FSK ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 5 von 5 Punkten

Miguel ist in einer Familie gross geworden, die Musik nicht nur hasst, sondern abgrundtief verabscheut. Die Titelgebende Coco ist Miguels Urgrossmutter – deren Mutter Imelda hatte der Musik abgeschworen, nachdem ihr Mann sie und Coco verlassen hatte und mit Musik Karriere machen wollte. Aber Miguel kann dies nicht verstehen, er hat Rythmus im Blut und Musik ist seine Leidenschaft. Er muss dies vor seiner gesamten Familie geheim halten, vorallem vor seiner Grossmutter, der die Geschichte ihrer Familie äusserst wichtig ist. Pixar bringt mit „Coco“ die Tradition des mexikanischen Día de Muertos – dem Tag der Toten – auf die grosse Kinoleinwand. Ich muss zugeben, ich war skeptisch beim Anblick der Geschichte, dass ein Kinderfilm sich mit Leben und Tod auseinandersetzen will. Rückblickend kann ich nun sagen, es war wohl eine der besten Ideen der letzten paar Jahre. Als Miguel unbedingt seinen Traum verwirklichen will Musiker zu werden und dabei in die Welt der Toten grät, bauen Regisseure Lee Unkrich (Arlo & Spot | Findet Nemo | Die Monster AG) und Adrian Molina eine Umgebung auf, die absolut atemberaubend ist. Die Toten leben in ihrere eigenen Welt und können einmal im Jahr zum Tag der Toten (31. Oktober bis 02. November) über eine Brücke auf die echte Welt zurückkehren. Voraussetzung dafür ist, dass jemand ein Bild von ihnen auf ihre „Ofrenda“ stellt, einer Art Altar, der mit Blumen, Essen und Gaben für die Toten geschmückt wird. Damit Miguel wieder zurück in die echte Welt kann, braucht er den Segen eines Mitglieds seiner Familie, um diesen zu holen, geht er mit Hector einen Deal ein, dass er Hectors Foto auf seine Ofrenda stellen wird, damit er über die Brücke gehen kann. Dem Animationsteam von Pixar ist eine optisch wundervolle Arbeit gelungen, ich würde fast schon sagen ein kleines Meisterwerk. Ich kann beim besten Willen kein schlechtes Wort über diesen Film verlieren. Der immer wieder kleine aber feine Humor, die Geschichte von A bis Z, ich bin in den knapp 105 Minuten komplett eingetaucht und konnte vollends in dieser kleinen Welt in Mexiko aufgehen. Ein Animationsfilm, der tatsächlich Werte vermittelt, die Gesellschaftskritisch sind. Wie wir mit dem Tod umgehen und wie unsere Vergangenheit und unsere Vorfahren in Vergessenheit geraten. „Coco“ hat mich zu Tränen gerührt und wird ganz klar einen festen Platz unter meinen Lieblingsfilmen finden.

Einzig etwas speziell war der „Kurzfilm“, welcher den Namen eigentlich nicht verdient hat, von „Die Eiskönigin – Olaf taut auf“, den es als Vorschau gibt. Versteht mich nicht falsch, ich mag Die Eiskönigin sehr, und der Film ist auch echt süss, Aber die Musik wirkte etwas aufgedrängt, als ob Pixar unbedingt etwas bringen müsse. Zudem sind die gut 22 Minuten schlichtweg zu lang. Disney hat in den USA bereits Konsequenzen gezogen und streicht den Kurzfilm. Wann und ob dies auch in Europa so sein wird, ist nicht bekannt.

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© Bild & Trailer: Walt Disney Pixar Animation Studios

Emoji – Der Film

Emoji – Der Film

2017 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Anthony Leondis • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

