Alles steht Kopf

Alles steht Kopf

AnimationAbenteuerKomödieFamilie von 2015 aus dem Hause der Disney Pixar Animation Studios.Alles steht Kopf

Story: Die Gefühle im Kontrollzentrum der elfjährigen Riley (Vivien Gilbert) haben mächtig zu tun: Freude (Nana Spier) versucht, immer eine positive Sicht zu behalten, doch Angst (Olaf Schubert), Wut (Hans-Joachim Heist), Ekel (Tanya Kahana) und Traurigkeit (Philine Peters-Arnolds) bekommen immer mehr die Überhand von Riley. Die Gefühle sind sich uneins darüber, wie sie das Mädchen am besten durch den Alltag navigieren. Als sich Freude und Traurigkeit dann auch noch verlaufen, müssen sie schnell ins Kontrollzentrum zurückfinden, sonst könnte Riley eine große Dummheit begehen. Bald treffen die beiden verirrten Gefühle Rileys imaginären Freund Bing Bong (Michael Pan) und der hat noch eine Ladung guter Laune im Gepäck. Aber der Weg durch Träume und Gedanken zurück in die Zentrale ist lang und voller Hindernisse…

Regie: Pete Docter und Ronaldo Del Carmen

Analyse: Ein neuer Animationsfilm mit einer spannenden Idee: Was geht in Alltagssituationen wohl im Kopf von anderen Menschen vor? Das klingt spannend und so freute ich mich schon lange auf den Film, der bereits im Sommer in den USA anlief, aber es erst jetzt im Herbst auch nach Europa geschafft hat. Erstmal darf ich mich wieder etwas über den Titel vergraulen. Das englische Original nennt sich nämlich „Inside Out“, was grob übersetzt „innen heraus“, also von innen nach aussen steht, bringt das gesamte Konzept des Film deutlich besser zum Ausdruck als „Alles steht Kopf“. Klar, eine gute Übersetzung von „Inside Out“ ist schwierig, dennoch hätte man sicherlich etwas schöneres finden können. Nun, genug darüber und jetzt zum Film selbst. Disney gibt in seinem Trailer (unten) nur sehr wenig von der Story preis, was sehr lobenswert und selten ist heutzutage. Denn gerade bei Alles steht Kopf ist das ein sehr grosses Thema. Setzt euch einfach ins Kino und lasst euch von der Story überraschen! Die Idee ist sowohl gut als auch schlichtweg genial. Die Umsetzung mit diesen kleinen Menschen, die im Kopf ein paar Knöpfchen drücken, um Handlungen und Gefühlt auszulösen, auf so etwas muss man auch erstmal kommen. Die Story (Ich lasse die Inhalte jetzt mal bewusst weg) ist gut gelungen, mit sehr vielen witzigen Elementen, aber auch traurigen. Man könnte den Film in drei Hauptabschnitte aufteilen. Der erste Teil scheint angemessen kurz, der mittlere Teil ist deutlich grösser, was angesichts des Inhalts auch gut ist, dennoch scheint er mir fast etwas zu vollgepackt, wenn man sieht dass das Ende dann relativ kurz geraten ist. Hätte Disney die knapp 95 Minuten ein bisschen vergrössert und den Film auf, sagen wir über 100 Minuten gebracht, wäre das perfekt gewesen. Das zieht der Bewertung einen halben Punkt ab. Die Animationen sind, wie wir und das von Pixar gewohnt sind, sehr schön und angenehm zum anschauen. Viele kleine Details werden wunderbar dargestellt und so zeichnet sich am Schluss ein riesiges Bild, wie sich Disney den Kopf eines Menschen vorstellt. Auf dem Regiestuhl nahmen gleich zwei Personen platz: Pete Docter hat uns bereits „Die Monster AG“ und „Oben“ auf die Kinoleinwand gezaubert. Ronaldo Del Carmen, er ist noch eher unbekannt, hat bisher nur bei Pixars Kurzfilmen einiges beigetragen. Wenn wir gleich beim Stichwort sind: Verpasst unbedingt nicht den kleinen Kurzfilm, der vor Alles steht Kopf noch gezeigt wird! „Lava“ wird euch mit seinem Song und seiner süssen Geschichte aufheitern.

Fazit: Alles steht Kopf ist innovativ, witzig und ein von Anfang bis Ende überzeugender und toller Film. Ein Kino-Highlight 2015!

Bewertung: 9.5  von 10 Punkten

FSK: Ab 0 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Disney Pixar Animation Studios

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