Kategorie: Krieg

Dunkirk

Dunkirk

2017 • Drama • Action • Krieg • Historie • Warner Bros. Pictures • Regie: Christopher Nolan • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben •  Bewertung: 4,75 von 5 Punkten

400’000 Armeeangehörige der Alliierten sitzen während dem zweiten Weltkrieg in der französischen Hafenstadt Dünkirchen fest, umzingelt von der deutschen Armee warten sie auf die Evakuierung durch Schiffe aus Grossbritannien. Hier seht ihr – wieder einmal – bereits die inkonsequenz der Namensgebung solcher Filme. Während auf französisch der Film mit „Dunkerque“ den original Namen der Hafenstadt bekommen hat, welche auf Englisch „Dunkirk“ heisst, verstehe ich nicht, wieso man ihn im deutschsprachigen Raum nicht „Dünkirchen“ nennt, dies würde deutlich mehr Sinn ergeben. Aber genug davon. Christopher Nolan, Regisseur der „The Dark Knight“-Trilogie, Interstellar und Inception, inszeniert mit ‚Dunkirk‘ ein packendes Kriegsdrama. Die Zuschauer begleiten verschiedene Orte, Soldaten und Zivilisten, welche bei der Schlacht um Dünkirchen irgendwie mitwirkten. Nolan verzichtet in dieser Historie auf die aktuell grössten Namen Hollywoods, dies ist aber definitiv kein Negativpunkt. Die Darsteller wie Fionn Whitehead, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Tom Hardy oder – zu meiner Verwunderung – auch Ex-One Direction Star Harry Styles zeigen absolute Höchstleistungen in Mimik und Gestik. Viele Unterhaltungen zwischen den Charakteren gibt es in diesem Film jedoch nicht wirklich, braucht es aber auch nicht. Denn die düstere und absolut beklemmende Stimmung werden alleine schon durch die Musik des Hollywood-Stars Hans Zimmer und die Ohrenbetäubenden Schüsse, Raketen und Bomben eindrücklich aufrechterhalten, sodass ich nicht ein einziges Mal das Gefühl hatte im Kino zu sitzen und dies ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Gefühle, wenn man ins Kino geht. Dunkirk braucht nicht unmengen an Kunstblut oder explizite Gewaltdarstellung, wie man es sich von anderen Kriegsfilmen gewohnt ist. Damit kann auf eine FSK-16 Freigabe verzichtet werden und der Film auf FSK-12 gebracht werden. Dies ist nicht – wie von einigen Kritikern angedeutet – ein Negativpunkt, sondern für mich ein klarer Pluspunkt. So sieht man, dass der zweite Weltkrieg zwar blutig war, aber es um viel mehr ging. Die Männer kehrten nicht nur mit blutenden Wunden zurück, sondern auch mit Traumas, und grossen psychischen Problemen.

Trailer:

© Bild & Trailer: Warner Bros. Pictures

Unbroken

Unbroken

KriegBiografieDrama von 2014 aus dem Hause der Universal Pictures.

Unbroken

Story: Der amerikanische Langstreckenläufer Louis Zamperini (Jack O’Connell) nimmt als jüngstes Mitglied des US-Olympiateams 1936 an den Olympischen Spielen in Berlin teil. Zwar gewinnt er keine Medaille, liefert sich aber ein so packendes Finalrennen, dass Adolf Hitler ihn treffen will. Vier Jahre später gilt Zamperini als großer Favorit für die Olympischen Spiele in Tokyo, die aufgrund des ausbrechenden Zweiten Weltkrieges jedoch abgesagt werden. Zamperini zieht freiwillig als Bombenschütze in den Krieg. Nach einer Bruchlandung im Pazifik können sich er und zwei weitere Soldaten auf ein Floß retten. Dort kämpfen sie 47 Tage ums Überleben, ehe sie von der japanischen Navy aufgelesen und gefangengenommen werden. Auf dem Schiff müssen sie sadistische Folterungen über sich ergehen lassen…