Ein Film über Emojis. Ja, ihr lest richtig, ich habe mir „Emoji – Der Film“ angesehen und ich habe selbst Mitleid mit mir. Aber wir fangen mal etwas objektiver an. Hollywood macht sich mittlerweile daran, alles, aber auch alles zu Geld machen zu wollen, heute noch mehr als vor ein paar Jahren. Die nächste grosse Idee: Ein Film, in dem das Emoji Gene (dt. Stimme: Tim Oliver Schultz) sein bestimmtes Aussehen nicht annehmen kann und von der Chefin der Emojis, Smiler (Dt. Stimme: Anja Kling) , verstossen wird und sich seinen Platz in der Welt des Smartphones sucht. Er trifft auf High Five (dt. Stimme: Christoph Maria Herbst), der aus den Favoriten-Emojis rausgeflogen ist und macht sich mit ihm auf die Suche nach Jailbreak (dt. Stimme: Joyce Ilg), um sich umprogrammieren zu lassen, damit er seine Aufgabe als „Meh“-Emoji voll und ganz einnehmen kann. Randnotiz: Ich empfinde das Emoji weniger als „Meh“, als als „Ugh“, weshalb ich die ersten 30 Minuten des Films damit verbracht habe mir zu überlegen, welches Emoji mit „Meh“ eigentlich gemeint werden soll. Es ist leider, egal wie objektiv ich darauf schaue, nicht wirklich eine tolle Story. Gut, die Animationen sind optisch ansprechend gelungen, aber das war es dann auch schon so ziemlich mit dem Lob. Die Geschichte ergibt von Anfang an leider keinen Sinn, und es wird von Minute zu Minute schlimmer. Während den knapp 90 Minuten konnte ich ganze 15 Mal lächeln, 3 Mal sogar kichern. Korrekt, ich habe tatsächlich mitgezählt. Aber wisst ihr, was das traurige ist? Der gesamte Kinosaal, welcher hauptsächlich von Familien mit Kindern gefüllt war, reagierte ziemlich ähnlich wie ich. So wirklich zum Lachen gebracht hat keiner der Gags jemanden, und nach einer gewissen Zeit sassen alle Zuschauer irgendwie abwesend und gelangweilt in ihren Sitzen. Das Problem? Niemand konnte mit den Charakteren und der Story so richtig etwas anfangen, wie sollten sie auch? Es geht hier ja schliesslich um Emojis und die altbackene Geschichte um jemanden, der sich nicht zugehörig fühlt und seinen Platz in der Welt findet.

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© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Baby Driver

Baby Driver

2017 • Action • Krimi • Thriller • Abenteuer • Sony Pictures Entertainment Group • Regie: Edgar Wright • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben • Bewertung: 4,25 von 5 Punkten

Sein Name ist Baby, er fährt Autos und das ziemlich schnell. In diesem simplen Satz ist eigentlich schon fast alles zu diesem Film gesagt. Wieso also erhält er von mir dennoch 4 von 5 Punkten? Nun, Ansel Elgort, welcher hier Baby verkörpert, mochte ich schon in Das Schicksal ist ein mieser Verräter sehr. Er mag zwar nicht ein Schauspieler sein, der viele verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen kann, aber hier passt es wie die Faust aufs Auge, dass er immer etwas abwesend wirkt. Er ist in diesem Film ganz klar das Aushängeschild, der mit seiner Coolness während den Autofahrten glänzt. Baby ist der Fluchtauto-Fahrer der aktuellen Einbruchserie und wenn man ihm nur kurz zuschaut, weiss man auch direkt wieso. Mit einer Selbstverständlichkeit schafft er es, das Auto um die engste Kurve zu bewegen und der Polizei mit Leichtigkeit zu entkommen. Wie viel Geld die Räuber dabei erbeuten, oder wer dabei zu schaden kommt, das ist ihm eigentlich ziemlich egal. Die anderen Schauspieler sind zwar präsent, wie z.B. Kevin Spacey, Lily James oder Jamie Foxx, aber mehr über ihre Charaktere erfahren wir leider nicht, da ist alles viel zu oberflächlich. Edgar Wright, der bereits bei ‚Shaun of the Dead‘ und ‚Scott Pilgrimm gegen den Rest der Welt‘ für Regie und Drehbuch verantwortlich war, inszeniert mit Baby Driver einen rasanten Thriller mit einem gewissen Extra. Musikkomponist Steven Price, der bereits für Suicide Squad, Herz aus Stahl – Fury und Gravity die Musik beisteuerte, gilt hier ein ganz besonderes Augenmerk, oder besser gesagt Ohrenmerk. Denn was Price hier mit dem Filmsoundtrack und grossen Welthits anstellt ist echt bemerkenswert. Sie sind nicht nur Hintergrundmusik, nein, sie sind Teil des Filmes und werden so auf spektakuläre Weise in jede Szene mit integriert, das gibt dem ganzen noch etwas mehr Dynamik. Einige Verfolgungsjagden haben mich leider etwas an Fast & Furious erinnert, weshalb es nicht noch mehr Punkte gab. Trotz der eher flachen Story gab es einige sehr interessante Wendungen und ich fühlte mich durch die vollen 113 Minuten bestens unterhalten. Meiner Meinung nach ein echt packender Thriller.

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© Bild & Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

2017 • Science-Fiction • Action • Abenteuer • Universum Film • Regie: Luc Besson • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Valerian ist die Verfilmung eines gut 50-Jahre alten Comic-Helden für die grosse Kinoleinwand. Die Agenten Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) sind auf einer Mission unterwegs, um die Weltraumstadt Alpha zu retten, in welcher tausende Spezies auf die verschiedensten Arten zusammen leben. Nachdem DeHaan mir in Chronicles ausserordentlich gut gefallen hat, war er mir hier leider nicht authentisch genug, vielleicht brauche ich noch etwas um mich ihn als Action-Helden vorzustellen. Hingegen war ich von Cara Delevingne sehr positiv überrascht, nachdem sie mir in Margos Spuren und Suicide Squad nicht wirklich gefallen hat. Die beiden Hauptdarsteller haben eine spezielle Spannung zwischen ihren Charakteren, welche viele Filmkritiker als negavit bezeichnet haben, aber ich fand es eigentlich recht stimmig. Luc Besson, welcher sich bereits als Regisseur von Léon – Der Profi, Das fünfte Element und Lucy einen grossen Namen gemacht hat, schafft es bei Valerian bildgewaltiges Spektakel auf die Leinwand zu bringen. Die optischen Eindrücke sind atemberaubend und das erschaffene Universum, in welchem sich die Geschichte abspielt, ist liebevoll und besonders detailliert dargestellt. Ich habe das Gefühl, ich müsste sicherlich noch drei Mal ins Kino, um mich auf die Hintergrundaktivitäten zu konzentrieren, um alles einzufangen, was Besson hier zeigen will. Wenn wir aber schon die Geschichte angesprochen haben, die hat mich leider so gar nicht überzeugt. Oder anders gesagt, es geschieht so viel auf einmal, man kommt mit dem verstehen gar nicht nach. Es ist einer der ganz wenigen Filme in den letzten Kinojahren, von denen ich mir sehnlichst einen Mehrteiler gewünscht hätte. Ja, ein Startfilm mit der gesamten Geschichte der Planetenstadt Alpha und dem Grundstein der Agenten Valerian und Laureline, und danach die eigentliche Story dieses Films. Also für einen Zweiteiler hätte es bei weitem gereicht. Die anderen Schauspieler gehen neben DeHaan und Delevingne schon fast unter, so auch die gross angekündigte Rihanna, welche aber sowieso nur eine kleine Nebenrolle innehat.

Trailer:

© Bild & Trailer: Universum Film

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

2017 • FantasyAbenteuerActionKomödieWalt Disney PicturesRegie: Joachim Rønning und Espen Sandberg • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,75 von 5 Punkten

Jack Sparrow – oh, Entschuldigung – Captain Jack Sparrow kehrt auf die Leinwand zurück und erlebt ein neues Abenteuer. Erstmal kündige ich meine Verwirrung für den Titel an. Obwohl es online Poster zu „Pirates of the Caribbean 5: Salazar’s Revenge“ gibt, ist der Originaltitel „Dead Men Tell No Tales“ also zu Deutsch „Tote erzählen keine Geschichten“ – dies würde mit der Geschichte deutlich mehr Sinn ergeben. Aber sich über Filmnamen aufzuregen hat leider noch nie etwas gebracht. Nun zum Film. Nachdem in den Vorgeschichten u.A. nach dem Ende der Welt, dem Jenseits oder dem Jungbrunnen gesucht wurde, ist das aktuelle Ziel jetzt der Dreizack des Poseidon, der jeden Fluch der Meere brechen können soll. Henry Turner (Brenton Thwaites), Sohn von Will und Elisabeth Turner, spannt mit Carina Smith (Kaya Scodelario) zusammen, um dieses Sagenumwobene Artefakt zu finden. Beide haben ihre eigenen Gründe dafür, aber um das zu schaffen, brauchen sie die Hilfe vom guten alten Jack (Johnny Depp). Die beiden jungen Neuzugänge in dem Pirates-Universum machen ihren Job zwar nicht oscarreif, aber sie verkörpern ihre Rollen glaubwürdig. Barbossa (Geoffrey Rush) kriegt von der Schatzsuche Wind und macht sich daran, das ungewöhnliche Gespann zu finden und seinen Teil einzustreichen. Die Geschichte ist zwar nicht gerade originell, dennoch weiss sie – vor allem für Fans der Reihe – gut zu unterhalten. Es reicht nicht für viele Überraschungen, dazu ist der Gesamtplott der Story zu schnell offengelegt. Die Spezialeffekte sind optisch sehr überzeugend und der ganze Film ist sowohl kostümtechnisch als auch musikalisch wunderbar stimmig inszeniert. Der Humor greift überzeugend bei praktisch allen Gags und vermittelt ein Gefühl von Solider Unterhaltung. Der Titelgebende Widersacher von Captain Jack Sparrow, Captain Salazar (Javier Bardem), vermag es zwar die Geschichte glaubhaft zu vermitteln, mir war er aber zu flach – sprich, es war eine deutlich zu oberflächliche Rolle, die mich leider irgendwie kalt liess, was dann wiederum seine Stärke als Bösewicht etwas dämpfte. Um den Film zu verstehen muss man übrigens die vergangenen Filme zwar nicht erst letztlich gesehen haben, man sollte aber die Filme definitiv noch kennen und im Kopf haben, evt. es schadet sogar nicht wenn man die Handlung vielleicht nochmals kurz überliesst. Es werden einige Andeutungen an die Vorgänger gemacht, welche zu schade sind zum verpassen, falls man die Filme nicht kennen sollte. Kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich, bis ganz zum Ende, also der After Credit Scene, sitzen zu bleiben.

Wer den Trailer ansehen will, sollte sich auf den unten eingebundenen Teaser beschränken, da der Trailer an sich – wieder einmal – deutlich zu viele Details des Films zeigt.

Trailer:

© Bild & Trailer: Walt Disney Pictures | Jerry Bruckheimer Films

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man Homecoming2017 • Science-FictionFantasyActionAbenteuerMarvel StudiosRegie: Jon Watts • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 4 von 5 Punkten

Das schon fast volle Marvel Cinematic Universe (MCU) erhält mit ‚Spider-Man: Homecoming‘ einen Neuzugang. Nachdem in Captain America 3: Civil War der erste Auftritt des Teenagers war, bekommt er nun seine eigene Titelrolle, und wir erfahren mehr zu seinen Hintergründen. Lange hielt sich das „Gerücht“ um eine kleine Rolle von Robert Downey Jr. als Iron Man hartnäckig, jetzt in der Geschichte ergibt sein Auftritt aber einen Sinn, da er für Peter Parker (Tom Holland) eine Art Mentor darstellt. Um der Story des Films überhaupt folgen zu können, ist es definitiv von Vorteil, wenn man im MCU auf dem neusten Stand ist und mindestens Captain America 3, Avengers und Avengers: Age of Ultron gesehen hat. Nun, eigentlich sollte man alle Marvel Filme gesehen haben um alle Anspielungen zu verstehen, aber dies mal nur so am Rande. ‚Spider-Man: Homecoming‘ unterscheidet sich hier von den anderen Verfilmungen mit Tobey Maguire (Spider-Man 2002-2007) und Andrew Garfield (Amazing Spider-Man 2012-2014) vorallem durch die Unterschützung und Anlehnung an die Avengers, aber auch die Zusammenarbeit von Sony mit Marvel. Der gewohnte Marvel-Humor zieht sich auch durch diesen Film hindurch, wobei ich sagen muss, obwohl ich den Humor und die Gags seht mag, es war mir schon fast zu viel. Ja, man kann es mit Sprüchen und Witzen übertreiben. Und zwar bis zu diesem Level, an dem man der Story nicht mehr aktiv folgt und somit vielleicht potenziell wichtige Hinweise übersieht. So geschehen, als ich im Kinosaal sass und eine Wendung in der Geschichte mit komplett getroffen hat, da ich es komplett übersehen hatte. Ansonsten steht ‚Spider-Man: Homecoming‘ den weiteren Marvel Titeln in nichts nach, erst recht nicht wenn es um die optische Umsetzung und die Special Effects geht, die sind auf einem atemberaubend hohen Niveau. Marvel-typisch lohnt es sich, bis nach den Mid Credits (Animierte Credits am Ende des Films) sitzen zu bleiben, da es noch einmal eine kleine Szene zu sehen gibt, die einen weiteren Teil anteasert. Bis zum Schluss der Credits kann man sitzen bleiben wenn man will, man verpasst aber gar nichts, wenn man nach den Mid Credits geht. Richtig gelesen: ‚Spider-Man: Homecoming‘ hat zwar eine After Credit Szene, aber keine die für das MCU wichtig wäre. Eher in die Richtung der End Credit Szene von Deadpool.

