Batman v Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice

FantasyAbenteuerActionScience-Fiction von 2016 aus dem Hause der Warner Bros. Pictures.

Batman v Superman Dawn of Justice

Story: Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von „Man Of Steel“ Zerstörung auf die Erde: Die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Batman und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren…

Regie: Zack Snyder

Analyse: Lang wurde DC Comics‘ Start der „Justice League“ entgegen gefiebert, nach vielen Trailern und Teasern ist Batman v Superman nun endlich in den Kinos angekommen. Erst ist noch zu erwähnen, dass dieser Film als Fortsetzung zum 2013 erschienenen „Man of Steel“ zu verstehen ist und somit inhaltlich oft darauf aufbaut, auch wenn einige sagen dass der Film auch ohne Man of Steel zu verstehen ist, ist dies doch für viele sehr schwierig gestaltet. Die Geschichte ist unübersichtlich aufgebaut und springt von Handlung zu Handlung hin und her. Selbst für mich, der Man of Steel gesehen hat, war es schwierig den Überblick zu behalten. Denn scheinbar verfügt der Film über keinen roten Faden, ausser dass alle auf die epische Schlacht von Batman gegen Superman warten und warten und warten. Ich hatte lange darauf gebangt,  dass ich total im Film versinke, aber irgendwie hat es mich nicht gepackt. Ich dachte mir immer wieder, wieso ich im Kino sitze, und das darf meiner Meinung nach bei einem solchen Film nicht vorkommen.

Über die Besetzung wurde lange diskutiert und nicht jeder ist glücklich über den neuen Batman, der von Ben Affleck (Gone Girl, Smokin‘ Aces, Armageddon, Pearl Harbor) gespielt wird. Ehrlich gesagt kann ich mich selbst auch nicht damit anfreunden, dass er der neue Batman sein soll, aber ich bin bekanntermassen ja allgemein kein Fan von Affleck. Mir missfällte leider auch die Darstellung von Batman, die noch deutlich düsterer ist in den letzten Filmen, aber  dafür kann ja der Schauspieler reichlich wenig. Ich musste mich auch von einigen Kritiken belehren lassen, dass die Verfilmten Comics eine düsterere Darstellung von Batman sind und das deshalb scheinbar so sein muss. Superman wird, wie bereits in Man of Steel, von Henry Cavill (Krieg der Götter, Der Sternwanderer, Codename U.N.C.L.E.) verkörpert. Aber Cavill scheint in diesem Film irgendwie abweisend zu sein, als ob er ein Problem damit hat, Superman zu spielen. Das schwächt seinen Charakter und schwächelt so auch den unbesiegbaren Superman. Mühsam erscheint mir dann aber, dass sich der Film zu einem grossen Teil darum dreht, dass Superman seine Lois Lane, gespielt von Amy Adams (Nachts im Museum 2, Her, Man of Steel) dauernd retten muss. Klar, darauf baut ein Superheldenfilm nun mal auf, aber so oft in einem Film ist dann doch übertrieben. Überzeugt hingegen hat mich Wonder Woman, die von Gal Gadot (Fast Furious) gespielt wird. Die israelische Schauspielerin zeigt sich als kräftige Superheldin stark, zurückhaltend und mysteriös, da wartet eine grosse Geschichte darauf, erzählt zu werden und so baut sich doch gleich wieder eine Vorfreude auf. Jessie Eisenberg (Now You See Me, The Social Network, Zombieland) spielt Lex Luthor, der von Beginn an ein schlimmer und scheinbar psychisch gestörter Mann ist, und mit jeder Minute, welche Eisenberg diesen Charakter auf der Leinwand spielen durfte, strapazierte er meine Nerven mehr und mehr. Bis ich mir das Ende des Films herbeisehnte.

Das Ende ist dabei auch so eine Sache. Der Film heisst bekanntlich „Batman v Superman“ – der eigentliche Kampf der beiden ist aber innert wenigen Minuten vorüber, nachdem man bereits gefühlte vier Stunden im Kino sitzt. Das Superhelden-Epos, welches „Batman v Superman“ sein will, ist ein deutlich zu hohes Ziel, welches mit 150 Minuten auch noch viel zu langgezogen ist. Optisch hingegen gesehen ist am Film nahezu nichts auszusetzen, die Effekte wirken schön, stimmungsvoll und authentisch. Die Filmmusik, komponiert von Hans Zimmer (Interstellar, The Dark Knight, Pirates of the Caribbean, Gladiator) und Junkie XL (Deadpool, Die Bestimmung – Divergent, Mad Max: Fury Road) ist genau passend für jede Szene. Da hat Hans Zimmer, der Meister der Filmmusik, mit Junkie XL einen jungen und dynamischen Mitkomponisten an der Seite gehabt.

Fazit: Batman v Superman will ein spektakuläres Superhelden-Epos sein, das den sehr hohen Erwartungen leider ganz und gar nicht gerecht wird.

Bewertung: 5 von 10 Punkten

FSK: Ab 12 Jahren freigegeben.

Trailer:

© Bild und Trailer: Warner Bros. Pictures

PS: Es ist übrigens sehr schwierig einen Trailer zu finden, der nicht so ziemlich jede Szene aus dem Film zeigt. Deshalb empfehle ich euch, höchstens solche Spots anzusehen, wie ich ihn hier oben eingefügt habe.

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