Regie: Angelina Jolie

Analyse: Regisseurin Angelina Jolie? Ich muss zugeben dass ich mich mit dieser Aussage nicht anfreunden kann, aber ich habe ja ihren Erstling ja auch noch nicht gesehen… Also, ich erwartete nicht viel von diesem Film. Dennoch ist der Trailer interessant und ich war gespannt. Zu den Schauspielern. Jack O’Connell, der bereits in 300: Rise of an Empire zusehen war, ist überragend, er zeigt eine grandiose Leistung. Die anderen Schauspieler machen ihren Job sehr gut, allen voran Miyavi, der als Mutsushiro Watanabe dem Olympioniken Zamperini die Hölle heiss macht. Die Atmosphäre des Filmes ist zwar durchwegs beklemmend, dennoch fehlt immer das gewisse Etwas um es „perfekt“ zu machen. Schade eigentlich, denn da wäre viel mehr Potenzial drin gewesen… Wenn Jolie mehr auf den Charakter von Zamperini eingegangen wäre würde man als Zuschauer nicht nur auf die Leiden von ihm blicken, sondern auch erkennen und merken was es mit ihm innerlich anstellt. Zeit wäre in diesem Film ausreichend vorhanden gewesen für solche Momente, aber in den knapp 140 Minuten setzt Angelina Jolie lieber auf lange Aufnahmen, in denen nichts passiert. Diese lassen zwar Platz um sich über die Geschehnisse des Filmes Gedanken zu machen, aber verweigern den Charakteren sich auszubreiten. Ein Lob geht an die Rückblenden, welche immer in mitten einer wichtigen Szene gezeigt werden. Als ob sich Zamperini an etwas aus seiner Jugend und Kindheit erinnert. Die Tatsache dass dieser Film auf einer wahren Geschichte und der Biografie von Louis Zamperini beruht macht die Abscheulichkeiten, welche die Soldaten des zweiten Weltkrieges über sich erdulden mussten, nur noch schlimmer… Alles in allem ist „Unbroken“ aber eine gelungener Film, der einen in seinen Bann zieht.

Fazit: Berührendes, aber etwas langes Drama mit guten Schauspielern.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Universal Pictures

Herz aus Stahl – Fury

Herz aus Stahl – Fury

DramaActionKrieg von 2014 aus dem Hause der Sony Pictures Entertainment Group.

Herz aus Stahl - Fury

Story: April 1945: Die Alliierten starten im Zweiten Weltkrieg ihre finale Offensive gegen Nazi-Deutschland. Ganz vorne dabei ist ein Sherman-Panzer, der von seiner Crew liebevoll „Fury“ getauft wurde. Angeführt wird die fünfköpfige Truppe vom kampferprobten Don „Wardaddy“ Collier (Brad Pitt), der schon viele Schlachten geschlagen hat und den Krieg daher bestens kennt. Immer weiter stoßen er und seine Männer (u. a. Shia LaBeouf, Michael Peña und Jon Bernthal) ins feindliche Gebiet vor, wo sie sich bald in einer ausweglosen Lage wiederfinden, zahlenmäßig unterlegen und mit schlechteren Waffen ausgestattet als der Gegner. Zudem ist erst kürzlich ein blutiger Anfänger zum Team gestoßen: der junge Norman Ellison (Logan Lerman). Doch gegen jede Wahrscheinlichkeit wollen die tapferen Männer ein weiteres Mal überleben und Nazi-Deutschland mitten ins Herz treffen…

Regie: David Ayer

Analyse: Ich bin ja nicht so ein Fan von Kriegsfilmen, da es die gibt wie Sand am Meer. Aber dieser hier hat mich irgendwie interessiert (zugegeben, die Schauspieler sind daran nicht ganz unschuldig). Ich darf mich zu beginn dieses Filmchecks wiedermal über den Namen nerven. Den Panzer haben die Soldaten „Fury“ getauft. Klar, kein deutsches Wort, aber wieso übernimmt man den Filmtitel nicht einfach so? „Herz aus Stahl“ – was soll das für eine Übersetzung von „Fury“ sein? Schade. Sehr schade. Naja, dann mal zurück zum Film selbst. Einige werden es lieben, andere werden es hassen: In diesem Film schweift man kaum von den fünf Hauptfiguren ab und verbringt als Zuschauer viel Zeit mit ihnen im Panzer. Ich fand dies grandios, ein Freund von mir eher schlecht. Das ist Ansichtssache. Mir gab es ein wunderbares Gefühl des Zusammenhalts der Truppe und somit der einzelnen Charaktere, was mir sehr gut gefiel. Auch die Kameraführung ist ruhig und angenehm gestaltet. Die Geschichte ist natürlich bereits vor beginn des Filmes klar, denn wer kennt den nicht die Geschichten vom zweiten Weltkrieg… Dennoch gibt es einige Szenen die sehr clever und überraschend sind und den Zuschauer zum mitfiebern anregen. Die Effekte sind gut gelungen und auch die Szenenbilder und die Landschaften sehen gut aus (wenn man von den Kriegsnarben im Boden mal absieht). Etwas verwirrt hat mich zu Beginn die verschiedenen Farben der abgefeuerten Munition… ASchlussendlich verdeutlicht die aber auch nur welche „Seite“ wohin schiesst und das gefiel mir dann doch wieder ganz gut. Alle Nörgler, dass die richtigen Schüsse im Krieg auch nicht verschiedene Farben haben sollen jetzt mal ruhig sein und dem Zuschauer die Möglichkeit geben, sich besser orientieren zu können. Zu den Schauspielern. Brad Pitt überzeugt als „Wardaddy“ absolut. Etwas verwirrend war für mich die Frisur, die mir etwas zu „neumodisch“ war. Auch das ist natürlich ein Detail. Shia LaBeouf, Michael Peña und Jon Bernthal zeigen als Truppe eine sehr gute Leistung. Die wohl beste Leistung seiner Karriere zeigte aber eindeutig Logan Lerman. Er schwenkte von schwachem und verletzlichen Charakter, zu stark und kräftig und wieder zurück mit einem Fingerschnippen und war meine absolute Lieblingsrolle in diesem Film. Faszinierend war auch die Zusammensetzung der Truppe, in der es die „typischen“ Rollen gab. Der Anführer, die gute Seele, der Neutrale, der Neue und die Nevensäge. Das alles macht „Herz aus Stahl – Fury“ bereits jetzt zu einem meiner Favoriten im noch sehr jungen Kinojahr 2015.