Trailer:

© Bild & Trailer: Marvel Studios | Sony Pictures Entertainment Group

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Ich - Einfach unverbesserlich 32017 • Animation • Komödie • Abenteuer • Familie • Illumination Entertainment • Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Illumination Entertainment verpasst Gru (Oliver Rohrbeck) und seinen Minions einen dritten Teil. Die Vorgeschichte der kleinen gelben Helfer haben wir in Minions  ja bereits gesehen. Nachdem der miesepetrige Ex-Schurke im zweiten Teil auf die gute Seite gewechselt hat, und mit der Agentin Lucy Wilde (Martina Hill) die Welt rettet, steht er nun vor einer ganz anderen Herausforderung. Denn er hat einen Zwillingsbruder Dru (Oliver Rohrbeck), welcher mit Gru die Familientradition des Schurkentums wieder aufleben lassen will. Nun, die Idee ist gut, die Umsetzung der Geschichte lässt aber meiner Meinung nach etwas zu wünschen übrig. Die Gags zwischen Gru, den Minions und den Schurken funktionieren zwar einwandfrei, aber die Story wechselt so oft und sprunghaft, dass es anstrengend wird, dieser richtig zu folgen. Obwohl sie nicht allzu anspruchsvoll ist. Denn das Ende ist sehr schnell vorhergesehen und somit sind viele Handlungsstränge absehbar. Es gibt aber auch positive Dinge, wie z.B. der neue Superschurke Balthazar Bratt (Joko Winterscheidt), der aus nicht nachvollziehbaren Gründen in den 1980er Jahren feststeckt und den gesamten Film mit einem neuartigen und frischen Flair versieht. Mit Balthazar halten auch (ur-)alte Musikhits bei „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ Einzug, die diversen Szenen einen angenehm nostalgischen Touch geben, die aber vielleicht einige Kinder nicht ganz nachvollziehen können, falls die Musik doch zu alt ist. Im grossen und Ganzen muss man sagen, dass der dritte Teil der Reihe wirklich zu unterhalten weiss – vorausgesetzt, man mag die Minions. Denn auch hier spielen die quirligen kleinen Kerlchen eine grosse Rolle. Viele Szenen mit den Minions sind echt gut (haben bei mir Bauchschmerzen vor Lachen ausgelöst) und heben sich doch ein wenig von den letzten Filmen ab, was der ganzen Geschichte deutlich zu Gute kommt. Es gibt abschliessend zu erwähnen, dass der ganze Kinosaal herzhaft lachen konnte – sowohl Erwachsene, als auch die Kinder. Und genau darum geht es ja bei dieser Art von Filmen.

© Bild & Trailer: Illumination Entertainment | Universal Studios

Findet Dorie

Findet Dorie

Findet Dorie2016 • Animation • Abenteuer • Komödie • Familie • Disney Pixar Regie: Andrew Stanton und Angus MacLane • FSK: Ab 0 Jahren freigegeben Bewertung: 4 von 5 Punkten

Paletten-Doktorfisch Dorie (Anke Engelke (eng. Orig.: Ellen DeGeneres)) lebt nun seit einem Jahr zusammen mit Clownfisch Nemo (Vicco Clarén (engl. Orig.: Hayden Rolence)) und dessen Vater Marlin (Christian Tramitz (eng. Orig.: Albert Brooks)). Sie schlaf-schwimmt aber immer häufiger, bis sie sich eines Tages an etwas erinnert, was in ihr eine grosse Wunde wieder aufreisst. Denn sie kann sich plötzlich wieder an ihre Eltern erinnern, nur wieso sie nicht mehr bei ihnen ist und wo sie genau sind, daran hat sie keine Erinnerung mehr. Aber sie hat fortan nur noch ein Ziel: Herauszufinden, wo ihre Eltern sind und diese wieder zu finden. Da ihre Vergesslichkeit aber dabei keine grosse Hilfe ist, verschwindet Dorie plötzlich und so machen sich Marlin und Nemo ein weiteres Mal auf in die grosse Welt des Oceans um einige bekannte Gesichter wiederzutreffen, aber auch um neue Freunde zu gewinnen, die ihnen dabei helfen, Dorie zu finden.

Nach dem riesigen Erfolg von Findet Nemo aus dem Jahr 2003 hüllte sich Pixar lange in Schweigen, ob sie eine Fortsetzung des Meeres-Abenteuers machen wollen oder nicht. Ellen DeGeneres, Sprecherin von Dorie in der Englischen Originalversion, durfte 2013, zehn Jahre nach dem ersten Teil, die Fortsetzung in ihrer „The Ellen DeGeneres Show“ ankündigen, allerdings mussten sich die Fans des Films noch bis 2016 gedulden, bis der Film endlich in die Kinos kam. Und nun ist er da, lange erwartet, viel erhofft und fast vier Monate später als in den USA. Da lief Findet Dorie nämlich schon Anfangs Juni an, in unseren Kinos aber erst Ende September, was ich bis heute immer noch nicht verstehe. Aber genug davon, wenigstens muss ich mich nicht über den Titel beschweren, da blieben die deutschen Verleiher zum Glück direkt an „Finding Dory“ dran.

Zum Film. Findet Dorie startet in den Kinos mit einem kleinen Kurzfilm, wie wir das von Pixar auch gewohnt sind. Hier haben uns die Macher mit „Piper“ einen Animations-Wunderhit präsentiert. Die Animationsart, Farben, Umsetzung, sowie auch die Geschichte war grandios, einfach nur wunderschön zum anschauen. Danach startet der Film selbst. Der Film spielt zwar ein Jahr nach den Geschehnissen aus Findet Nemo, bringt aber gleich zu Beginn eine gute Frage auf: Wieso war damals Dorie, als Marlin seinen Sohn Nemo suchte, alleine unterwegs? Diese Frage und auch die Vergangenheit rund um Dorie werden nach und nach aufgedeckt. Diese Verwicklung der Fortsetzung und des Originalfilms fand ich eine super Idee und benötigt ein grosses Lob an die Macher. Man vesetzt sich gleich wieder in dieses Ozean-Feeling mit allen alten Charakteren, die gleich zu Beginn wieder ihren Auftritt haben und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Die Geschichte verfolgt gleichzeitig Dorie auf ihrem Weg zu ihren Eltern, als auch den von Marlin und Nemo, die sie suchen. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits von Findet Nemo, mich hat es nicht gestört dass Pixar dies beibehalten hat, im Gegenteil, es fühlte sich sogar richtig an. Die neuen Charaktere, vorallem der Oktopus Hank (Roland Hemmo (eng. Orig.: Ed O’Neill)) sprechen die Zuschauer an indem sie nicht nur optisch schön gemacht sind, sondern auch charakterlich hervorragend zu den bereits bestehenden Figuren passen. Einiges an der Story ist zwar vorausschaubar, dennoch schafft es Pixar wieder einmal, einige Drehungen einzuschreiben, die das ganze noch einmal spannender machen und vieles von einer neuen Sichtweise darstellen.