Fazit: Mitreissendes Kriegs-Drama mit ausgezeichneten Schauspielern.

Bewertung: 8.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Sony Pictures Entertainment Group

Red Dawn

Red Dawn

ActionKriegThriller von 2012 aus dem Hause Concorde Film.

Red Dawn

Story: Eine US-Stadt wird über Nacht von nordkoreanischen Invasoren besetzt und die Bevölkerung interniert. Wie die Bewohner feststellen müssen, ist ihre Heimatstadt das Hauptziel der Nordkoreaner. Die Einwohner werden gefangen gehalten und weggesperrt. Nur eine Gruppe von jungen Patrioten (unter anderem Chris Hemsworth, Josh Peck, Adrianne Palicki und Josh Hutcherson) kann entkommen und beginnt sich zu wehren. Die Jugendlichen verschanzen sich in den umliegenden Wäldern und starten Guerilla-Aktionen, um die Freiheit der Amerikaner zu verteidigen. Inspiriert von ihrem Highschool-Maskottchen nennen sie sich die „Wolverines“. Zusammen versuchen sie zu überleben, ihre Stadt zu retten und ihre Freiheit zurückzuerobern.

Analyse: In allen nahezu allen Plattformen zerreissen sie diesen Film praktisch, aber ich finde ihn eigentlich ganz ok. All die negativen Kommentare erhält Red Dawn nur, weil es ein Remake des Klassikers „Die rote Flut“ von 1984 mit Patrick Swayze und Charlie Sheen ist. Ich kenne das Original nicht und mache deshalb keinen Vergleich zwischen den beiden Filmen. Dann mal zum Film selbst. Die Geschichte finde ich sehr interessant und aus sehr aktuellem Stoff gemacht. Über Nacht fallen die Nordkoreaner über die USA ein, was macht man da? Meiner Meinung nach sind alle Charaktere sehr gut besetzt, Chris Hemsworth ist als Anführer der Rebellengruppe sehr authentisch und wirkt absolut real. Red Dawn ist voller Action, zeigt aber oft auch eine sehr witzige Seite, was für gute Abwechslung sorgt. Alle die jetzt rumheulen von wegen politisch absolut nicht korrekt und blablabla… Liebe Leute, es ist ein Film. Ein Film wird immer übertrieben dargestellt und hier sind die guten Menschen nun mal die Amerikaner und die bösen Menschen die Nordkoreaner. Und ob etwas politisch Korrekt ist oder nicht, ist eure eigene Ansicht. Meiner Meinung nach ist die Vorstellung, dass Nordkorea eine Invasion in den USA plant gar nicht mal so abwegig.