Ich bin Pixar dankbar, dass sie an dem Animationsstil des ersten Teils festgehalten haben und nicht „realistischer“ wurden, das hätte das gesamte Bild des Filmes verfälscht denn so bleibt alles vertraut. Nachdem schon Findet Nemo mit offenen Fragen zum Umgang der Menschen mit der Tierwelt und dem Ökosystem aufwartete, spitzen sich diese Anschuldigungen in Findet Dorie noch mehr zu. Man hört und sieht Verunreinigungen des Meeres und da sich ein grosser Teil des Films an Land abspielt, nicht mehr in den Weiten des Ozeans wie der erste Teil, liegt auch ein gewisser Fokus auf den Menschen an sich. Der Film wurde auch als etwas diskriminierend angesehen. Diese Bezeichnung kann ich zwar irgendwie verstehen, aber nicht befürworten. Denn im Zusammenhang mit dem Film finde ich diese Szenen absolut passend.

Findet Dorie lässt sich nicht als eigenständiger Film ansehen. Man muss praktisch den ersten Film sehen vorher, oder ihn wenigstens noch gut in Erinnerung haben, denn die Regisseure Andrew Stanton , der bereits bei Findet Nemo auf dem Regiestuhl sass und Angus MacLane haben die beiden Filme sehr intelligent und einzigartig verbunden. Ich empfehle euch, falls ihr euch einen Trailer ansehen wollt, nicht mehr als den Teaser, den ich unten eingefügt habe, anzuschauen. Dann habt ihr am Film definitiv noch mehr Spass, vertraut mir!

Findet Dorie ist in allen Punkten eine gelungene Fortsetzung des Kassenschlagers von 2003 mit viel Witz, einer Menge Charme, ernsten Szenen und ganz kleinem Kurzzeitgedächtnis.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar

NERVE

NERVE

Nerve2016 • Abenteuer • Krimi • ThrillerLions Gate Entertainment Group • Regie: Ariel Schulman und Henry Joost • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben • Bewertung: 3,75 von 5 Punkten

Venus, bzw. „Vee“, (Emma Roberts) steht kurz davor ans Collage zu gehen und somit ihr Zuhause in New York City zu verlassen. Sie bringt es aber nicht übers Herz, das ihrer Mutter Nancy (Juliette Lewis) zu erzählen, weil sie sich um sie Sorgen macht. Ihre beste Freundin Sydney (Emily Meade) ist da gerade auch keine grosse Hilfe, denn die hat nur noch dieses 24-Stunden Spiel namens „NERVE“ im Kopf. Bei dem Spiel gibt es Watcher und Player. Die Watcher zahlen, um den Playern dabei zuzusehen, wie sie die von den Watchern gestellten Challenges, also Herausforderungen, absolvieren. Nachdem die beiden einen Streit haben, weil Sydney eine mittlerweile ziemlich gute Playerin bei NERVE ist und Vee vorhält, sie werde nie mehr als eine Watcherin sein, beschliesst Vee, sich auch bei NERVE als Playerin anzumelden. Schnell lernt sie Ian (Dave Franco) kennen, der ebenfalls ein Player ist. Die beiden sollen, so wollen es die Watcher, zusammen einige Challenges absolvieren. Schnell werden aber aus den witzigen kleinen Challenges richtig gefährliche Aufgaben, die die beiden nahezu an ihre Grenzen stossen lassen. Und so stellt sich schnell die Frage, können sie dieses Spiel irgendwie aufhalten, bevor noch jemand dabei sein Leben verliert, wie dies vor einem Jahr bereits in Seattle passiert ist?

Nun, die Story wirkt sehr interessant, vor allem aber sehr zeitgemäss. Denn in einem Zeitalter, in dem so viele von ihrem Smartphone abhängig sind, ist ein solches Spiel nicht sehr weit entfernt. Bedenkt man dann noch die Natur des Menschen, kommt das ganze fast von selbst zusammen. Nun aber wieder zurück zum Film. Dieser fängt recht simpel, aber mit Werbung ohne Ende an. Man hätte wohl ganze A4-Seiten mit Strichen füllen können, hätte man jede Platzierung eines Produkts oder einer Marke gezählt. Das war schon mal ein kleiner Minuspunkt zum Anfang.

Die Geschichte an sich ist aber ganz okay, nichts riesiges und manchmal etwas vorausschaubar. Dennoch gibt es gegen Ende eine doch sehr grosse Bedeutung im Film, nämlich der, dass man mit seinen Daten im Netz nicht leichtfertig umgehen sollte, aber das merkt ihr selbst im Zusammenhang mit den Geschehnissen dann noch besser.

Die Schauspieler erledigen ihren Job gut. Im Falle von Emma Roberts als Venus oder besser gesagt Vee (Valentinstag | Scream 4 | Wir sind die Millers) sogar sehr gut. Man glaubt ihr diese erst zurückhaltende, dann aber aufblühende Rolle. Dave Franco (22 Jump Street | Warm Bodies | Now You See Me 2) schafft es, den undurchsichtigen Ian gut zu verkörpern, sodass man ihm zwar trauen will, aber nicht weiss, ob man das auch sollte. Emily Meade (My Soul To Take | Für immer Single? | Money Monster) spielt zwar ihre Rolle als Sydney, aber wirklich gefühlskräftig wirkt sie leider nicht, da hätte ich mir etwas mehr erwartet. Für Miles Heizer, der Vees guten Freund Tommy darstellt, ist NERVE der erste grosse Film, seit er 2007 als 13-jähriger bei „Rails & Ties“ mitspielte und nebenbei in vielen Serien wie „Bones“, „CSI: Miami“, „Ghost Whisperer“ oder „Cold Case“ als Nebendarsteller mitwirkte.

Genervt haben mich die vielen, wirklich unendlich vielen Logikfehler. So wird z.B. beim MacBook von Apple munter auf dem Display (welches nicht über eine Touch-Eingabe verfügt) umhergedrückt, um Eingaben zu bestätigen. Jedes Handy der einzelnen Charaktere ist ein gefühltes Riesentablet, auf welchem man locker eine Ananas oder eine Wassermelone hätte zerschneiden können (klar, es geht auch darum, dass die Inhalte auf diesen Displays für den Zuschauer gut zu erkennen sind, dennoch wirkt das doch viel zu künstlich, soll der Film ja „Echtheit“ rüberbringen). Die Fingerabdrücke der Besitzer solcher Riesentablets werden, so wird es dargestellt, auf dem Display gelesen, was absoluter Schwachsinn ist. Wenn jemand anruft, steht da natürlich dann „Annehmen“ oder „Ablehnen“, aber vielleicht sind den Filmemachern die kleinen Pfeile auf der Seite der Wörter nicht aufgefallen, die symbolisieren, dass, um die Aktion durchzuführen, der Finger über das Display wischen muss. Dies passiert aber nur in so ungefähr einem von zwölf Fällen.

Das Regieduo Ariel Schulman und Henry Joost, welche beide zusammen schon bei Catfish und Paranormal Activity 3 und 4 auf dem Regiestuhl Platz genommen haben, inszeniert hier einen doch sehr spannenden Krimi-Thriller, der, wenn man den Kopf etwas abstellt und sich in den Film fallen lässt, richtig fesseln kann. Die Effekte wirken, wenn überhaupt eingesetzt, nur stellenweise überzeugend, oft merkt man leider, dass z.B. der Bildschirm des Handys (oder eben des Riesentablets) per Computer im nachhinein hinzugefügt wurde. Der Soundtrack ist zwar stellenweise überzeugend und greift gut in die Szenen ein, oft ist er aber leider nur Nebensache und hätte für mich auch ein paar mal durch einfaches Rauschen ersetzt werden können.

Betrachtet man das ganze Werk an sich, stellt sich dennoch ein eher positives Ergebnis ein, denn NERVE packt die Zuschauer an einem wunden Punkt: Sicherheit im Internet. So fühlt sich irgendwie jeder angesprochen und nach dem Film gehen zahlreiche Diskussionen los, ob das auch bei uns und mit uns möglich wäre oder nicht. So gesehen hat der Film für mich doch sehr sein Ziel erreicht, um auf solche Sachen aufmerksam zu machen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass NERVE ein unterhaltsamer Krimi-Thriller ist, welcher ohne die vielen Logikfehler sicher noch stärker hätte sein können.

Kleiner Tipp am Rande: Den Trailer unten kannst du dir anschauen. Den längeren Trailer, der anstatt 1:40 dann 2:28 dauert, verrät meiner Meinung nach zu viel über den Film.

Trailer:

© Bild & Trailer: Lions Gate Entertainment Group