Fazit: Witziger Actionfilm mit einer tollen Besetzung.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Concorde Film

300: Rise of an Empire

300: Rise of an Empire

ActionKriegHistorieFantasy von 2014 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

300: Rise of an Empire

Story: Während König Leonidas mit seiner Leibgarde an den engen Felsschluchten der Thermopylen die erste große Welle der Perserarmee abwehrt, zieht auch General Themistokles (Sullivan Stapleton) seine Truppen zusammen, um die persische Invasion abzuwehren. Nach Xerxes‘ (Rodrigo Santoro) Sieg über Leonidas wird die griechische Hauptstadt Athen das erste Eroberungsziel des brutalen Herrschers. Die Feinde begegnen sich in einer blutigen Seeschlacht und Themistokles sieht sich einer ganz besonderen Gegnerin gegenüber: Artemisia (Eva Green). Sie ist die rücksichtslose und intrigante Anführerin der persischen Truppen und ihre Gier nach Rache an den Athenern macht sie umso gefährlicher. Befehle nimmt die Kriegerin nur von Xerxes entgegen, für den sie auf dem Schlachtfeld die schmutzige Arbeit erledigt. Um eine Chance auf den Sieg zu haben, muss sich Themistokles mit seinen alten Rivalen zusammentun: den Kriegern aus Sparta…

Analyse: Als ich erfuhr, dass 300 eine Fortsetzung bekommen soll, war mein erster Gedanke: Macht mir den bitte nicht kaputt. Ich habe schon viele Filme und ihre Fortsetzungen gesehen, welche komplett in die Hose gingen. Auch wenn 300: Rise of an Empire nicht der perfekte Film ist, ist die Fortsetzung dennoch in meinen Augen ganz ordentlich gelungen. Die Story ist interessant, verwirrt aber am Anfang ziemlich da die „Fortsetzung“ nicht nahtlos am ersten Teil ansetzt, sondern eine zeitgleiche Geschichte erzählt. Spannend ist es auch, die Hintergründe des Gott-Königs Xerxes zu sehen, wie er überhaupt an diesen Posten kam und wie er so viel Macht erlangte. So muss man nicht unbedingt den ersten Teil gesehen haben um die Handlung zu begreifen, dennoch ist es natürlich von Vorteil. Die Effekte kamen mir hier noch übertriebener vor als beim ersten Teil und die computeranimierten Blutströme sind leider einfach nur lächerlich. Ansonsten bin ich froh, das viele der Schauspieler beibehalten wurden und man sich so nicht an zu viele neue Gesichter gewöhnen muss. Wie schon beim ersten Teil werden hier viele Kampfszenen in Zeitlupe gezeigt, was natürlich einen gewissen Charme hat. Aber den Film so vollzustopfen mit Zeitlupen, wie es hier gemacht wurde, ist für den Zuschauer mühsam.

Fazit: Ganz ordentliche Fortsetzung des Kampfspektakels 300.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

FSK: Ab 18 Jahren freigegeben.

Trailer:

300

300

ActionKriegHistorieFantasy von 2006 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

300

Story: Eine schöne Kindheit sieht anders aus: Seit er sieben Jahre als war, muss sich Spartaner Leonidas (Gerard Butler) harten Kampf- und Belastungsproben stellen. Mittlerweile regiert er als König über Sparta, hat eine Frau (Lena Headey) und ist Vater. Nachdem Leonidas ein paar persische Abgesandte, die Angebote zur Unterwerfung Spartas unter den grenzenlos narzisstischen König Xerxes (Rodrigo Santoro) überbringen, wegen ihrer mangelnden Insubordination und Diplomatie gleich mal im örtlichen Gulli entsorgt hat, zieht er mit 300 Mann seiner persönlichen „Leibwache“ gegen den im Norden einfallenden Perserkönig los, da das von Theron (Dominic West) bestochene Orakel ihm den offiziellen Kriegszug versagt. In der engen Felsschlucht der Thermopylen kommt es zum Showdown. Eine Handvoll Spartaner stellt sich einer zahlenmäßig überlegenen persischen Armee. Lasst das Gemetzel beginnen!

Analyse: Der Film von Zack Snyder ist einer meiner Lieblings-Actionfilme. Kaum ein Film ist so schön blutig, actiongeladen und spannend zugleich wie 300. Die Effekte sind offensichtlich absolut übertrieben gemacht, was zum Film irgendwie dazugehört. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, allen voran Gerard Butler als Anführer der Spartaner und Rodrigo Santoro als der Gott-König Xerxes. Mal ehrlich… 300 Männer suchen sich eine enge Schlucht aus und kämpfen gegen 1 Million Perser – das verspricht von vornherein gute Unterhaltung. Riesige Monster, Elefanten und verunstaltete Menschen können anscheinend diese 300 Spartaner nicht in die Knie zwingen. Ich hätte mir etwas weniger Zeitlupen gewünscht, was den Film aber auf wohl so 100 Minuten Lauflänge gebracht hätte.

Fazit: Knappe 2 Stunden Action, Blut und halbnackte Männer – Was will man mehr?

Bewertung: 8 von 10 Punkten

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben.

Trailer: